Deutschland erkennt Sepsis

Schnell und richtig reagieren – das kann bei einer Sepsis – umgangssprachlich Blutvergiftung – Leben retten. Über die Gefahren der Sepsis und wie man ihr begegnet, klären das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die Sepsis-Stiftung, der Sepsisdialog der Universitätsmedizin Greifswald und die Deutsche Sepsis-Hilfe e. V. mit einer Kampagne auf, die am heutigen Dienstag startet. Der Verband der Ersatzkassen fördert die Kampagne. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zählt zu den Unterstützern.

Bis zu 25.000 Todesfälle vermeidbar


Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sterben jedes Jahr in Deutschland etwa 75.000 Menschen an einer Sepsis. Für Nordrhein-Westfalen liegen lediglich Schätzungen vor. Danach sind es rund 16.000 Todesfälle. Patienten, die die Erkrankung überstehen, leiden oft an schweren Folgeschäden. Bis zu 20.000 Todesfälle gelten als vermeidbar, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Oft wird die Sepsis von den Erkrankten und vom medizinischen Personal zu spät erkannt und nicht adäquat behandelt.

Der Leiter der vdek-Landesvertretung, Dirk Ruiss, betont: „Eine kleine Verletzung kann ausreichen, um eine Blutvergiftung zu verursachen. Das Risiko einer Sepsis wird leider zu oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es, die Alarmsignale zu erkennen und in Notfällen schnell zu reagieren. Darüber hinaus können Impfungen Sepsis vermeiden helfen. Die Aufklärungskampagne trägt zur Patientensicherheit bei. Deshalb unterstützen wir die Aufklärungskampagne.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann unterstreicht: „Ich freue mich, dass das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Sepsis-Stiftung, der Sepsisdialog der Universitätsmedizin Greifswald und die Deutsche Sepsis-Hilfe diese wichtige Kampagne starten. Schwere Verläufe bei Blutvergiftungen können tödlich enden. Dabei könnte eine Mehrzahl der Todesfälle durch eine größere Bekanntheit der Erkrankung und ihrer Symptome – in der Bevölkerung, aber auch bei medizinischem Personal – verhindert werden. Durch ein frühzeitiges Erkennen schwerer Verläufe sind ein schnelles Eingreifen und eine gezielte Behandlung möglich. Die Kampagne leistet hier einen ganz wichtigen Beitrag, um die Aufmerksamkeit für diese gefährliche Krankheit zu erhöhen.“

Warnzeichen erkennen

Eine Blutvergiftung entsteht, wenn die körpereigenen Abwehrmechanismen nicht mehr in der Lage sind, eine zunächst begrenzte Infektion einzudämmen. Die häufigsten Ursachen sind Lungenentzündung und Entzündungen im Bauchraum und der Harnwege. Auch aus kleinen Schnittverletzungen und Insektenstichen kann eine Sepsis entstehen. Auslöser können zudem Bakterien und Viren sein. Verletzungen, Entzündungen und Eiterherde – auch die kleinsten – sollten immer gesäubert und desinfiziert werden, im Zweifelsfall durch einen Arzt. Zu den Warnzeichen einer Blutvergiftung gehören Fieber, Schüttelfrost, Verwirrtheit und erschwerte Atmung. Sepsis ist ein Notfall, der sofort behandelt werden muss. Neben der Aufklärung ist unter anderem eine Verankerung des Themas Sepsis in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe ein Ziel der Kampagne.

Zahlreiche Informationen sind auf der eingerichteten Website https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/ zu finden.

Über Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunter-nehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen rund 6,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen versichern und damit landesweit größte Kassenart sind.

– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk -Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Telefon: +49 (30) 26931-0
Telefax: +49 (30) 2693129-00
http://www.vdek.com

Ansprechpartner:
Sigrid Averesch-Tietz
Referatsleiterin Grundsatzfragen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (211) 38410-15
Fax: +49 (211) 38410-20
E-Mail: sigrid.averesch-tietz@vdek.com
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel