BLSV hofft auf weitere Lockerungen

Beim Infektionsgeschehen in der Corona-Krise in Bayern war im August leider wieder ein Negativtrend zu verzeichnen, bedingt durch verstärkte Tests vor allem der Rückkehrer aus dem Sommerurlaub. Die Strategie einer vorsichtigen und schrittweisen Öffnung wird nach wie vor von der Bayerischen Staatsregierung verfolgt. Allerdings will man nach den Erfahrungen in anderen Bundesländern erst den Schulstart in der nächsten Woche abwarten, bevor es weitere Entscheidungen geben soll.

BLSV-Präsident Jörg Ammon: „Mitte September hoffen wir auf Lockerungen“

„Wir führen ständig Gespräche mit der Staatsregierung und haben quasi eine Standleitung ins bayerische Innenministerium, und das seit dem Ausbruch von Corona im März", erklärt Ammon. Er ist selbst an den Gesprächen mit Innen- und Sportminister Joachim Herrmann beteiligt. Vergangene Woche waren beide Herrmanns beteiligt, der Innenminister und der Leiter der Staatskanzlei, Dr. Florian Herrmann. Der Tenor der Verhandlung: "Keine Erleichterung derzeit. Wir können und wollen das Risiko nicht eingehen." Wichtig ist uns aber auch zu betonen, dass es im Verlauf der Pandemie in den bayerischen Sportvereinen zu keinerlei Infektion gekommen ist“.


In einer Videobotschaft an den BLSV hat Sportminister Joachim Herrmann weitere Lockerungen von Seiten der Staatsregierung für Mitte September in Aussicht gestellt.

Problemfeld kommunale Sportanlagen und Sporthallen

Gerade mit Blick auf die kommenden Herbst- und Wintermonate blickt man mit Sorge auf die aktuelle Situation der überwiegend kommunalen Sportanlagen. Diese sind derzeit noch nicht flächendeckend in ganz Bayern für den Vereins- aber auch den Schulsport geöffnet und zugänglich. Gerade aus den bayerischen Großstädten wird diese Problematik häufig widergespiegelt. Neben der Umsetzung der weiteren Lockerungen im Sport, „sehen wir daher auch die große Aufgabe, eine Öffnung der kommunalen Sportanlagen in der benötigten Form zu erreichen“, so Ammon weiter.

Schulstart und Sport

In der nächsten Woche startet wieder der reguläre Schulbetrieb nach den Sommerferien in Bayern. Hierzu hat das Kultusministerium Anfang dieser Woche genaue Pläne zum Einstieg vorgelegt und beschlossen. Danach ist Schulsport wieder möglich. Mit der aktuellen Regelung und der zunächst bestehenden Maskenpflicht ist allerdings ein Sportunterricht in den weiterführenden Schulen nur schwer umsetzbar. Grundsätzlich orientiert sich auch der Sportunterricht in den Schulen an den Hygiene-Vorgaben für den Vereinssport.

„Wir freuen uns“, so Ammon, „dass unser Bayerischer Schulsportminister Prof. Dr. Michael Piazolo den ersten Schritt geebnet hat. Bewegung muss für unsere Kinder in ausreichendem Maße möglich sein“.

Wirtschaftliche Herausforderungen und finanzielle Unterstützung

Der bayerische Sport und dessen Organisationen sind von der Corona-Pandemie wirtschaftlich stark betroffen, dies hatte bereits die BLSV-Basisabfrage bei den Vereinen und Verbänden im Frühjahr ergeben. Vereinsseitig wurde die Vereinspauschale um 20 Millionen Euro auf aktuell 40 Millionen Euro verdoppelt und bereits im Juli an die zuständigen Kreisverwaltungsreferate ausgezahlt. Für die bayerischen Sportfachverbände wurde frühzeitig ein dreiteiliges Unterstützungspaket geschnürt (bis hin zur Insolvenzsicherung von Sportfachverbänden). Ferner wird auch die Sportschule Oberhaching zur Sicherung der Existenz bei Eigenbeteiligung der Eigentümerverbände BFV und BLSV unterstützt. „Da aber abzusehen ist, dass sich die finanzielle Situation in den nächsten Wochen und Monaten nicht entspannen wird, sind wir auch darum bemüht, ein weiteres Hilfspaket für den organisierten Sport in Bayern gemeinsam mit der Staatsregierung zu schnüren“, kündigt der BLSV-Präsident weitere Schritte an.

Sein Fazit: „Nur gemeinsam können wir die Krise meistern, die wertvolle Arbeit im organisierten Sport ist auch in Zukunft für eine gesunde und aktive Gesellschaft in Bayern von sehr großer Bedeutung“.

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