Medizin trifft Musik: Benefizkonzert für eine Zukunft ohne Multiple Sklerose (MS)

Im Alltag behandeln Sie MS-Erkrankte, forschen, dozieren und analysieren: Am 1. November 2018 schlüpfen fast 70 Mediziner aus ganz Deutschland, die beruflich alle in der Neurologie oder Neurowissenschaft tätig sind, vom Arztkittel in eine festliche Garderobe und spielen als Deutsches NeuroOrchester im Konzerthaus Berlin ein Benefizkonzert zugunsten der MS-Forschung des DMSG-Bundesverbandes.

Vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt, vom Medizinstudenten bis zum Professor, vom niedergelassenen Neurologen bis zum Neurowissenschaftler oder Neuroradiologen reicht die Bandbreite in diesem ganz besonderen Ensemble semiprofessioneller bzw. Laienmusiker, das letztes Jahr von Dr. Muriel Stoppe, Ärztin an der Klinik für Neurologie der Universitätsklinik Leipzig, aus der Taufe gehoben worden ist. Zeitgleich zur Neurowoche in Berlin wollen die Mitglieder des Orchesters über ihre medizinische Expertise hinaus, mit ihrem musikalischen Können begeistern und Spenden sammeln für das gemeinsame Ziel von Forschern und Patienten: Die Forschung auf dem Gebiet der noch immer unheilbaren MS voranzutreiben. Zusätzliches Highlight: Auch einige MS-Erkrankte sind Teil des Ensembles – wie die Geigerin Britta, alleinerziehende Mutter von drei Kindern.

Auf dem Programm stehen die 7. Sinfonie in a-Dur, Opus 92 von Ludwig van Beethoven sowie das Doppelkonzert in a-Moll für zwei Violinen von Antonio Vivaldi.


Die musikalische Leitung übernimmt Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, ehemals Rektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie Gründer und Dirigent des World Doctors Orchestra (WDO). Als Künstlerischer Leiter hat er das WDO zu großem Erfolg geführt. Besondere Höhepunkte: World Health Summit in Berlin und Mahlers 2. Sinfonie (Auferstehungssinfonie) 2011 in Washington am 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September.

Als Solisten begeistern der Ehrenvorsitzende des Ärztlichen Beirates des DMSG-Bundesverbandes, Professor Dr. med. Klaus V. Toyka, ehemaliger Direktor der neurologischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg, und Dr. med. Muriel Stoppe. Während ihrer Schulzeit war sie Bundespreisträgerin des Musikwettbewerbes „Jugend musiziert“ und erhielt ein Stipendium des Killington Music Festivals. Während Ihres Medizinstudiums in Leipzig gründete Dr. Stoppe das Leipziger Universitätsorchester.

Fortschritte in der Forschung geben Hoffnung

Forschung über die Ursachen und die wirksame Bekämpfung von MS ist eines der wichtigsten Anliegen der DMSG, Bundesverband e.V. Denn noch immer ist MS eine unheilbare Krankheit. Aus diesem Grund unterstützt und fördert der DMSG-Bundesverband die Grundlagenforschung und aussichtsreiche Forschungsprojekte, um neue Behandlungsmethoden der MS möglichst frühzeitig aufzuspüren. Ziel ist, die MS immer besser behandeln zu können.

„Multiple Sklerose ist bis heute nicht heilbar, doch die Therapiemöglichkeiten haben sich in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert“, erklärt die Neurologin, Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), warum es so wichtig ist, die Forschung auf dem Gebiet der MS weiter voranzutreiben.

Gemeinsam stärker als MS

Alle Spenden kommen ohne Abzüge der unabhängigen MS-Forschung zugute. Zu verdanken ist dies der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die die Kosten für die Anmietung des Konzerthauses und die Bewerbung der Veranstaltung übernimmt.

„Wir unterstützen die wichtige Arbeit der DMSG seit vielen Jahrzehnten – das Konzert in Berlin ist ein besonderer Höhepunkt, über den wir uns sehr freuen“, so Dr. Eva Koch, Leiterin der Multiple-Sklerose-Projekte der Hertie-Stiftung. Sie ist einer der größten privaten Förderer der Hirnforschung in Deutschland und engagiert sich seit ihrer Gründung für die Bekämpfung von Multiple Sklerose durch Forschungsförderung, Unterstützung von Betroffenen und den Abbau von Vorurteilen mittels kommunikativer Maßnahmen. Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen.

Warum so viele Mediziner für diese gute Sache ihre Freizeit investieren, erklärt Professor Toyka so: „Alle Beteiligten sind mit dem Herzen dabei.“

„Die Musik ist ein Ausgleich zum stressigen Alltag als Mediziner, das gemeinsame Ziel schweißt zusammen“, bestätigt Andrea Jeske. Annett Munninger hat für diesen Anlass nach zwei Jahren wieder zum Kontrabass gegriffen: „Ich bin begeistert", betont die Stuttgarterin die Einmaligkeit dieses Projektes: „Dieses Konzert hebt sich deutlich ab im großen Veranstaltungsangebot in Berlin.“ Eintrittskarten sind erhältlich für 15 Euro plus Vorverkaufsgebühr über www.konzerthaus.de. Ticket-Hotline: 030 203092101

Über den Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 852 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, über 4.000 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 292 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG rund 44.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Weitere Informationen unter www.dmsg.de

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes ca. 240.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

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