Auftakt mit Workshops: Mehr Wachstum bei weniger Flächenverbrauch in der Region A³

Auf die Studie der empirica AG folgte der nächste Schritt: Im Herbst trafen sich über 35 kommunale Vertreter der Region A³ in der Neusäßer Stadthalle, um sich über das Thema Flächenpotenziale und Flächensparen im Wirtschaftsraum Augsburg auszutauschen und erste Ansätze für Umsetzungsprojekte zu entwickeln.

Augsburg ist eine der sich am dynamischsten entwickelnden Regionen Deutschlands. Um ein demografisches und wirtschaftliches Wachstum und dennoch einen sparsamen Umgang mit Flächen in Einklang zu bringen, erstellte die empirica AG im vergangenen Jahr im Auftrag der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und ihrer Gesellschafter Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg eine Studie zum Thema Flächensparen und Flächenpotenziale. Das positive Ergebnis kann sich sehen lassen: Der in der Region A³ prognostizierte Flächenbedarf liegt noch unter dem bereits geplanten Anteil der Fläche, dem Flächenpotenzial. Im Bereich Wohnen wird bis zum Jahr 2030 ein Anstieg von 5 Prozent prognostiziert. Bis 2040 werden mind. 2100 neue Wohnungen (61 Hektar) pro Jahr sowie eine Fläche von jährlich 35 Hektar für Gewerbe benötigt. Planerisch wird genug Fläche in den drei Landkreisen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig könnte der Flächenverbrauch pro Jahr gegenüber der Vergangenheit um mindestens 30 Prozent reduziert werden.

Mit der Ressource Boden eine nachhaltige Entwicklung fördern

Nach der Begrüßung von Richard Greiner, Stadt Neusäß, erläuterte Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, Anlass- und Zielsetzung der Veranstaltung. In der Flächenstudie sei es zunächst darum gegangen, einen Überblick über Flächenbedarfe und Flächenpotenziale in der Region zu bekommen. In den analytisch abgeleiteten Handlungsfeldern sollte die Studie mögliche Umsetzungsprojekte erarbeiten.

Aufsetzend auf diesen Ergebnissen und dem positiven Bescheid des Freistaats Bayern über die Förderung von flächenbezogenen Umsetzungsprojekte in der Region, wurden im Rahmen der Veranstaltung in fünf Workshop-Runden zusammen mit den Anwesenden Ansatzpunkte für Umsetzungsprojekte diskutiert. Die Kreisbaumeister der Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg, Andres Richter und Frank Schwindling, betonten die Bedeutung der Themen in den fünf Workshop-Runden mit Blick auf die zukünftige nachhaltige Entwicklung der Region.

Workshops zu verschiedenen Flächenthemen

In zwei Workshoprunden konnten sich die kommunalen Vertreter auf die verschiedenen Themen aufteilen. Ziel der Workshops war es, den Handlungsbedarf sowie Herausforderungen und Probleme im Umgang mit den jeweiligen Themen zu definieren sowie Ansatzpunkte für künftige Umsetzungsprojekte zu finden. Folgende Themen wurden diskutiert:

  • Chancen im Bereich der Gesundheitswirtschaft/Universitätsmedizin
  • Verdichtung in Gewerbegebieten
  • Interkommunale Kooperation
  • Innenentwicklung/Verdichtung im Innenraum
  • Herausforderungen der Flächenmobilisierung

So geht es weiter

Im nächsten Schritt werden aus den im Rahmen der Workshops erarbeiteten Ansätzen konkrete Umsetzungsprojekte formuliert: In den kommenden Monaten bietet die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH zu allen diskutierten Themen weitere Workshops an. Daraus werden dann bis Sommer kommenden Jahres konkrete Projekte abgeleitet, mit denen dann, ggf. mit einem Dienstleister, in die Umsetzungsphase gestartet wird. Den Anfang bildet das Thema Gesundheitswirtschaft.

Alle Teilnehmer der Veranstaltung und auch alle weiteren Kommunen und Akteure aus der Region A³ sind herzlich willkommen, bei künftigen Gesprächen, Veranstaltungen oder der Umsetzung von Projekten mitzuwirken.

Weitere, ausführliche Informationen zum Thema finden Sie unter https://www.region-a3.com/fact/flaechenstudie/  

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