In den vergangenen Jahren haben Sie Ihre persönliche Beteiligung an De.mem bis auf nun rund 12 Prozent erhöht. Was hat Ihnen das Vertrauen gegeben, mehr eigenes Kapital in das Unternehmen zu investieren?
De.mem befindet sich seit einigen Jahren auf einem ausgesprochen dynamischen Wachstumskurs. Das Unternehmen hat alle wesentlichen Meilensteine erreicht und auch bei den Finanzkennzahlen überzeugt. Insbesondere hat De.mem den Cashflow-Break-even erreicht und erwirtschaftet inzwischen kontinuierlich positive Cashflows.
In Zahlen ausgedrückt: Für die ersten sechs Monate des Kalenderjahres 2026 meldete De.mem Rekord-Zahlungseingänge von 20 Mio. AUD sowie einen positiven operativen Cashflow von 928.000 AUD. Das gibt mir als Investor großes Vertrauen. Da die Wasserbranche zahlreiche Wachstumschancen bietet, bin ich überzeugt, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.
Sie waren jahrzehntelang in Führungspositionen bei weltweit tätigen Gesundheits- und Technologieunternehmen tätig. Was unterscheidet De.mem Ihrer Ansicht nach von seinen Wettbewerbern in der Wasseraufbereitungs- und Filtrationsbranche?
De.mem ist ein dynamisch wachsendes Unternehmen, das sich vor allem durch zwei Aspekte vom Wettbewerb abhebt.
Der erste ist die eigene Technologie: Das Unternehmen entwickelt und produziert an seinem Standort in Singapur eine Reihe neuartiger Membrantechnologien. Dazu gehört auch die mit Graphenoxid weiterentwickelte Hohlfasermembran-Technologie.
Der zweite Aspekt ist das Geschäftsmodell. Anders als viele Wettbewerber ist De.mem nicht von einmaligen Projektaufträgen abhängig. Das Unternehmen hat sich über Jahre hinweg gezielt auf den Ausbau seiner wiederkehrenden Umsatzsegmente konzentriert, die inzwischen mehr als 90 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Dazu zählen langfristige, leasingähnliche Verträge zur Bereitstellung von Wasseraufbereitungsanlagen, Serviceverträge sowie der Verkauf von Spezialchemikalien, Membranen und Verbrauchsmaterialien.
Dieses Geschäftsmodell verleiht De.mem im Vergleich zu seinen Wettbewerbern ein hohes Maß an Stabilität. Das spiegelt sich auch in der sehr positiven finanziellen Entwicklung des Unternehmens wider.
Als Chairman haben Sie einen besonderen Einblick in die Entwicklung des Unternehmens. Welche operativen oder strategischen Erfolge der vergangenen zwei Jahre haben Ihr Vertrauen in das langfristige Potenzial von De.mem gestärkt?
Der entscheidende Meilenstein ist sicherlich das Erreichen des finanziellen Break-even. Seit ein bis zwei Jahren weist das Unternehmen positive operative Cashflows sowie ein positives EBITDA aus.
Das ist nicht nur für die Aktionäre und Investoren von großer Bedeutung. Es versetzt De.mem auch in die Lage, das Geschäft durch organische Wachstumsinitiativen noch schneller zu skalieren. Darüber hinaus eröffnet es die Möglichkeit, Fremdkapital für Akquisitionen aufzunehmen.
Investoren werten Aktienkäufe durch Führungskräfte häufig als starkes Vertrauenssignal. Welche Botschaft soll Ihre erhöhte Beteiligung an bestehende und potenzielle Aktionäre senden?
Sie unterstreicht, dass ich persönlich als Chairman und Mitglied des Aufsichtsrates großes Vertrauen in die Perspektiven und die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens habe.
Wo sehen Sie mit Blick auf die Zukunft die größten Chancen für eine Wertsteigerung bei De.mem – bei technologischen Innovationen, wiederkehrenden Serviceumsätzen, der internationalen Expansion oder in einem anderen Bereich?
De.mem verfügt über sehr viele Möglichkeiten, zusätzlichen Wert zu schaffen. Angesichts unserer begrenzten Ressourcen besteht die schwierigste Entscheidung häufig darin, festzulegen, welche Chancen wir nicht mit Priorität verfolgen. Unter den zahlreichen Möglichkeiten halten wir insbesondere die folgenden Bereiche für besonders interessant:
- Die weitere Steigerung unseres Marktanteils in den Kernmärkten. Dazu zählt beispielsweise der Goldbergbau, wo wir bereits über namhafte Kundenreferenzen verfügen und ein sehr umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot bereitstellen können.
- Die Nutzung neuer Marktchancen. Ein besonders gutes Beispiel ist der Bereich der Rechenzentren. Mit dem Aufstieg der Künstlichen Intelligenz entstehen weltweit neue Rechenzentren, von denen viele auf wasserbasierte Kühlsysteme setzen. Mit seinem Komplettangebot aus einer Hand ist De.mem hervorragend positioniert, um Rechenzentren bei ihren Anforderungen an die Wasseraufbereitung zu unterstützen.
- Die Einführung unserer Membrantechnologie in den Markt für die häusliche Wasseraufbereitung. Unser Produkt verfügt bereits über die amerikanische NSF-Zertifizierung, die für Anwendungen im Trinkwasserbereich erforderlich ist. Zudem haben wir erste Vertriebspartnerschaften in südostasiatischen Märkten, darunter Indonesien, aufgebaut.
- Die internationale Expansion mit einem Schwerpunkt auf Südostasien und Europa, wo wir bereits über unsere Standorte in Singapur und Deutschland vertreten sind.
Durch Ihre Tätigkeit bei Fresenius Medical Care verfügen Sie über umfassende Erfahrungen in den globalen Gesundheitsmärkten und im Bereich der Membrantechnologie. Wie hat diese Erfahrung Ihre Vision für De.mem geprägt?
Zum Hintergrund: Fresenius Medical Care produziert Hohlfasermembranen für die Nierendialyse. Auch De.mem stellt an seinem Standort in Singapur Hohlfasermembranen her und vermarktet diese, allerdings für andere Anwendungen und Märkte.
Durch meine Tätigkeit bei Fresenius Medical Care bin ich mit der Membrantechnologie natürlich sehr vertraut. Sie hat mir ein tiefes Verständnis für die Produkte, Märkte und Kundenbedürfnisse sowie insbesondere für die Chancen innovativer Technologien in diesem Segment vermittelt.
Welche wichtigen Meilensteine sollten Investoren in den kommenden drei bis fünf Jahren beobachten, um beurteilen zu können, ob De.mem seine langfristige Strategie erfolgreich umsetzt?
Am Anfang stehen die Finanzkennzahlen. Entscheidend für Investoren ist, dass De.mem seinen Weg in die schwarzen Zahlen fortsetzt und nachhaltig Gewinne sowie positive Cashflows erwirtschaftet. Aufgrund des hohen Anteils wiederkehrender Umsätze und der hohen Margen verfügt das Unternehmen über eine starke Basis, um seine finanziellen Ergebnisse weiter zu skalieren.
Zu den weiteren strategischen Chancen und Meilensteinen zählt beispielsweise der fortgesetzte Markteintritt und Ausbau unseres Geschäfts im Bereich der häuslichen Wasseraufbereitung. Unsere Hohlfasermembranen eignen sich hervorragend für diese Anwendungen, da sie eine hohe Filtrationsleistung bieten und einfach zu warten sind. Der Erfolg der Expansion wird sich unter anderem in neuen Partnerschaften in weiteren Ländern und Regionen zeigen.
Zu den längerfristigen Meilensteinen gehört insbesondere die weitere Internationalisierung des Unternehmens. Im Fokus steht dabei die Expansion in Länder, die geografisch an unsere bestehenden Standorte in Singapur beziehungsweise Südostasien und Deutschland beziehungsweise Europa angrenzen.
Wenn Sie De.mem heute ausschließlich aus der Perspektive eines unabhängigen Investors bewerten würden: Was wären für Sie die drei stärksten Argumente für ein Investment in das Unternehmen?
Der wichtigste Aspekt ist für mich zweifellos das Wachstumspotenzial der Wasserbranche. Die Bedeutung von sauberem Wasser nimmt stetig zu. Gleichzeitig wird es aufgrund von Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Wasserknappheit immer schwieriger, die Menschen zuverlässig mit sauberem Wasser zu versorgen.
De.mem ist hervorragend positioniert, um von diesen Chancen zu profitieren. Das zeigt auch die finanzielle Entwicklung des Unternehmens: De.mem ist über viele Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen und hat vor Kurzem den finanziellen Break-even erreicht.
Nicht zuletzt verfügt das Unternehmen über ein gutes und beständiges Managementteam, das die Wachstumspläne von De.mem bislang erfolgreich umgesetzt hat.
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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
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