Grundgedanken zur Selbstheilung

Viele Menschen glauben heute noch fest daran, dass alleine Mediziner und Medikamente in unserem Organismus einen Heilungsprozess anstoßen können. Allerdings sagte man schon in meiner Jugend: „Ein Schnupfen dauert zwei Wochen, mit Arzt vierzehn Tage.“ Es gibt sie immer noch, die Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich uns nicht so leicht erschließen, dazu gehört auch das Wissen, was gewisse „Mechanismen“ unseres Körpers anbelangt. Heute möchte ich Ihnen etwas über unser inneres Heilungspotential schreiben

Checkliste :

Haben Sie Zugang zu Ihren Selbstheilungskräften?


Sie steckt in jeden von uns: Energie, die uns ohne Risiken und Nebenwirkungen heilen oder gesund erhalten kann. Wissen Sie, was Sie brauchen, um sie zu aktivieren – damit Sie sich rundum wohl und gesund fühlen? Unsere Fragen helfen, sich darüber klar zu werden.

  1. Haben Sie Ihre persönliche Entspannungsmethode?
  2. Ist Ihnen bewusst, an welchem Platz in Ihrer Wohnung Sie sich am wohlsten fühlen?
  3. Kennen Sie bestimmte Speisen und Getränke (z. B. frisch gepresste Säfte oder ein Glas guter Rotwein), die Ihnen besonders gut bekommen?
  4. Wissen Sie, welche Ihrer liebsten Lebensmittel und Gerichte auch gesund sind?
  5. Haben Sie eine Lieblingssportart?
  6. Können Sie sagen, was Ihnen persönlich hilft, bei einer „normalen Erkältung“ schnell wieder gesund zu werden (z. B. zwölf Stunden schlafen; eine kräftige Hühnersuppe; ein heißes Bad; mit einer Wärmflasche aufs Sofa)?
  7. Ist Ihnen klar, Was Sie brauchen, um gut zu schlafen?
  8. Sorgen Sie für regelmäßige Erholungspausen?
  9. Haben Sie sich schon mal gefragt, was Sie im Alltag ändern können, um weniger Stress zu haben?
  10. Merken Sie es rasch, wenn Sie krank werden?
  11. Fantasiereisen, Tagträume – kennen Sie Ihre Vorstellungskraft?
  12. Ist Ihnen bewusst, wie angestrengt (oder auch entspannt) Ihr Leben gerade ist?
  13. Nehmen Sie Ihr Leben als Herausforderung wahr, die Sie selbst gestalten können?
  14. Vertrauen Sie darauf, dass eine höhere Kraft Sie vor Krankheiten schützt?

Auswertung: Je mehr Fragen Sie mit Ja beantwortet haben, desto besser nutzen Sie Ihre Selbstheilungskräfte ganz instinktiv. Auch wenn Sie überwiegend mit Nein geantwortet haben – innere Heiler haben Sie trotzdem. Wie Sie diese entdecken und aktivieren können, lesen Sie in den nächsten drei Teilen.

Der Ärzte-Test

Was wissen Ärzte über die „inneren Heiler“?

Sie gelten selbst als Placebos. Das Gespräch mit ihnen kann Vertrauen schaffen, motivieren oder entmutigen. Ärztinnen und Ärzte sind die direkten Ansprechpartner, wenn es um unsere Gesundheit geht. Wir sollten wissen: Entsprechen ihre Empfehlungen dem neuesten Stand der Wissenschaft? Kennen sie sich mit Salutogenese, mit Selbstheilung aus? Helfen sie den Patienten, ihre inneren Heiler zu aktivieren? Für den Ärzte-Test haben wir eine repräsentative Auswahl praktischer Ärzte, Allgemeinmediziner und Internisten telefonisch befragt. Mit Hilfe eines Fragebogens, der unter anderem verschiedene Situationen aus der täglichen Praxis beschreibt. Zum Beispiel: Eine Frau mit Schlafstörungen kommt in Ihre Sprechstunde. Was fragen Sie ab? (Die genaue Frage können Sie im Kasten rechts nachlesen.) Die Ärzte sollten dann angeben, welche der vorgegebenen Antworten sie für wie wichtig halten bzw., was sie für gewöhnlich abfragen oder empfehlen. Bei jedem Thema gab es mehrere Antwortmöglichkeiten, aber nur jeweils eine entsprach salutogenetischen Prinzipien. In unserem Beispiel (siehe Kasten) war das die Frage: Unter welchen Umständen haben Sie sich zuletzt gut gefühlt? Das Ergebnis: Bei Schlafstörungen halten Ärzte die salutogenetische Frage unter den Vorgaben für die am wenigsten wichtige. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) bewertet sie mit „sehr wichtig“, gut die Hälfte (51 Prozent) mit „wichtig“. Ein gutes Viertel (26 Prozent) der Umfrageteilnehmer würde eine entsprechende Frage voraussichtlich gar nicht erst stellen – so viele Ärzte ordnen sie als „unwichtig“ oder „weniger wichtig“ ein. Am meisten Wert legen die Mediziner darauf herauszufinden, wann die Symptome angefangen haben (61 Prozent: „sehr wichtig“, 36 Prozent: „wichtig“).

Noch deutlicher ist das Ergebnis beim Thema Bluthochdruck. Fast alle Befragten (96 Prozent) raten einer Patientin mit zu hohem Blutdruck, das Rauchen aufzugeben und sich mehr zu bewegen. Das ist zwar richtig – aber nicht genug. Denn solche Empfehlungen erreichen die Patienten oft nicht. Sie werden vielmehr als Beeinträchtigung empfunden und helfen kaum, innere Heiler zu aktivieren. Angemessener wäre es, auch zu fragen, was die Patientin in ihrer Freizeit gern tut, bei was sie sich wohl fühlt – und dann zu besprechen, welche dieser Beschäftigungen besonders günstig für sie sind, etwa weil sie das Herz-Kreislauf-System trainieren. Genau das wollten aber nicht mal zwei von drei Ärzten wissen (60 Prozent).

Ähnlich ist es beim Abnehmen. Die allermeisten Mediziner (90 Prozent) raten der Patientin dazu. Wenn es dann aber darum geht, sie zu motivieren, fragt nur etwa die Hälfte (55 Prozent), was sie gern isst, um dann die gesunden Lebensmittel zu empfehlen. Dabei wäre das der direkte Weg, die Selbstheilungskräfte der Patientin zu wecken. Stattdessen geben Ärzte Gebote aus: Ganze 82 Prozent raten dazu, auf Süßigkeiten zu verzichten. Dabei hält einen Verzicht ohnehin niemand durch, nicht selten ist Heißhunger die Folge. Und 57 Prozent empfehlen FdH (von allem die Hälfte bzw. einfach weniger zu essen), um Gewicht zu verlieren – obwohl längst bewiesen ist, dass das meist zum gegenteiligen Ergebnis führt. Fazit: Beunruhigend viele Ärzte stellen nach wie vor die Krankheit in den Fokus, nicht die Gesundheit, denken also noch nicht salutogenetisch. Und: Auch in einigen anderen Punkten liegen Mediziner daneben. Zum Beispiel verschreiben 57 Prozent ein Blutdruck senkendes Mittel, obwohl es medizinisch nicht unbedingt erforderlich wäre. Denn fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) glaubt immer noch, dass Patienten in erster Linie ein Rezept wollen und keine guten Ratschläge. Da haben Deutschland Ärzte also noch einiges nachzuholen.

Dabei zeigt der Test: In punkto Salutogenese müssen Ärzte mehr dazulernen als Ärztinnen. Internisten mehr als praktische Ärzte. Die Frage nach der liebsten Freizeitbeschäftigung zum Beispiel stellt nur etwa jeder zweite Arzt (55 Prozent), aber fast drei Viertel aller Ärztinnen (72 Prozent). Unter den Internisten hält sie nicht mal jeder zweite für nötig (44 Prozent), dagegen zwei Drittel der praktischen Ärzte (66 Prozent).

Wer nach zeitgemäßer ärztlicher Behandlung sucht, ist den Umfrage-Ergebnissen zufolge bei einer Hausärztin am besten aufgehoben.

So sind wir vorgegangen

Hier ein Beispiel unserer Fragen an die Ärzte:

Sie haben eine Patientin, die unter Schlafstörungen leidet. Sie fühlt sich müde und antriebslos, klagt über depressive Verstimmungen. Ich lese Ihnen nun im Folgenden einige Fragen vor, die Sie Ihrer Patientin stellen könnten. Bitte sagen Sie mir zu jeder dieser Fragen, wie wichtig diese für Ihr weiteres therapeutisches Vorgehen ist (Antwortvorgabe: sehr wichtig, wichtig, weniger wichtig, unwichtig).

  1. Seit wann haben Sie diese Symptome
  2. Können Sie schlecht ein- oder durchschlafen?
  3. In welchen Situationen, bei welchen Gelegenheiten ist es am schlimmsten?
  4. Gibt es Tage, wo es schlimmer ist als an anderen?
  5. Unter welchen Umständen haben Sie sich zuletzt gut gefühlt?
  6. Haben Sie besonders viel Stress?
  7. Haben Sie Probleme am Arbeitsplatz?
  8. Haben Sie Probleme mit der Partnerschaft oder der Familie?
  9. Haben Sie bisher etwas dagegen unternommen?

Medizin im Wandel:

So machen Sie sich heute fit für den Arztbesuch

Krank sein, gesund sein: Überlegen Sie vor dem Termin nicht nur, wann Ihre Beschwerden angefangen haben, sondern auch, wann Sie sich zuletzt (so richtig wohl und gesund gefühlt haben. Was fällt Ihnen auf, wenn Sie beide „Zustände“ miteinander vergleichen?

Mittel Ihrer Wahl: Schreiben Sie auf, welche Medikamente Sie bereits ausprobiert haben bzw. welche Hausmittel oder andere begleitenden Maßnahmen (z. B. bestimmte Tees, Speisen, Bewegung o.ä.) Ihnen gut tun.

Spurensuche: Fragen Sie sich im Vorfeld, was beim Krankwerden eine Rolle gespielt haben könnte (Stress im Job, Überanstrengung, Veranlagung, Ansteckung) – aber auch, was Sie generell stark und gesund macht, also: Welche Lebensumstände könnten Ihre Basis für Gesundheit und Wohlbefinden sein? Dazu gehören neben bestimmten Aktivitäten, Erlebnissen und Kontakt zu anderen Menschen auch Hausmittel oder Übungen.

Nicht mogeln: Es ist verführerisch, den eigenen Lebensstil zu beschönigen, um damit vor sich selbst und / oder vor dem Arzt besser dazustehen. Aber diese kleinen Lügen helfen nicht weiter. Also besser ehrlich sein – auch wenn es sehr schwer fällt – und den Arzt direkt fragen: Haben Sie eine Idee wie ich es schaffen kann, wirklich das zu tun, was mir gut tut? Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe? Oder einen Kurs bei der Volkshochschule oder Krankenkasse?

Untersuchungen hinterfragen: Nicht alle der heute verfügbaren Untersuchungsmethoden sind immer wirklich sinnvoll. Deshalb sollten Sie sich erkundigen, was Ihnen eine aufwändige Untersuchung bringt. Manche haben nur den Zweck, etwas genauer über die Beschwerden bzw. Symptome Bescheid zu wissen – aber keinerlei Einfluss auf die Behandlung. Dann ist es sinnvoll zu fragen: Muss das tatsächlich sein?

Zeit lassen: Fühlen Sie sich im Gespräch mit Ihrem Arzt überrumpelt, etwa wenn es um eine Operation geht oder eine schmerzhafte Untersuchung? Dann nehmen Sie sich Zeit, um in Ruhe zu entscheiden – schlafen Sie darüber. Holen Sie gegebenenfalls eine zweite Meinung bei einem anderen Arzt ein. Falls Ihnen ein Medikament oder eine bestimmte Behandlung verordnet wird: Überlegen Sie bewusst, ob Sie es wirklich schaffen, sich daran zu halten. Wollen Sie das verschriebene Medikament trotz eventueller Vorbehalte wirklich nehmen? Oder möchten Sie doch lieber erst noch etwas anderes ausprobieren? Das ist Ihr gutes Recht.

Abschied nehmen: „Für jede Krankheit gibt es eine ideale Behandlung, und die will ich haben!“ – Von dieser alten Überzeugung sollten Sie sich verabschieden, denn heute weiß man: Die Therapie, die dem einen gut tut, hilft dem anderen vielleicht gar nicht. Haben Sie also den Mut, mit Ihrem Arzt zusammen verschiedene „Behandlungspläne“ zu diskutieren und den auszuwählen, von dem Sie wirklich überzeugt sind. Denn Studien haben gezeigt: Menschen, die an ihre Heilung glauben, werden schneller wieder gesund als Zweifler.

Im 4. Teil werden wir über die Kraft unseres Selbst reden und wie unser innerstes Selbst uns hilft, gesund zu werden.

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