Wie geht es voran mit der E-Mobilität? Der neue be a mover talk mit Prof. Helena Wisbert und Jörg Howe

 

  • Prof. Helena Wisbert ist Professorin für Automobilwirtschaft und seit August 2022 Direktorin des „Center Automotive Research – CAR“ in Duisburg
  • Neben ihrer Lehrtätigkeit sind ihre bisherigen Forschungsschwerpunkte u.a. Wettbewerbsstrategien im Hochlauf der Elektromobilität und Digitale Vertriebskonzepte in der Automobilwirtschaft
  • Im „be a mover talk“ spricht sie mit Jörg Howe über Zukunftstechnologien, nachhaltige Verkehrskonzepte und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie

Der be a mover talk mit Jörg Howe und Prof. Wisbert wurde auf YouTube veröffentlicht: https://youtu.be/uKeMpm7LUwQ

Leinfelden-Echterdingen. Was muss sich tun, um die EU-Klimaziele erreichen zu können? Wie wettbewerbsfähig ist die deutsche Automobilindustrie? Hat der emissionsfreie LKW eine Zukunft? Diese und weitere zentrale Fragen rund um das Thema CO2 neutrale Mobilität & Transport gehen Prof. Wisbert, Direktorin des CAR-Instituts und Jörg Howe von Daimler Truck im aktuellen be a mover talk auf den Grund und liefern realistische Antworten.

Es gilt, Tempo zu machen

„Schon 2008 wurde viel über Elektroautos gesprochen“, die Fragen von damals ähneln denen von heute, kommentiert Prof. Wisbert die aktuelle Entwicklung. Sie schrieb schon ihre Diplomarbeit über umweltorientierte Produktinnovationen in der europäischen Automobilindustrie. Seitdem ist sie mittendrin in den Transformationsprozessen und strategischen Entscheidungen, welche die Mobilität der Zukunft gestalten, ihre Expertise ist gefragt.

„Wir hatten letztes Jahr ein Boomjahr für Elektroautos“, stellt sie fest, „der erste Hype ist jetzt leider erstmal abgeebbt.“ Ursächlich seien beispielsweise die Absenkung der Umweltprämie, konjunkturelle Schwierigkeiten und natürlich auch der Kostenfaktor. Es müsse sich viel tun, damit die für 2030 angestrebten CO2-Ziele tatsächlich erreicht werden können.

Die Politik sollte Voraussetzungen schaffen, um Zukunftstechnologien realisierbar zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Autobauer zu erhalten. So seien etwa Marktanteile im weltgrößten Automobilmarkt China an neue Wettbewerber gegangen. Umweltfreundliche Technologien müssten auch in der EU attraktiver gefördert werden. Verkürzung von Genehmigungsprozessen und Bürokratieabbau seien wesentlich für den Erfolg. „Wir sehen es ja nicht nur bei Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, wir sehen es ja auch bei der Ladeinfrastruktur. Bis das Ganze aufgebaut und genehmigt ist, das dauert einfach zu lange.“

Voraussetzungen für den Wandel zu alternativen Antrieben

Einen Vorsprung in der Batterietechnologie habe der Wettbewerber, der die gesamte Wertschöpfungskette kontrolliert. Deswegen braucht es auch in der EU effiziente Förderprogramme, um die Batteriezellenfertigung aufzubauen und Kosten unter Kontrolle zu halten. Die Alternative zur Batterie für den Langstreckentransport ist natürlich der Wasserstoff. „Wasserstoff als Antriebsstoff hat nur dann eine Zukunft, wenn es genug grünen Wasserstoff gibt“, meint Jörg Howe. Leider sei dieser laut Prof. Wisbert in Deutschland derzeit nicht produzierbar. Kritisch für den Erfolg des Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebes ist eine funktionierende Infrastruktur, um Wasserstoff auch in Flächenländer jederzeit tanken zu können.

Teil der Problematik sind mitunter langwierige politische Entscheidungsprozesse. „Es ist aber auch die Aufgabe der Industrie zu sagen, was wird benötigt, um das Ganze auch hier wettbewerbsfähig anbieten zu können.“, meint Prof. Wisbert. Es bestehe Handlungsbedarf aller Akteure, um Zukunftstechnologien anzusiedeln oder im Land halten zu können und sich nicht überholen zu lassen.

LKW als Transportmodell der Zukunft

Laut aktueller Prognosen findet eine Verschiebung im Güterverkehr von der Schiene zum LKW-Transport statt. Diese Entwicklung werde sich auch die nächsten 10 Jahre fortsetzen. Ein Ausbau der Gleisinfrastruktur nimmt noch viel Zeit in Anspruch. „Bis dahin sind dann auch schon die Wasserstoff-LKWs auf der Straße“, stellt Prof. Wisbert fest. Die hohe Innovationskraft der deutschen Automobilindustrie gebe Anlass zum Optimismus. Es sind gute Konzepte auf dem Weg und eine positive Entwicklung in den nächsten Jahren ist realistisch.

Auch bei der Premiere des „Duisburg Automotive Logistics“ Kongresses am 11./12. September 2023 in Duisburg geht es um CO2-neutrale Nutzfahrzeuge. Keynote Speaker sind unter anderem Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer und Daimler Truck CEO Martin Daum.

Weitere Informationen von Daimler Truck sind im Internet verfügbar:
media.daimlertruck.com und daimlertruck.com 

Über die Daimler Truck AG

Die Daimler Truck Holding AG („Daimler Truck“) ist einer der größten Nutzfahrzeug-Hersteller weltweit, mit über 40 Haupt-Standorten und mehr als 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um den Globus. Die Gründer von Daimler Truck haben vor gut 125 Jahren mit ihren Lkw und Bussen die moderne Transport-Industrie ins Leben gerufen. Unverändert gilt das Streben des Unternehmens bis heute einem Zweck: Daimler Truck arbeitet für alle, die die Welt bewegen. Seine Kunden ermöglichen den Menschen Mobilität und bringen Waren zuverlässig, pünktlich und sicher an ihr Ziel. Daimler Truck stellt die Technologien, Produkte und Services bereit, die sie dafür brauchen. Das gilt auch für die Transformation zum CO2-neutralen Fahren. Das Unternehmen will den nachhaltigen Transport zum Erfolg führen, mit profundem Technologie-Wissen und klarem Blick auf die Bedürfnisse seiner Kunden. Die Geschäftsaktivitäten von Daimler Truck sind in fünf Berichtsegmente unterteilt: Trucks North America (TN) mit den Lkw-Marken Freightliner und Western Star sowie der Schulbus-Marke Thomas Built Buses. Trucks Asia (TA) mit den Nutzfahrzeug-Marken FUSO, BharatBenz und RIZON. Mercedes-Benz (MB) mit der gleichnamigen Lkw-Marke. Daimler Buses (DB) mit den Bussen der Marken Mercedes-Benz und Setra. Das neue Financial Services-Geschäft (DTFS) von Daimler Truck bildet das fünfte Segment. Die Produktpalette in den Lkw-Segmenten umfasst leichte, mittelschwere und schwere Lkw für den Fern-, Verteiler- und Baustellenverkehr, Spezialfahrzeuge, die hauptsächlich im kommunalen Bereich zum Einsatz kommen, sowie Industriemotoren. Die Produktpalette des Bus-Segments umfasst Stadtbusse, Schulbusse und Überlandbusse, Reisebusse sowie Busfahrgestelle. Neben dem Verkauf von neuen und gebrauchten Nutzfahrzeugen bietet das Unternehmen auch Aftersales-Services und Konnektivitätslösungen an.

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