BUND fordert „Landesstrategie Wasser“ / Landwirtschaft an Klimawandel anpassen

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Landesregierung auf, zügig eine Landesstrategie Wasser vorzulegen. Aus der unlängst verabschiedeten Nationalen Wasserstrategie müssten jetzt konkrete Maßnahmen für unser Bundesland abgeleitet werden. Ziel müsse es sein, den Wasserhaushalt grundlegend zu sanieren und die Wasserwirtschaft an den Klimawandel anzupassen. Auch Landwirtschaft und Gartenbau stehen erkennbar vor einschneidenden Veränderungen.

„Der Klimawandel mit seinen Extremwetterlagen arbeitet gegen uns. Dürren verstärken sich, immer mehr Gewässer und Feuchtgebiete trocknen aus. Das Artensterben beschleunigt sich rasant. Oder aber Starkregen und Hochwässer verwüsten unser Land. Doch NRW ist darauf noch immer nicht vorbereitet. Deshalb muss Umweltminister Oliver Krischer die angekündigte ‚Zukunftsstrategie Wasser‘ mit hoher Priorität angehen", sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht.

Als Grundlage dafür müssten endlich landesweit alle Gewässernutzungen und die Wasserverfügbarkeit erfasst werden. Der Schutz der Ressource Wasser müsse zukünftig absoluten Vorrang vor allen anderen Nutzungen bekommen. „Wenn wir auch in Zukunft Wasser in ausreichender Menge und Qualität für den Naturhaushalt und menschliche Nutzungen haben wollen, müssen wir den Landschaftswasserhaushalt massiv stützen. Wir müssen von der Entwässerungslandschaft hin zur Schwammlandschaft kommen", so Sticht.

Auch gelte es, die Landwirtschaft stärker in den Fokus zu nehmen. Feuchtgebiete und Oberflächengewässer dürfen nicht durch eine Wasserentnahme für die Landwirtschaft geschädigt werden. Gegen den Klimawandel vorrangig mit künstlicher Bewässerung anzukämpfen, könne keine zukunftsfähige Lösung sein. Der Anbau müsse sich vielmehr regional am jeweiligen Wasserangebot und den Standortverhältnissen ausrichten. Erlaubnisse zur Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser dürften nur bei entsprechend verfügbaren Dargebot erteilt werden. Dort wo wie im NRW-Gemüseanbau in großem Umfang künstlich bewässert wird, müssten wasservergeudende Großregner dringend durch deutlich effizientere Verfahren wie die Tröpfchenbewässerung ausgetauscht werden. Als Anreiz für eine wassersparende Landwirtschaft müsse auch über ein Wasserentnahmeentgelt nachgedacht werden.

Hinweis: Der BUND stellt in einem Standpunktpapier ‚Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen‘ detailliert Maßnahmen zu Einsparung von Wasser in der Landwirtschaft und in Sonderkulturen vor. Download-Link https://www.bund-nrw.de/publikationen/detail/publication/bund-standpunkt-zur-bewaesserung-landwirtschaftlicher-nutzflaechen/

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