Hessischer Ärztekammerpräsident fordert sektorenübergreifende Entwicklung eines Konzepts für die ärztliche Notfallversorgung

Überfüllte Notaufnahmen, viele vermeintliche Notfälle, die sich als Bagatellfälle herausstellen: Das Thema Notfallversorgung stellt Fachleute und Politik vor große Herausforderungen. „Wichtig ist, dass ambulant und stationär tätige Ärzte sektorenübergreifend zusammenarbeiten, um gemeinsam ein Konzept für die Versorgung von Patienten zu Unzeiten und über Tag bei Notfällen zu entwickeln“, betonte Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach auf der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 25. November 2017.

„Der Druck ist sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Krankenhausbereich enorm hoch. Wir können nicht abwarten, bis die Politik uns Ärzten sagt, wie wir die Probleme zu lösen haben. Vielmehr müssen wir miteinander sprechen und den Patienten gemeinsam die Wege bauen, die sie bei tatsächlichen oder vermeintlichen Notfällen gehen sollen“, so von Knoblauch zu Hatzbach weiter.

Dafür sei eine enge Kooperation zwischen den Sektoren  erforderlich. „Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines gemeinsamen Konzepts ist allerdings eine angemessene Honorierung“, machte von Knoblauch zu Hatzbach deutlich. „Darin drückt sich nicht nur die Wertschätzung ärztlicher Arbeit aus. Sie ist auch Garant dafür, dass sich Patienten sicher sein können, von Ärzten ohne ökonomische Zwänge, d.h. ohne Einflussnahme Dritter behandelt zu werden.“  


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