Diakonie begrüßt Vorschlag für Prämie – allerdings steuerfinanziert

Die Freude der Diakonie Württemberg über die Absichtserklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundessozialminister Hubertus Heil zur Prämienzahlung an Pflegekräfte ist getrübt. „Wir hatten uns über diesen Vorschlag der Politik gefreut und ihn stark unterstützt“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. „Doch die Träger diakonischer Einrichtungen arbeiten gemeinnützig, dürfen für diesen Zweck also keine Rücklagen bilden.“ Die für ein Drittel der Kosten vorgesehene „selbstverpflichtete Teilfinanzierung der Prämie“ müsse deshalb fallen.

„Wir unterstützen ausdrücklich, dass pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen für die Prämienzahlung nicht belastet werden“, sagt Kirchenrätin Eva-Maria Armbruster, Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk Württemberg. Eine steuerfinanzierte Lösung hält sie für angemessen. „Die Gesellschaft erkennt jetzt den Wert der Pflege. Das legt eine Finanzierung der Prämie über die Pflegekassen sowie die Haushalte des Bundes und der Bundesländer nahe.“ Im Übrigen sei eine Prämie zwar kurzfristig ein gutes Signal, jedoch nicht dafür geeignet, die Pflege dauerhaft wertzuschätzen und den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Ein Umbau der Pflegeversicherung müsse dringend angegangen werden.


Über den Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Die Diakonie Württemberg ist die soziale Arbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Freikirchen. Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein Dachverband für 1.400 Einrichtungen mit fast 50.000 hauptamtlichen und 35.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200.000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.

Bundesweit sind rund 525.000 hauptamtlich Mitarbeitende und etwa 700.000 freiwillig Engagierte in der Diakonie aktiv. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart
Telefon: +49 (711) 1656-0
Telefax: +49 (711) 1656-277
http://www.diakonie-wuerttemberg.de

Ansprechpartner:
Claudia Mann
Pressesprecherin
Telefon: +49 (711) 1656-334
Fax: +49 (711) 165649-334
E-Mail: mann.c@diakonie-wuerttemberg.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel