Der blinde Komponist „Moondog“, der in den 1950/60er Jahren in Wikingerkluft an Manhattans 6th Avenue seine Songs und Poeme vortrug, später in Oer-Erkenschwick lebte und 1999 in Münster starb, war schon zu Lebzeiten eine Legende. Stars jeder Couleur, von Julie Andrews und Janis Joplin bis zu Katja Labèque und dem Kronos Quartet, spiel(t)en seine Musik, die zu den Wurzeln der Minimal Music zählt. Moondog schrieb Hommagen an Charlie Parker und Lester Young, umgekehrt haben ihn längst auch Jazzer für sich entdeckt.
Die Konzertreihe „Jazz in Essen“ begann am 30. März 1984 mit einem Auftritt der heute legendären „Steps Ahead“ im Jugendzentrum Papestraße (JZE). 1992, nach längerem Intermezzo im Museum Folkwang, fand sie ihre feste Bleibe im Grillo-Theater. Die Liste der Musiker*innen, die seitdem gastierten, liest sich wie ein „Who Is Who“ des Jazz der letzten Jahrzehnte: Nils Wogram, Richard Galliano oder Erika Stucky traten im Grillo-Theater auf. Aber auch Wayne Shorter, Jack DeJohnette, Esbjörn Svensson, Ron Carter oder Joachim Kühn, heute Träger des Bundesverdienstkreuzes, waren zu Gast. Eingeladen wurden sie von Dr. Berthold Klostermann, dem künstlerischen Leiter der Reihe. „Jazz in Essen“ wurde in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Essen realisiert und zuletzt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert. Nach 42 Jahren muss die Reihe nun aus finanziellen Gründen eingestellt werden.
Karten (€ 22,00) im TUP-TicketCenter unter T 02 01 81 22-200,
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