6. Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum in Berlin: Deutsche Wirtschaft sieht Chancen für Neuinvestitionen

  • Konferenzeröffnung mit Zuschaltung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj und Reden von Premierminister Schmyhal, Bundeskanzler Scholz und Vize-Kanzler Habeck
  • 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren sich in Berlin über aktuelle Geschäftsmöglichkeiten
  • Ukrainische Wirtschaft wächst trotz des Krieges wieder
  • Nachfrage deutscher Unternehmen nach Investitionsgarantien steigt spürbar

Mit einer Online-Zuschaltung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie Reden von Bundeskanzler Olaf Scholz und des ukrainischen Premierministers Denys Schmyhal wird heute Vormittag (24. Oktober) im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin das 6. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum eröffnet. Die Konferenz, die traditionell von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dem Ost‑Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA), der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine) zusammen mit ukrainischen Partnern organisiert wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Integrate Ukraine“. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich über die wirtschaftliche Entwicklung in der Ukraine in Zeiten des Krieges und bestehende Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten informieren. In drei hochkarätigen Panel-Diskussionen stehen besonders die Themen Infrastruktur, Energie und Verteidigung im Mittelpunkt.

„Trotz der aktuellen kriegsbedingten Notlage ist es uns ein großes Anliegen, die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Unternehmen zu fördern. Nachhaltige Hilfe kann nur gelingen, wenn wir die ukrainischen Zulieferanten und Kundenunternehmen stärker in den europäischen und deutschen Wirtschaftskreislauf integrieren. Das Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum bietet die Möglichkeiten, sich über die Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit intensiv auszutauschen“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. „Mit dieser Konferenz setzen wir außerdem ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit den Unternehmerinnen und Unternehmern, die es trotz des russischen Angriffskriegs schaffen, die Wirtschaft am Laufen zu halten.“

„Ungeachtet des Krieges wurden bereits ein Dutzend Investitionsprojekte begonnen, deutsche Unternehmen bewerben sich aktuell mit 30 weiteren Projektvorhaben um Investitionsgarantien des Bundes. Der Wiederaufbau ist angelaufen und deutsche Unternehmen engagieren sich“, betont der Stellvertretende Ost-Ausschuss-Vorsitzende Christian Bruch. Vor allem in den westlichen und mittleren Landesteilen sei das Kriegsrisiko beherrschbar. Benötigt würden aber attraktivere, staatliche und private Finanzierungsangebote sowie Versicherungslösungen für Transporte durch die Ukraine.

In dieselbe Richtung argumentiert auch Reiner Perau, Geschäftsführer der AHK Ukraine: „Integrate Ukraine – das Motto der Konferenz – ist ein wichtiger Teil von Rebuild Ukraine. Je offener und zugewandter wir für die Ukraine sind, umso schneller kann sie sich vom russischen Angriffskrieg erholen und ein wertvoller Wirtschaftspartner sein. Wichtig ist dabei auch, dass Geschäftsleute wieder in die Ukraine reisen, um Geschäfte anzubahnen. Die Sicherheitslage lässt das in den meisten Gebieten zu.”

Nach einem starken Rückgang 2022 sagen Experten für das laufende Jahr ein Wachstum der ukrainischen Wirtschaft um rund drei Prozent voraus. In den ersten acht Monaten 2023 wuchs der deutsch-ukrainische Handel um rund 30 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Während die deutschen Importe dabei nochmals leicht um 5,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zurückgingen, wuchsen die deutschen Exporte um 52 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Das 6. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum gilt als wichtige Etappe auf dem Weg zur internationalen Wiederaufbaukonferenz „Recovery Ukraine“ im Juni 2024 in Berlin. Die deutsche Wirtschaft bietet ihre Unterstützung für die Vorbereitung der Konferenz an und will weiterhin auch international eine starke Rolle beim Wiederaufbau der Ukraine einnehmen.

DIHK:

Als Dachorganisation der 79 Industrie und Handelskammern in Deutschland setzt sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) auf Europa- und Bundesebene für die Interessen der deutschen Wirtschaft ein. Außerdem koordiniert sie das Netzwerk der rund 150 Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen der deutschen Wirtschaft in 93 Ländern. Dieses Netzwerk berät, betreut und vertritt weltweit deutsche Unternehmen, die ihr Auslandsgeschäft auf- oder ausbauen wollen und helfen so, aus einem nationalen Erfolg einen internationalen zu machen. www.dihk.de

Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft:

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (gegründet 1952) fördert die deutsche Wirtschaft in den 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, des Südkaukasus und Zentralasiens. Der deutsche Osthandel steht insgesamt für rund ein Fünftel des gesamten deutschen Außenhandels und ist damit bedeutender als der Handel mit den USA und China zusammen. Der Ost-Ausschuss hat rund 350 Mitgliedsunternehmen und -verbände und wird von sechs Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDI, BGA, Bankenverband, DIHK, GDV und ZDH – getragen.

www.ost-ausschuss.de   

AHK Ukraine:

Die AHK Ukraine gehört zum weltweiten Netzwerk der Deutschen Auslandskammern (AHKs) an 150 Standorte in 93 Ländern. Sie fördert seit 1993 bilaterale Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine. Mit ihren rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sie Partner deutscher Unternehmen und Dienstleister für ihre knapp 200 Mitgliedsunternehmen. Für das Thema Wiederaufbau der Ukraine stellt sich die AHK mit einem „Rebuild Ukraine Team“ neu auf. Ziel ist, die Möglichkeiten deutscher Unternehmen mit den Bedarfen der Ukraine zusammenzubringen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.
Breite Straße 29
10178 Berlin
Telefon: +49 (30) 206167-134
Telefax: +49 (30) 2028-2452
https://www.ost-ausschuss.de/

Ansprechpartner:
Julia Fellinge
Kommunikation Pressesprecherin
Telefon: +49 (30) 20308-1639
E-Mail: fellinger.julia@dihk.de
Andreas Metz
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Telefon: +49 (30) 2028-1441
E-Mail: A.Metz@bdi.eu
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel