Klinikum Karlsruhe modernisiert Notfallversorgung

Moderne, helle Räume und eine bessere Orientierung für Patientinnen und Patienten: Das Städtische Klinikum Karlsruhe (SKK) entwickelt seine Notfallversorgung für die Menschen in Karlsruhe und der Region weiter. Nachdem Teile der Notaufnahme bereits im vergangenen Jahr in einen neuen Bereich umgezogen sind, wird nun der zweite Teilbereich geöffnet. Das bringt Vorteile für Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeitenden.

Herzstück der neuen Räume ist die zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten, die selbstständig zu Fuß oder mit dem Auto in die Notaufnahme am Klinikum Karlsruhe kommen. Hier werden Menschen mit akuten Beschwerden zunächst an der Anmeldung aufgenommen und medizinisch eingeschätzt. Danach werden sie entsprechend ihres individuellen medizinischen Bedarfs in den passenden Versorgungsbereich weitergeleitet – entweder in die verschiedenen Bereiche der Notaufnahme, in die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung oder in das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ).

Der Ort der Notaufnahme am Klinikum ändert sich nicht. Auf dem gesamten Klinikumsgelände ist der Eingang der Notaufnahme ausgeschildert. So finden die Patientinnen und Patienten den Weg angezeigt, egal aus welcher Richtung und mit welchem Verkehrsmittel sie ankommen. Autofahrer parken am besten auf dem Parkplatz in der Franz-Lust-Straße 29. Zusätzlich gibt es ein Parkhaus in der Knielinger Allee und eine Tiefgarage bei Haus S.

Neben dem neuen Anmeldebereich und den Räumlichkeiten für die Ersteinschätzungen wurden im Zuge der Baumaßnahmen auch die Zugänge und Wege für die Rettungsdienste erneuert, die Patientinnen und Patienten in das Klinikum bringen.

„Eine leistungsfähige Notfallversorgung ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Karlsruhe und der gesamten Region. Mit der modernisierten Notaufnahme am Städtischen Klinikum stärken wir diesen Teil der Gesundheitsversorgung nachhaltig“, erklärt Bettina Lisbach, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums.

„Die neuen Räumlichkeiten sind ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der Notfallversorgung bei uns am Städtischen Klinikum. Entscheidend ist, dass wir Menschen im Notfall noch schneller und gezielter in die für sie richtige Versorgung bringen. Deshalb werden wir unsere Strukturen auch in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickeln – orientiert am medizinischen Bedarf der Bevölkerung und an den sich verändernden Anforderungen an eine stärker vernetzte und bedarfsgerechte Notfallversorgung“, ergänzt Prof. Dr. Dr. Martin Holderried, Medizinischer Geschäftsführer am SKK.

„Mit der jetzt abgeschlossenen Bauetappe haben wir einen weiteren wichtigen Teil der umfangreichen Modernisierung erfolgreich umgesetzt. Gerade Umbauten im laufenden Betrieb einer Notaufnahme stellen hohe Anforderungen an Planung, Logistik und alle beteiligten Mitarbeitenden“, erklärt Markus Heming, Kaufmännischer Geschäftsführer am SKK. Ein besonderer Erfolg für die klinikumseigene Bauabteilung: Durch ein neues Baukonzept konnte der Umbau fast zwei Monate früher fertiggestellt werden, als ursprünglich vom externen Architektenteam geplant.

Dr. Björn Bergau, Leiter des Notfallzentrums am SKK, und sein Team freuen sich sehr über die bauliche Weiterentwicklung. „Mit dem neuen Anmeldebereich haben wir eine zentrale Anlaufstelle für Notfälle. So schaffen wir mehr Orientierung für Patientinnen und Patienten und können die vorhandenen personellen Ressourcen gezielter einsetzen. Entscheidend ist, dass jeder Mensch schnellstmöglich die medizinische Versorgung erhält, die er benötigt“, so Dr. Bergau.

Die Notaufnahme am Klinikum Karlsruhe wird aktuell in mehreren Etappen modernisiert. Im Spätjahr 2025 konnten bereits die ersten Teile des neuen INZ in Betrieb genommen werden: darunter 17 Behandlungs- und Untersuchungsräume, davon vier Infekt-Räume mit Schleusen und der Möglichkeit, im Bedarfsfall schnell einen größeren abgetrennten Infekt-Bereich zu schaffen, ein Warteraum sowie ein zusätzlicher Schockraum – ein spezieller Raum, in dem akut lebensbedrohlich erkrankte oder schwerverletzte Patientinnen und Patienten wie Unfallopfer in der Notaufnahme erstversorgt werden.

Info

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: https://www.klinikum-karlsruhe.de/einrichtungen/medizinische-schwerpunktzentren/integriertes-notfallzentrum-inz

Hintergrundinformationen

Was steckt hinter dem INZ?

Die Notfallversorgung in Deutschland soll künftig stärker vernetzt und sektorenübergreifend organisiert werden. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten nach einer medizinischen Ersteinschätzung möglichst direkt in die für ihren individuellen Bedarf geeignete Versorgung zu steuern. Integrierte Notfallzentren sollen dabei die Notaufnahme eines Krankenhauses, die ambulante Notfallversorgung und eine zentrale Ersteinschätzung enger miteinander verbinden.

Am Klinikum Karlsruhe wurden bereits wesentliche räumliche und organisatorische Voraussetzungen für eine solche zentrale Anlaufstelle geschaffen. Patientinnen und Patienten werden hier medizinisch eingeschätzt und entsprechend ihres Versorgungsbedarfs in den geeigneten Bereich weitergeleitet – beispielsweise in die Notaufnahme, in das MVZ (hausärztliche Versorgung) oder außerhalb der Kernöffnungszeiten in die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Strukturen der Notfallversorgung werden vor dem Hintergrund der zukünftigen gesetzlichen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt.

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