Der Newcomer Award ein&zwanzig des Rat für Formgebung: ein Blick auf Materialexperimente

Die Diskussionen um innovative Materialien und ihre nachhaltige Verwendung beflügeln die Produktentwicklungen und sind längst auch beim mündigen Endkonsumenten angekommen. So haben gleich mehrere der Gewinner des diesjährigen, vom Rat für Formgebung international ausgerichteten Newcomer Awards ein&zwanzig den Schwerpunkt ihrer Einreichungen auf Materialexperimente gelegt. Sie setzen Naturmaterialien in einen unerwarteten neuen Entwurfskontext und nutzen deren Eigenschaften als Teil der Designaussage. 

Holz und Wasser


Die Arbeit „Holz und Wasser“ von Niklas Böll, Universität der Künste, Berlin, beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie sich der Werkstoff Holz verhält, wenn man ihm den Raum gibt, sich natürlich zu bewegen, und wie er in der Industrie und im Handwerk eingesetzt und verarbeitet wird. Dabei untersucht Böll die natürlichen Eigenschaften und Eigenheiten des Holzes, das auf seine Umgebung ganz unterschiedlich reagiert, indem es quillt, schwindet und sich verzieht. Die Objektreihe aus Vollholz zeigt, wie diese Reaktionen Form und Oberfläche der Objekte verändern. „Mich faszinieren Holz und sein Entstehungsort der Wald“, sagt Böll. „Holz ist einzigartig in seinen Eigenschaften und als ästhetischer Werkstoff.“ 

Keramik als Werkstoff für ein Regal Jie Luo aus China experimentiert mit Keramik im Möbeldesign. Seine Masterarbeit „A shelf made from ceramic“ besteht aus einer theoretischen Untersuchung, inwieweit Keramik noch heute in der Architektur und als dekorative Oberfläche eingesetzt wird. Als ein sehr sprödes und schweres Material wird es mehrheitlich für die Produktion kleiner Objekte eingesetzt – selten genug aber im Möbeldesign. „Die Formen sind nicht einfach zu kontrollieren“, beobachtet Jie Luo, „das sind Zwänge, die verhindern, dass Keramik als Material für Möbel gesehen wird.“ Für sein Regalsystem kombiniert er Keramik mit Holz und orientiert sich an Ziegelbausystemen. Entstanden ist ein modulares Stecksystem, das mit Wasserstrahl-Schneidtechnik gefertigt wird: Holz verbindet die Keramik-Teile, stabilisiert sie und dient als Puffer zwischen ihnen.  

Porzellan gerät in Bewegung und schafft Geschirr-Unikate Mit „tryk“ versucht Manuel Kugler eine Antwort auf die Frage zu finden, inwieweit Individualität in Serie produziert werden kann. Die aus Porzellan hergestellten Objekte zeichnen sich durch ihre einzigartigen Formen aus. Sie entstehen durch die Extrusion von Porzellan unter Druck aus einer selbstentwickelten Matrize. Manuelle Eingriffe und Variationen in der Feuchtigkeit des Materials setzen individuelle Verformungen in Bewegung. „Nur durch das manuelle Falten des Bodens oder durch das Quetschen des Porzellans vor dem Brennprozess wird jedes Produkt zum Unikat“, erklärt Kugler. Das Eigengewicht und die Instabilität der Porzellanmasse verleihen Kuglers Geschirrkollektion ihre dynamische unikathafte Designsprache.

Weitere Informationen, Videos und Hintergründe zu den Newcomern finden Sie unter: www.ein-und-zwanzig.de und auf dem Instagram Account ein_und_zwanzig

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