Pop-up-Format bringt Sichtbarkeit
Zur Eröffnung am Dienstag kamen neben Kammerpräsident Klaus Hofmann auch Mannheims Wirtschaftsbürgermeister Thorsten Riehle und der Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit, Norbert Hölscher, in den Ausstellungsraum im ehemaligen Gravis-Store im Erdgeschoss. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Zwischennutzungskonzept in N1 auch das Handwerk unterstützen können. Die Last-Minute-Ausbildungsplatzbörse ist eine niederschwellige Anlaufstelle mitten in der City, die offene Lehrstellen und Jugendliche zusammenbringt“, so Riehle. Die 300 Quadratmeter große Fläche wurde von der Unternehmensgruppe Diringer & Scheidel als Eigentümerin des Stadthauses N1 für den Zeitraum bis 1. Oktober 2026 kostenfrei zur Nutzung überlassen. So wurde es möglich, Akteuren, die sonst in der Innenstadt nicht sichtbar sind, eine Plattform im Pop-up-Format zu bieten. Das Handwerk bildet mit seiner Last-Minute-Ausbildungsbörse den Abschluss.
Direktkontakte für Lehrstellensuchende
Die Börse soll jungen Menschen unter dem Motto „Nach den Ferien doch nicht zurück zur Schule?!“ Anknüpfungspunkte für den Weg in die Ausbildung bieten. Neben der Beratung durch das Team der Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberatung der Handwerkskammer sind auch die SHK-Innung Rhein-Neckar, die Innung für Elektro- und Informationstechnik Kurpfalz, die Innung des Kfz-Gewerbes Rhein-Neckar-Odenwald und die Agentur für Arbeit vor Ort vertreten. Auch der Kontakt zu wechselnden Betrieben ist möglich. So war bereits am Eröffnungstag Orpheus Hörakustik vertreten.
„In vielen Berufen des Handwerks gibt es einen dringenden Bedarf an Nachwuchskräften“, sagte Kammerpräsident Klaus Hofmann. Ob nun in den stark nachgefragten Klimahandwerken mit ihren vollen Auftragsbüchern, im Lebensmittelhandwerk oder Gesundheitshandwerk – in den über 130 Ausbildungsberufen des Handwerks sei allein schon aus demografischen Gründen ein Ungleichgewicht zwischen Bedarf und Nachrückern entstanden. „Es lohnt sich also auch jetzt noch, sich zu bewerben“, so Klaus Hofmann.
Bewerberpool im Online-Format
Bei der Last-Minute-Ausbildungsbörse geht das ganz einfach. Die Handwerkskammer bietet mit ihrem Bewerberpool ein Online-Format, über das sich Ausbildungsplatzsuchende eintragen und ihre Bewerbungsunterlagen hochladen können. Im Anschluss vermittelt die Kammer direkt an Betriebe mit freien Lehrstellen. „Lohnenswert ist die Last-Minute-Börse aber auch für jene, die noch nicht genau wissen, wie es mit ihnen weitergehen soll“, sagt der Präsident. Man könne sich beraten lassen, sich ganz generell über Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk informieren und Tipps einholen.
Noch bis 1. Oktober vorbeischauen
Die Last-Minute-Ausbildungsbörse ist in dieser Woche noch bis 24. September und in der kommenden Woche vom 29. September bis 1. Oktober, jeweils von 14 bis 16 Uhr, im Stadthaus N1 geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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