OP-Betrieb nimmt wieder Fahrt auf

Am Uniklinikum Jena ist die Corona-Lage gut im Griff: die Anzahl der Patienten mit gesicherter SARS-CoV-2-Infektion ist auf einem stabil niedrigen Niveau und führt nicht zur Überlastung der Intensivkapazitäten, die Eindämmungs-Strategie wirkt und auch Schutzbekleidung ist ausreichend vorhanden. Nachdem in einem ersten Schritt schon die Kapazitäten im ambulanten Bereich kontrolliert erhöht worden sind, fährt das UKJ nun auch seinen OP-Betrieb wieder hoch. Das bedeutet, dass wieder zunehmend planbare, also elektive Eingriffe stattfinden. Grundlage für die Entscheidung ist ein Konzept des Thüringer Gesundheitsministeriums, wonach es Krankenhäusern erlaubt ist, schrittweise in die Regelversorgung zurückzukehren. Demnach muss unter anderem eine Trennung von Patienten mit Verdacht auf oder bestätigter SARS-CoV-2-Infektion von nicht infizierten Patienten gesichert sein, was am UKJ der Fall ist.

Aufgeschobene Eingriffe werden zuerst nachgeholt

„Aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir viele planbare Operationen verschieben, sofern dies medizinisch vertretbar war. Not-OPs und dringende Eingriffe fanden selbstverständlich immer statt. Doch auch wenn nicht jede OP lebensnotwendig ist, so hat doch jeder geplante Eingriff seine Berechtigung. Denn dahinter stecken auch Leid und Schmerzen“, so PD Dr. Jens Maschmann, Medizinischer Vorstand des UKJ. Die Kliniken am UKJ holen nun prioritär die abgesagten Operationen nach und kontaktieren die betroffenen Patienten für eine Terminvergabe. Für die stationäre Aufnahme gelten nach wie vor Schutzvorkehrungen und besondere Hygienemaßnahmen. So müssen Patienten unter anderem vor ihrem elektiven Eingriff auf SARS-CoV-2 getestet werden.


Besuchsverbot besteht weiterhin

Das UKJ wird sein generelles Besuchsverbot mindestens bis nach Pfingsten aufrechterhalten. Gerade das strikte Vorgehen hat mit dazu beigetragen, dass es in den vergangenen Wochen keine SARS-CoV-2-Infektionen innerhalb des Klinikums gab. Im Uniklinikum liegen nicht nur Patienten aus Jena, wo das Infektionsgeschehen gering ist, sondern Patienten aus dem ganzen Land und über die Landesgrenzen hinaus. „Die Auswirkungen der allgemeinen gesellschaftlichen Lockerungsmaßnahmen werden erst nach einigen Wochen sichtbar. Hier haben wir eine große Verantwortung für die Sicherheit unserer Patienten und werden eine Lockerung der Besucherregel vom weiteren Verlauf der Infektionszahlen abhängig machen“, betont Maschmann. Das UKJ arbeitet dennoch bereits an einem Konzept zur praktikablen Umsetzung einer erweiterten Besuchsregelung.

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