Die Jury hat getagt: Beste Bergmähwiese wird bekannt gegeben

31 Landwirte haben sich in diesem Jahr mit ihren Flächen zur Bergmähwiesen-Meisterschaft angemeldet –  das sind sieben mehr als im vergangenen Jahr und damit ein wirklich gutes Zeichen. Zum einen dafür, dass der Wettbewerb auch über den Vogelsbergkreis hinaus gut wahrgenommen wird. Zum anderen, weil mit der regen Beteiligung auch die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert wird, wie wichtig Bergmähwiesen sind – „sie sind sozusagen eine Apotheke für unsere Weidetiere“, hieß es bei der Jury-Begehung.

Bevor sich die siebenköpfige Jury bestehend aus Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes, des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, des RP Gießen und des Naturschutzgroßprojekts auf den Weg machte, hatte Wolfgang Wagner aus einem unabhängigen Planungsbüro die Wiesen vorab unter die Lupe genommen. Welche Fläche ist besonders blüten- und artenreich? Welchen Futterwert für Tiere bietet sie? Was leistet die Wiese im Naturhaushalt? Fragen über Fragen, die beantwortet werden mussten, um am Ende einen Sieger zu bestimmen.

Dabei steht jedoch eins fest: Jede einzelne der Bergmähwiesen sieht mit ihren buntblühenden Pflanzen und zahlreichen verschiedenen Kräutern nicht nur schön aus, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. Hier lässt sich eine einzigartige Vielfalt an Vögeln, Insekten und Pflanzen nieder: Goldhafer, Weicher Pippau, verschiedene Orchideenarten und Arnika sind nur einige wenige der Kräuter, die hier wachsen.

Aus genau diesem Grund haben der Vogelsbergkreis, genauer gesagt das Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum, gemeinsam mit dem RP Gießen und dem Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg bereits zum zweiten Mal zur Bergmähwiesen-Meisterschaft aufgerufen.

„Mit der Öffentlichkeit, die dadurch für die Bergmähwiesen entsteht, und dem zu gewinnenden Preisgeld soll die Arbeit der Landwirte gewürdigt werden, die diese meist jahrhundertealten Flächen pflegen und erhalten“, bekräftigt Anja Püchner, Leiterin Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum. So schafften die Landwirte einen oft schwierigen Spagat: „Auf der einen Seite steht mit einem geringeren Futterwert die wirtschaftliche Nutzung der Wiesen, auf der anderen zum Beispiel, die hohe Artenvielfalt und der Imkerwert“, so Püchner.

Für die Bergmähwiesen-Meisterschaft stellt die Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ bestehend aus der Schwälbchen Molkerei, Rewe und Hassia 7000 Euro zur Verfügung, und das Regierungspräsidium Gießen sorgt mit Biodiversitätsmitteln für die Finanzierung der „Nebenkosten“.

Am Sonntag, 16. Juni, werden beim Bergmähwiesenfest dann die Sieger mit den sieben besten Wiesen bekanntgegeben. Dieses findet übrigens – wie sollte es auch anders sein – auf einer Bergmähwiese in Schotten Breungeshain statt, von der aus man bei gutem Wetter bis auf die Frankfurter Skyline schauen kann. „Wir freuen uns sehr, dass das Fest hier stattfindet“, sagt Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab während der Jury-Begehung, „die Bergmähwiesen sind ein wichtiges Thema bei uns. Die Arbeit der Landwirte muss sich lohnen, denn sie tragen in vielen Bereichen zur regionalen Wertschöpfung bei.“

Das Fest findet statt am:

Sonntag, 16. Juni, in Schotten-Breungeshain im Gebiet „Am Gackerstein“ an der L 3338.

Beginn ist um 11 Uhr mit der Eröffnung durch Amtsleiterin Anja Püchner, Bürgermeisterin Susanne Schaab und Grußworten einiger Gäste.
Rund um die Siegerehrung, die der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak gemeinsam mit Vertretern der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ vornimmt, wird allerlei an Programm geboten: Eine Kräuterwanderung, Stände von einigen Direktvermarktern, Führungen zu verschiedenen Themen und sogar eine Vorführung eines Doppelmesser-Mähwerks, das mit dem europäischen Bienenpreis 2016 ausgezeichnet wurde.

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