Oper in drei Akten von Elfrida Andrée
Libretto von Selma Lagerlöf nach dem Versepos von Esaias Tegnér
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz
Premiere: Samstag, 07. Februar 2026, 19:00 Uhr, Aalto-Theater
Als erste Premiere im neuen Jahr präsentiert das Aalto Musiktheater eine szenische Uraufführung: Elfrida Andrées (1841-1929) Oper „Die Fritjof-Saga“ kommt in Essen zum ersten Mal überhaupt in einer szenischen Fassung auf die Theaterbühne. Das auf einer altnordischen Sage basierende Libretto stammt von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“), die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur gewinnen konnte. Andrée und Lagerlöf hatten sich 1894 mit „Fritjof-Saga“ beim Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm beworben, zu einer Aufführung kam es jedoch nicht.
„Die Fritjof-Saga“ spielt in der Zeit der Wikinger: Ingeborg und Fritjof lieben einander, doch Ingeborgs Bruder, König Helge, ist gegen die Verbindung zwischen Prinzessin und Wikinger. Stattdessen verspricht Helge dem feindlichen König Ring Ingeborgs Hand. Guatemi, Helges Königin, verrät, dass Ingeborg noch immer den ins Exil geschickten Fritjof liebt. Dennoch nimmt Ring Ingeborg zur Frau. Als Fritjof Ingeborg bei seiner Rückkehr nicht antrifft, eskaliert die Situation zwischen Helge und Fritjof, große Zerstörung ist die Folge. Ingeborg kommt aus Sehnsucht in ihre inzwischen verwüstete Heimat und wird von Fritjof erwartet, der mit ihr fliehen will. Doch Ingeborg entscheidet sich gegen Fritjof und für Ring. Bei einem Fest des Königs kommt es zu einem Aufeinandertreffen von Ring, Ingeborg, Fritjof und Guatemi. Doch die potenziell gefährliche Situation endet nicht mit Gewalt, sondern mit weisen, hoffnungsvollen Entscheidungen.
Das künstlerische Team rund um die Regisseurin Anika Rutkofsky, Preisträgerin des prestigeträchtigen „Ring Award“, schärft mit seiner Inszenierung die ungewöhnliche, weibliche Erzählweise einer archaischen Wikingergeschichte, die mutige Frauenfiguren und erstaunlich moderne Perspektiven in sich trägt. Die Wiederentdeckung erklingt in Essen unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig in einer eigens für diese Produktion erstellten deutschsprachigen Fassung von Bettina Bartz. Die Komposition verrät die Handschrift einer erfahrenen Musikerin und Opernkennerin, die facettenreich alle Instrumente des Orchesters nach romantischer Tradition zur Geltung bringt. Mit Wagner und Grieg teilt sie die differenzierte Ausmalung von Natur und menschlichen Konflikten durch farbenreich-opulente Orchesterklänge, genauso enthält die Musik Lieder und Tänze, die wie bei Weber, Verdi oder Bizet feinfühlig individuellen und kollektiven Emotionen nachspüren.
Musikalische Leitung Wolfram-Maria Märtig | Inszenierung Anika Rutkofsky
Bühne Frank Philipp Schlößmann | Kostüme Bente Rolandsdotter | Choreinstudierung Bernhard Schneider
Dramaturgie Patricia Knebel
Ingeborg Ann-Kathrin Niemczyk | Fritjof Mirko Roschkowski | König Helge Friedemann Röhlig
Guatemi Deirdre Angenent | König Ring Andreas Hermann | Hilding Baurzhan Anderzhanov
Björn Petro Ostapenko | Eine alte Frau Nataliia Kukhar | Erste Frau Liliana de Sousa/Rosamond Thomas (Opernstudio NRW)
Zweite Frau Elena Sverdiolaitė | Dritte Frau Idil Kutay
Opernchor des Aalto-Theaters | Statisterie des Aalto-Theaters | Essener Philharmoniker
Premiere Samstag, 07. Februar 2026, 19:00 Uhr, Aalto-Theater
Weitere Vorstellungen 15.02., 08.03., 14.03., 18.03., 20.03., 09.04.2026
Einführung jeweils 45 Minuten der Vorstellung
Einführungsmatinee Sonntag, 25. Januar 2026, 11:00 Uhr, Aalto-Theater
It’s Teatime Freitag, 30. Januar 2026, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria
Öffentlicher Probenbesuch Dienstag, 03. Februar 2025, 18:00 Uhr
Karten (Premiere: € 17,00-80,00; weitere Vorstellungen: € 11,00-57,00) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des AaltoTheaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter 0201 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.
Unter der Schirmherrschaft der Botschafterin Schwedens in der Bundesrepublik Deutschland Frau Veronika Wand-Danielsson
Die Vorstellung am 14. März 2026 findet im Rahmen des Komponistinnenfestivals „her:voice“ statt.
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