Wald, Wasser, Wind und Woblitz – Naturschutz steht vor immensen Herausforderungen

Die Bilanz der ersten 100 Tage, die Björn Ellner als Vorsitzender des NABU Brandenburg im Amt ist, kann sich sehen lassen. Bereits am Tag seiner Wahl Ende November versammelte Ellner mit der Resolution „Walderhalt und Waldaufwertung statt Waldersatz“ die NABU-Delegierten hinter sich. Mit engagiertem Handeln auf der Basis von fundiertem forstlichen sowie naturschutzfachlichem und -rechtlichem Wissen füllt er das Papier mit Leben und fordert von Umweltminister Axel Vogel ein Moratorium für Waldrodungen. Auch unterstützt er die Bürgerinitiative Pro Wald Hohensaaten dabei, die Rodung von 370 Hektar Wald für einen Solarpark zu verhindern. „Eine nachhaltige Energiewende und eine sinnvolle Antwort auf die Klimakrise kann nur mit der Natur entwickelt werden. Mit Beton und Stahl können wir den Klimawandel nicht aufhalten! Rein technische Lösungen haben uns in eine Sackgasse geführt, die wir schnellstmöglich verlassen müssen,“ so Ellner. „Das kann aber nur gelingen, wenn wir die Leistungen der Natur anerkennen und unterstützen, statt sie weiter in ein immer enger werdendes Korsett zu pressen.“

Den Flüssen mehr Raum zu geben ist eine alte Forderung, die endlich umgesetzt werden muss. Gerade der Wechsel von Dürren und Starkregenereignissen verlangt nach Landschaften, die wie ein Schwamm Wasser aufnehmen und möglichst lange speichern können. Nur so können auch die Grund- und Trinkwasservorräte wieder aufgefüllt werden. Damit das gelingen kann, bringt sich Ellner aktiv bei Netzwerkveranstaltungen zum Wasserrückhalt ein. Auch unterstützt er die Entwicklung von Projekten zur Renaturierung der Schwarzen Elster. Für Ellner sind die Wasser- und Bodenverbände dabei wichtigste Partner. „Wir werden der weiteren Versteppung Brandenburgs nur entgegenwirken können, wenn wir gemeinsam die wichtige Weichenstellungen vornehmen. Das betrifft z.B. die Gepflogenheiten der Grabenberäumung, die Stauhaltung, um gezielt Wasser in der Landschaft zu halten, die Herstellung von Gewässerrandstreifen als Pufferzonen und grüne Lebensadern oder auch große Projekte zur Revitalisierung von Gewässern und Auen.“

Starke und verlässliche Partner, die zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung stehen, sind gerade in Zeiten des Wandels wichtig. Dass dies selbst beim Land Brandenburg ausbaufähig ist, musste Ellner bei den langen Verhandlungen zwischen Land und NABU über die Zukunft der bislang vom Land geführten Greifvogelstation an der Woblitz lernen. Denn trotz anderslautender Versprechen hat das Land von heute auf morgen nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Finanzierung dieser landesweit wichtigen Einrichtung komplett eingestellt.

Und welchen Wert Brandenburgs Politiker dem Schutz unserer einmaligen Landschaften beimisst, wird sich bald zeigen. Die wegen ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit festgelegten Landschaftsschutzgebiete könnten bald ohne Not und für kurzfristige Profite dem Bau großflächiger Photovoltaik-Anlagen geopfert werden. Um unverbaute Landschaften auch für künftige Generationen zu erhalten und weil selbst eine Studie des Wirtschaftsministeriums zeigt, dass auch außerhalb von Schutzgebieten ausreichend Solarenergie erzeugt werden könnte, setzt sich Ellner massiv für den Erhalt dieser Schutzgebiete ein.

„Der Natur- und Artenschutz scheint im Zuge der Flut von Maßnahmen zu Klimaschutz und kurzfristig gedachter Versorgungssicherheit unterzugehen,“ stellt Ellner fest. „Klimaschutz und Versordungssicherheit können langfristig aber nur gelingen, wenn wir Natur als unser aller Lebensgrundlage anerkennen und entsprechend verantwortungsvoll damit umgehen.“

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