Credendo sieht wirtschaftliche Erholung in Kenia

Nach Einschätzung des Kreditversicherers Credendo war Kenias Wirtschaft weniger von der Coronapandemie betroffen als andere Volkswirtschaften. Der BIP-Rückgang betrug nur 0,3 % im Jahr 2020. Für 2021 wird ein Wachstum von 5,6 % prognosiziert. Credendo, spezialisiert auf die Absicherung von Exporten in Länder außerhalb der OECD, sieht aber auch Risiken. Die globalen Lieferkettenprobleme könnten die wirtschaftliche Entwicklung schwächen. Trotz hoher Impfraten bleibt das Land anfällig für weitere Corona-Wellen. Die Herdenimmunität könnte Ende 2022 erreicht sein. Das Auftreten neuer Varianten könnte aber weitere Impfungen erforderlich machen, was die Herdenimmunität bis weit ins Jahr 2023 hinein verschieben könnte. Kritisch sieht der Kreditversicherer zudem, dass Kenia seine Geldpolitik bislang nicht gestrafft hat, obwohl die Inflation mit 6,5 % im Oktober 2021 über der Zielrate von 5 % lag. Eine Straffung könnte aber auch zu noch höheren Kreditzinsen führen und die Kreditvergabe der Banken an den privaten Sektor hemmen. Dies würde das Wirtschaftswachstum dämpfen.

Wie viele andere Länder erlebte auch Kenia in der Pandemie einen Rückgang der Importe. Allerdings blieb das Leistungsbilanzdefizit mit -4 % des BIP relativ hoch, da auch die Exporteinnahmen zurückgingen. Die Tourismuseinnahmen haben sich halbiert. Agrarexporte, die 15 % der Leistungsbilanzeinnahmen 2020 ausmachten, sind sehr wetteranfällig. 2021 dürfte sich das Leistungsbilanzdefizit wieder auf 5 % ausweiten. Wesentliche Gründe sind der Import von Investitionsgütern für Infrastrukturmaßnahmen, höhere Preise für Ölimporte und die langsame Erholung der Tourismuseinnahmen. 

Credendo sieht das Geschäftsumfeldrisiko eher erhöht (Kategorie E/G) aufgrund eines hohen Korruptionsindikators, hoher Kreditzinsen im privaten Sektor, Abwärtsdrucks auf den Wechselkurs und steigender Inflation. Künftig könnte eine Straffung der US-Geldpolitik den Druck auf die kenianische Währung verstärken. 

Das kurzfristige politische Risiko stuft Credendo in der ebenfalls erhöhten Kategorie 5/7 ein mit stabilem Ausblick. Die Liquiditätslage des Landes ist angespannt, die Auslandsverschuldung könnte im Vorfeld der Präsidentenwahl 2022 weiter ansteigen. In der Vergangenheit kam es im Vorfeld von Wahlen häufig zu gewaltsamen Protesten, was nun wieder zu befürchten ist. Positiv bewertet Credendo die Fortsetzung des IWF-Programms und Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung.

Nach einer Herabstufung im letzten Jahr befindet sich das langfristige politische Risikorating auf der schwächsten Stufe 7/7. Hier spielt die Auslandsverschuldung eine entscheidende Rolle. 

Dennoch bietet Credendo weiterhin Deckungen im Rahmen der Warenkreditversicherung für Exporte nach Kenia an.

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