„Nummer gegen Kummer“ zur aktuellen Situation an den Beratungsangeboten

  • Erweiterte Beratungszeiten: Wir sind da und hören zu – mehr denn je!
  • Hohe Nachfrage in der Telefon- und Online-Beratung
  • Seit 40 Jahren im Einsatz

Die Einschränkungen und Veränderungen infolge der Corona-Pande-mie stellen viele Familien zunehmend vor große Herausforderungen. Die Schließung von Kitas, Schulen und öffentlichen Freizeitangeboten bedeuten für viele auch ein Verlust von strukturierten Tagesabläufen, Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten und der sozialen Kontakte – dabei haben gerade Heranwachsende entwicklungsbedingt ein großes Bedürfnis nach Orientierung, Struktur, Bewegung und persönlichem Austausch. Der Verlust bzw. die Einschränkungen gepaart mit einem meist beengten Aktionsradius können leicht zu familiären Konflikten führen. Unseren leicht erreichbaren, anonymen und kostenlosen Beratungsange-boten kommt in der aktuellen Situation eine sehr große Bedeutung zu. Gerade jetzt können sie dazu beitragen, durch Zuhören und Verständnis Überlastungen abzubauen und Isolation aufzulösen.

Bereits im März 2020 wurde ein deutlicher Anstieg an den Telefonen und in der Online-Bera-tung der "Nummer gegen Kummer" verzeichnet. So fanden beim Elterntelefon 22% mehr Be-ratungen statt als im Vormonat. Bei der Chat-Beratung für Kinder und Jugendliche lag der Anstieg an Anfragen bei 26%. „Viele Familien sind jetzt besonders gefordert und sollten jegli-che Unterstützung bekommen und annehmen.“, so Rainer Schütz, Geschäftsführer von Num-mer gegen Kummer e.V. „Wir haben gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Beratungszeiten deutlich erweitert, um den Familien in Deutschland – Eltern, Kindern und Jugendlichen – in der aktuellen Situation noch mehr Unterstützung und Entlastung zu bieten.“


Das Elterntelefon ist nun montags bis freitags durchgehend von 9-17 Uhr, dienstags und don-nerstags sogar bis 19 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 111 0 550 zu erreichen. Das Kinder- und Jugendtelefon berät unter der Telefonnummer 116 111 montags bis samstags von 14-20 Uhr und zusätzlich montags, mittwochs und donnerstags von 10-12 Uhr. In der Online-Beratung ist der Chat aktuell dienstags und freitags von 10-12 Uhr und mittwochs und donnerstags von 15-17 Uhr offen; die em@il-Beratung ist weiterhin rund um die Uhr erreichbar.

Die aktuellen Erhebungen der „Nummer gegen Kummer“ zeigen, dass die Erweiterung der Zeiten ein richtiger Schritt war.

Und: Die Corona-Krise beschäftigt Kinder, Jugendliche und auch Eltern zunehmend. So sprechen junge Ratsuchende vermehrt über Zukunftsängsten, Einsamkeit und Konflikten in der Familie und Eltern thematisieren die Betreuungssituation der Kinder, Konflikte in der Familie sowie Gefühle der Verunsicherung und Überforderung. Auch das Thema "Gewalt und Missbrauch" wurden im Jahr 2019 in mehr als 2.600 Gesprächen am Elterntelefon und rund 10.500 Gesprächen am Kinder- und Jugendtelefon angesprochen. Ein deutlicher Anstieg von Beratungen zur häuslichen Gewalt an den Angeboten der „Nummer gegen Kummer“ ist aber aktuell nicht zu verzeichnen.

„Aktuell sind über 3.000 qualifizierte ehrenamtliche Berater*innen für die "Nummer gegen Kummer" bundesweit in Schichtdiensten im Einsatz!“, betont Rainer Schütz stolz. „Damit verfügt die „Nummer gegen Kummer“ über das bundesweit größte ehrenamtlich getragene und verbandsübergreifende Beratungsnetz für Heranwachsende und Eltern in Deutschland.“ Deutschlands größtes telefonisches Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern feiert in diesem Jahr sein vierzigjähriges Bestehen.

Aktuell:
Elterntelefon unter 0800 – 111 0 550
Mo – Fr von 9 – 17 Uhr sowie Di + Do von 17 – 19 Uhr
Kinder- und Jugendtelefon unter 116111
Mo – Sa von 14 – 20 Uhr sowie Mo + Mi + Do von 10-12 Uhr
Onlineberatung für Kinder und Jugendliche unter www.nummergegenkummer.de
Chat: Di + Fr von 10 – 12 Uhr und Mi + Do von 15 – 17 Uhr
em@il-Beratung weiterhin rund um die Uhr erreichbar

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE50370205000007213801, BIC: BFSWDE33XXX
Nummer gegen Kummer e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, Spenden sind steuerlich absetzbar.
Amtsgericht Wuppertal, Registriernummer 3206
Weitere Informationen unter www.nummergegenkummer.de

Über den Nummer gegen Kummer e.V.

Nummer gegen Kummer e.V. ist der Dachverband für örtliche Vereine, die in Deutschland ein Kinder- und Jugendtelefon und Elterntelefon betreiben. Die derzeit 89 lokalen Träger der Beratungstelefone sind überwiegend örtliche Verbände des Deutschen Kinderschutzbundes sowie anderer Wohlfahrtsverbände. Dieses Netzwerk stellt das deutschlandweit größte kostenfreie, telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern dar. Speziell ausgebildete, ehrenamtlich engagierte Berater*innen unterstützen die Anrufenden im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsproblemen und in schwierigen Lebenssituationen. Zur Finanzierung des Netzwerkes bemühen sich Nummer gegen Kummer e.V. bundesweit und seine Trägervereine lokal um Spenden von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen.

Nummer gegen Kummer e.V. ist aus dem Deutschen Kinderschutzbund hervorgegangen und diesem als Mitglied in seiner Zielsetzung verbunden. Der Dachverband ist Mitglied bei Child Helpline International.

Nummer gegen Kummer e.V. wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unterstützt durch die Deutsche Telekom. Jeder Anruf an den Beratungstelefonen ist kostenlos, die Verbindungsgebühren trägt die Deutsche Telekom AG, Kooperationspartner von Nummer gegen Kummer e.V. seit 1991.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Nummer gegen Kummer e.V.
Hofkamp 108
42103 Wuppertal
Telefon: +49 (202) 259059-0
Telefax: +49 (202) 259059-19
http://www.nummergegenkummer.de

Ansprechpartner:
Anna Zacharias
Nummer gegen Kummer e.V.
Telefon: +49 (202) 259059-12
E-Mail: a.zacharias@nummergegenkummer.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel