Hamburgs Wohnungsmarkt: Miet- und Preiswachstum fallen, das Zyklusende ist nah

Aktuell überlagert die Corona-Krise alle anderen Themen. Temporär hat die Pandemie viele negative Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Doch mittelfristig könnte eine Flucht in Sicherheit und womöglich eine höhere Zuwanderung positive Impulse setzen. Da wir in Hamburg einen nachlassenden Miet- und Preisdruck erwarten und damit die Gefahr eines Boom-Bust-Zyklus abnimmt, könnte die Stadt künftig von einer höheren Zuwanderung wirtschaftlich stärker als in der Vergangenheit profitieren.

Hamburgs Wohnungspolitik weist eine ausgewogene Balance zwischen staatlichen und marktwirtschaftlichen Elementen auf. Der Hamburger Senat dürfte unserer Einschätzung nach sein Ziel, 10.000 Wohnungen pro Jahr fertigzustellen, mehrere Jahre hintereinander erreichen.


Als Folge dieser kräftigen Angebotsausweitung und eines verhaltenen Einwohnerwachstums dürfte die Preisdynamik abebben. Das Mietwachstum war bereits in den vergangenen Jahren sehr gemäßigt. Es dürfte weiter nachgeben. Tendenziell könnten die Mieten in den kommenden Jahren auch fallen. Der soziale Frieden dürfte in Hamburg somit erhalten bleiben mit positiven Auswirkungen auf die ohnehin hohe politische Stabilität. Hamburgs Wohnungspolitik könnte zum Vorbild für andere Städte werden und auch positive marktwirtschaftliche Akzente auf Bundesebene setzen.

In den letzten zehn Jahren schneidet der Hamburger Arbeitsmarkt relativ zu den anderen Metropolen sowohl in puncto Akademikerquote, Beschäftigtenwachstum als auch bei den Arbeitslosenraten unterdurchschnittlich ab. Gelingt es der Stadt tatsächlich, den Preis- und Mietzyklus zu beenden, gewinnt Hamburg als Unternehmensstandort an Attraktivität. Dies könnte sich insbesondere vor dem Hintergrund einer höheren Zuwanderung positiv auf den Arbeitsmarkt, aber auch die Wirtschaft insgesamt auswirken.

 

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