Der südliche Rheinradweg – von Konstanz durch den Schwarzwald bis Mannheim
Der Rheinradweg oder Eurovelo 15 ist einer der beliebtesten Fernradwege Europas. Von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee fördert der Rhein seit über 2000 Jahren den kulturellen und wirtschaftlichen Dialog zwischen der Alpenregion und Nordeuropa. Zu den Highlights des südlichen Rheinradwegs von Konstanz bis Mannheim gehören mittelalterliche Städte wie Laufenburg und Bad Säckingen mit der längsten gedeckten Holzbrücke Europas, der Rheinfall bei Schaffhausen, die Weingebiete am Westrand des Schwarzwalds und die beeindruckenden Schlösser in Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim. Die 520 Kilometer lange Strecke führt an Naturschutzgebieten und Wasserkraftwerken entlang – natürlich gibt es auch Tourenangebote mit Gepäcktransport. Das kostenlose Tourbuch der Schwarzwald Tourismus GmbH ist der perfekte Begleiter für die Tour. www.rheinradweg-schwarzwald.info
Von der „Gourmet-Gemeinde“ Baiersbronn hinauf zur Hornisgrinde
Die 70 Kilometer lange und mit gut 1000 Höhenmetern gespickte „Baiersbronner Hornisgrinde Gravel-Rundtour“ führt um den Südteil des Nationalparks Schwarzwald und beeindruckt mit einem friedlich ruhenden Karsee, schroffen Felswänden und tollen Panoramablicken. Aus der mit insgesamt acht Michelin-Sternen ausgezeichneten „Gourmet-Gemeinde“ Baiersbronn folgt die Route zunächst der „Tour de Murg“ bis nach Schönmünzach, ehe es ins Langenbachtal geht. Vom niedrigsten Punkt der Strecke (458 m) beginnt der stetig steiler werdende Anstieg zur Hornisgrinde, dem höchsten Punkt des nördlichen Schwarzwalds (1164 m). Spektakulär ist der Ausblick nach Westen, wo das Gelände bis ins Rheintal auf nur acht Kilometern über 1000 Höhenmeter abfällt und somit ein sehenswertes Panorama auf die Rheinebene bis zu den Vogesen bietet. Direkt neben dem Hornisgrindeturm befindet sich die „Grinde-Hütte“: Weit, hell und luftig ist der Gastraum des beliebten Einkehrziels, dessen modernes Design mit heimischem Holz und Schindelfassade der Umgebung angepasst wurde. Ihr zu Füßen liegt der Mummelsee, das nächste Etappenziel. Für die nächsten 15 Kilometer bleibt die Tour auf etwa 1000 m Höhe, ehe es schließlich runter ins Murgtal über Obertal und Mitteltal zurück nach Baiersbronn geht. www.gravelbike-schwarzwald.info
„Etappe NULL“ verbindet Brigach und Breg mit dem Donauradweg
„Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“, so lautet ein bekannter Merkspruch zum Ursprung der Donau. Entlang dieser beiden Quellflüsse, in der landschaftlich und kulturell abwechslungsreichen Region ab Donaueschingen bis hoch in den Schwarzwald, gibt es eine 98 Kilometer lange Radrundtour. Sie führt vorbei an Wiesen und Wäldern des Schwarzwalds zu aussichtsreichen Höhen und verbindet die Donauquelle in Donaueschingen mit der Brigachquelle beim Hirzbauernhof in St. Georgen-Brigach und der Bregquelle am Kolmenhof in Furtwangen. Mit dem Namen „Etappe NULL Donauradweg“ knüpft sie an den bekannten, zwölf Etappen langen Radweg von Donaueschingen nach Passau an, und lädt Radsportbegeisterte dazu ein, mit dem Tourenrad oder per E-Bike die Quellregion der Donau zu erkunden, bevor es auf dem Donauradweg weiter Richtung Osten geht. Bis zum höchsten Punkt der Tour, beim Berggasthof Brend in Furtwangen auf 1.147 Metern, gilt es knapp 600 Höhenmeter zu bewältigen. Zahlreiche Gasthöfe und Vesperstuben auf der Strecke bieten die Möglichkeit zur Einkehr. www.schwarzwald-donau.de/etappe-null
Viel Genuss auf dem Südschwarzwald-Radweg
Nur ein paar sanfte Anstiege erwarten Radler auf dem Südschwarzwald-Radweg rund um den Naturpark Südschwarzwald. Meist geht es auf dem gut 260 Kilometer weiten Rundradweg bergab: Ab Hinterzarten rollen die Räder vorbei an den Bergen und Mooren des Hochschwarzwalds und des Eiszeitrelikts Titisee nach Lenzkirch. Von dort führt der „Bähnleradweg“ über eine ehemalige Schienentrasse nach Bonndorf oberhalb der Wutachschlucht und später durchs Wutachtal hinunter zum Hochrhein bei Waldshut. Am Südrand des Schwarzwaldes rollen die Räder auf dem Rheintalradweg durch Laufenburg und weiter Richtung Basel. Von dort geht die Tour auf dem Rheindamm nordwärts nach Neuenburg und durchs Markgräflerland über Freiburg entlang der Dreisam nach Kirchzarten. Für das steile Teilstück zwischen Kirchzarten und Hinterzarten nimmt man besser die Höllentalbahn. Sie meistert die gut 500 Höhenmeter zum Ausgangspunkt der Tour in rund 20 Minuten. Pauschalangebote mit sechs Übernachtungen und Gepäcktransport gibt es bei Original Landreisen ab 699 Euro pro Person. www.suedschwarzwald-radweg.de
Zu den schönsten Seen im Hochschwarzwald
Der Seenradweg Hochschwarzwald führt durch die faszinierende Kultur- und Naturlandschaft unter dem höchsten Berg im Schwarzwald und erschließt speziell für E-Bike-Fahrer eine fast 70 Kilometer lange Traumroute. Sie führt zwischen 850 und 1200 Metern Höhe als leichte Tour um Titisee, Schluchsee, Windgfällweiher und Feldsee – und erlaubt den Einstieg an gleich sieben Bahnhöfen. Beliebte Radwege, Forstwege und Nebenstraßen fügen sich zu einer Erlebnisrundtour mit relativ geringem Höhenunterschied. Entlang der Strecke verwöhnen Naturpark-Wirte mit regionalen Gerichten. In zwei Käsereien lässt sich der heimische Käse probieren. www.hochschwarzwald.de/seenradweg
Entspanntes Radeln mit der ganzen Familie
Der „Kinzigtal-Radweg“ ist ein gutes Beispiel für familienfreundliche und barrierefreie Genießertouren. Er beginnt bei Freudenstadt im östlichen Nordschwarzwald und endet nach 90 Kilometer sanftem Gefälle bei Offenburg. Die Strecke ist auch mit Kinderanhänger gut zu fahren und ermöglicht an zahlreichen Stationen den Umstieg in die Bahn. Unterwegs gibt es Erlebnis- und Bademöglichkeiten, Spielplätze und spannende Ausflugsziele wie Besucherbergwerke oder ein Flößermuseum. www.schwarzwald-kinzigtal.info
Auch die „Tour de Murg“ bietet stundenlangen Tourenspaß für Klein und Groß. Mit der Murgtalbahn geht es von Rastatt hinauf nach Freudenstadt. Von dort rollt dann das Rad gut 60 Kilometer weit über Rad- und Waldwege entlang der plätschernden Murg mit ihren Grillplätzen und Badestellen ins gut 500 Meter tiefer gelegene Rastatt. Die Strecke lässt sich an vielen Bahnstationen abkürzen. www.murgtal.org
Ein sanftes Gefälle zeichnet auch den „Nagoldtal-Radweg“ aus. Von der Nagoldquelle in Seewald-Urnagold führt die 93 Kilometer lange Tour immer entlang des Flüsschens Nagold über Altensteig, Nagold, Calw und Bad Liebenzell nach Pforzheim. Unterwegs passieren Radler die Nagoldtalsperre, die zum Plantschen oder Boot fahren einlädt. Tolle Spielplätze und Naturerlebnisse verführen immer wieder zu Entdeckerpausen. Die Tour durch den nördlichen Schwarzwald lässt sich ebenfalls an einigen Bahnstationen abkürzen. www.rad-schwarzwald.info
Der „Dreisamtal-Radweg“ bietet rund 30 Kilometer entspanntes Radvergnügen – ideal für Familien und Genussradler. Vom Campingplatz in Kirchzarten führt die Rundtour durch das Dreisamtal vor den Toren Freiburgs, vorbei an Wiesen und Höfen und bietet wunderbare Blicke auf die umliegenden Schwarzwaldhöhen. Am Wegesrand gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Spielplätze. Der Baldenwegerhof in Stegen-Wittental lädt mit regionalen Produkten zur Pause ein, Kinder können dort auch Tiere streicheln. Und zurück am Ausgangspunkt lockt das Dreisambad zur Abkühlung. www.dreisamtal.de
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