Den Routenvorschlägen von Navigationsgeräten sollte man auch mal widersprechen. Denn nicht immer sind die Vorschläge optimal und können bei Großveranstaltungen sogar dazu führen, dass die Besucher überwiegend die gleichen Routen befahren und so einen Stau noch verstärken, sagt der Mobilitätsforscher und Informatiker Prof. Johannes Schöning von der Universität St. Gallen im Gespräch mit auto motor und sport. „Wenn jeder den gleichen Routentipp erhält, führt das zu neuen Staus“, so Schöning. „Das Navigationssystem liefert eine optimierte Route, während der Mensch durch situatives Urteilsvermögen lokale Besonderheiten oder unerwartete Situationen einbeziehen kann.“ Deshalb sei es besser, mitzudenken und das Navi auch mal zu überstimmen. „Auf diese Weise werden Effekte wie Navi-Blindness, bei der man blind den Anweisungen folgt, und Attention Blindness, bei der man wichtige Informationen übersieht, deutlich reduziert.“
Zudem seien Navigationssysteme blind dafür, ob eine empfohlene Route eine Extrabelastung für Andere darstellt. „Das Navi hat die Allgemeinheit nicht im Kopf. Es berechnet die schnellstmögliche Verbindung von A nach B und nimmt keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer“, erklärt der Forscher. „Das Navi führt Sie dann auch mal durch eine 30er-Zone an der Schule vorbei, weil das die kürzeste Strecke ist. Andere Verkehrsteilnehmer oder die Umgebung spielen keine Rolle.“
Redakteur: Claudius Maintz
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