Netzwerk für kommunalen Klimaschutz trifft sich in Münster

Wie kann Klimaschutz in den Gemeinden ganz praktisch gelingen? Antworten darauf gab es beim zweiten Treffen des Netzwerks für kommunalen Klimaschutz im Landkreis Donau-Ries. Rund 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Umweltreferenten, Mitarbeitende aus Bauämtern und Liegenschaftsverwaltungen sowie Klimaschutzmanager kamen dafür in Münster zusammen. Organisiert wurde das Treffen von der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit des Landkreises Donau-Ries.

Das Netzwerk wurde erst im Januar 2026 gegründet. Seitdem bringt es Menschen zusammen, die in ihren Kommunen Verantwortung für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung übernehmen. Die Idee dahinter ist einfach: Die Treffen sollen jedes Mal in einer anderen Kommune stattfinden. So können die Teilnehmenden direkt vor Ort sehen, welche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt wurden, und wertvolle Erfahrungen mit nach Hause nehmen.

In Münster stand die neue Hackschnitzelanlage am Gemeinde- und Vereinshaus im Mittelpunkt. Gastgeber, Bürgermeister Jürgen Raab stellte das Projekt gemeinsam mit Christian Schlicker, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rain, vor. Sie berichteten anschaulich vom Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Anlage und erklärten die Technik dahinter. Bei der Besichtigung wurde deutlich, wie viel Engagement und gute Planung in solchen Projekten stecken.

Auch die kommunale Wärmeplanung war ein wichtiges Thema. Denn viele Kommunen stehen kurz vor dem Abschluss der Planung und fragen sich: Wie geht es jetzt weiter? Stefan Rösch und Holger Biller teilten ihre Erfahrungen und gaben praktische Tipps für die nächsten Schritte. Der offene Austausch zeigte einmal mehr, wie hilfreich es ist, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.

„Viele gute Ideen entstehen dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau das macht dieses Netzwerk so wertvoll. Die Kommunen lernen voneinander, teilen ihre Erfahrungen und bringen gemeinsam den Klimaschutz im Landkreis voran“, sagt Landrat Michael Dinkelmeier.

„Besonders wertvoll ist, dass wir erfolgreiche Projekte direkt vor Ort erleben können. Das schafft neue Ideen und macht Mut, eigene Vorhaben anzugehen. Für das nächste Treffen gibt es bereits konkrete Überlegungen. Ich freue mich darauf, den Austausch weiterzuführen und gemeinsam den Klimaschutz in unseren Kommunen voranzubringen“, sagt die Energie- und Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, Lena Krebs.

Der Bereich Klimaschutzist Teil der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit des Landkreises Donau-Ries. Die Stabsstelle gestaltet gemeinsam mit ihren Partnern die nachhaltige Entwicklung des Landkreises und setzt Impulse für Wirtschaft, Lebensqualität, Klimaschutz und regionale Zusammenarbeit.

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