Von Umsiedlung, Protest, Trennung und Neubeginn

Bis zum 18. Oktober 2023 zeigt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Landeshaus in Köln-Deutz die Wanderausstellung „Das Leben mit dem Loch“. Die Präsentation, die gestern eröffnet wurde, thematisiert den Alltag der Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier in Zeiten der Energiewende.

Seit 2018 haben Wissenschaftlerinnen des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte (LVR-ILR) die Menschen der letzten braunkohlebedingten Umsiedlungen begleitet. Und so nimmt die Ausstellung jene Menschen in den Blick, die in der Zeit der Energiewende die letzten unmittelbaren Auswirkungen der Braunkohleförderung im Tagebau Garzweiler II zu bewältigen hatten und haben, indem sie gezwungen waren umzusiedeln. In der Ausstellung kommen Menschen unterschiedlicher Biographien und in unterschiedlichen Phasen des Neuanfangs persönlich zu Wort. Dabei wird die Bedeutung des materiellen und immateriellen Erbes deutlich. Mit der Perspektive auf die Region und die dort lebenden Menschen, deren Biographien über Generationen vom Braunkohletagebau geprägt sind, haben die Macherinnen Zeugnisse von Umsiedlung, Verlust, Protest und Neubeginn zusammengetragen. Auch die Entscheidung zum Gehen oder Bleiben wird thematisiert. Weitere Aussagen geben Auskunft über das Vereinsleben und die dörfliche Gemeinschaft sowie die Protestbewegung gegen den Braunkohletagebau. Die dazu eingerichteten Medienstationen ermöglichen den Besucher*innen einen selbstgewählten Zugriff auf unterschiedlichste Aspekte der braunkohlebedingten Umsiedlung.

„Das Leben mit dem Loch“ ist als Wanderausstellung konzipiert und gastierte bereits in Erkelenz, Herzogenrath, Kerpen, Pulheim, Aachen und Alsdorf. Die Ausstellung kann bis zum 18. Oktober 2023 im Nordfoyer des Landeshauses des LVR, Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln, besucht werden. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Über Landschaftsverband Rheinland

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 22.000 Beschäftigten für die 9,8 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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