„Vom Feld bis auf den Teller – wie funktioniert regionale Landwirtschaft heute?“ lautete das Themas der i.m.a-Schülerpressekonferenz auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (LWH) in Stuttgart. Bereits zum zweiten Mal war der gemeinnützige Bildungsverein mit seinem Dialog-Format zu Gast auf der größten Agrar-Leistungsschau in Süddeutschland. Mehr 120 Jungen und Mädchen hatten sich im Unterricht auf die Veranstaltung vorbereitet und eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Fragen formuliert.
Als Experten hatte der i.m.a e.V. Joachim Rukwied und Professorin Dr. Christine Wiek eingeladen. Der Präsident vom Deutschen Bauernverband und vom Landesbauernverband Baden-Württemberg und die Agrar-Wissenschaftlerin von der Universität Hohenheim beantworten die Fragen der Kinder und Jugendlichen.
Tierwohl, Pflanzenschutz & Veganismus
Besonderes Interesse galt der Tierhaltung von Rindern. Die Schulkinder wollten wissen, wie Kühe leben und wie lange sie leben, was die Tiere kosten und wie Landwirte mit erkrankten Tieren umgehen. Auch das Schlachten war kein Tabu; sogar das Schächten wurde thematisiert.
Selbst komplexe Themenbereiche, etwa zum Pflanzenschutz, wurden diskutiert. Joachim Rukwied, der als Landwirt auch aus der eigenen landwirtschaftlichen Praxis berichten konnte, erläuterte, warum Pflanzenschutz in die Ernährungssicherheit einzahlt und auch zur Biodiversität beiträgt.
Mehrfach wurden Ernährungsfragen gestellt. Dabei wurde deutlich, dass viele der Jungen und Mädchen Interesse an verschiedenen Ernährungsformen hatten, dem Veganismus gegenüber jedoch kritisch eingestellt sind. Professorin Dr. Wiek verdeutlichte, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung gerade auch für junge Menschen sei.
Insgesamt zeigten sich viele der Schüler und Schülerinnen sehr gut vorbereitet. Und obwohl die Mehrheit der Kinder im urbanen Umfeld zuhause ist, hatten doch viele von ihnen schon einmal einen Bauernhof besucht. – Das LWH geht noch bis zum 4. Oktober 2026.
Als gemeinnütziger Verein informieren wir über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.
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