Zweites Quartal im Minus – Halbjahresergebnis nur schwach positiv

Für das zweite Quartal 2017 ist ein Umsatzrückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal in Höhe von -1,3 Prozent zu verzeichnen. Unter sonst gleichen Bedingungen ist das Minuszeichen wohl maßgeblich durch die Tatsache bestimmt, dass im Berichtsquartal insgesamt drei Arbeitstage weniger als im Vorjahr zur Verfügung standen.

Gleichwohl weist die Zusammenfassung der ersten beiden Quartale in das Halbjahresergebnis weiter auf ein schwach stabiles Umsatzniveau in 2017 hin: So schließt das erste Halbjahr mit einem um gerade einmal +1,3 Prozent gestiegenen Umsatzwert gegenüber den ersten sechs Monaten 2016. Nimmt man die durchschnittlichen Höchstpreisanpassungen in den Ländern für Regelversorgungen in der GKV als Indikator für die Preisentwicklung des Gesamtmarktes so wäre ein höheres Ergebnis zu erwarten gewesen.

Daher ist diese Entwicklung auch ein deutliches Indiz dafür, dass es bei stagnierender Leistungsnachfrage tatsächlich kaum Preisspielräume im Bereich der privat veranlassten Versorgungen gibt. Diese Überlegung wird auch durch die jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums über die Veränderung der Ausgaben für Festzuschüsse in der Regelversorgung gestützt, die sich mit absolut +1,0 Prozent zum ersten Halbjahr 2016 deutlich unterproportional entwickeln.


Der Anteil der Betriebe, die die Geschäftslage als schlecht bewerten, veränderte sich mit 17,7 Prozent gegenüber 18,0 Prozent im ersten Vierteljahr nahezu nicht. Eine gute Geschäftslage meldeten 36,4 Prozent der Teilnehmer – im ersten Quartal lag dieser Wert bei 36,9 Prozent aller antwortenden Teilnehmer, vor einem Jahr mit 39,6 Punkten sogar mehr als drei Prozentpunkte höher.

Die Stimmungslage im Zahntechniker-Handwerk wird zudem von deutlichen Personalsorgen geprägt: Der anhaltend hohe Anteil an Laborinhaberinnen und -inhabern, die Einstellungen planen, sind ein klares Indiz dafür, dass vakante Stellen nicht besetzt beziehungsweise qualifizierte Beschäftige im branchenübergreifenden Wettbewerb um Fachkräfte nicht gehalten werden können.

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