Mythos Moor

Das NABU-Naturschutzzentrum Federsee hat ein kostenloses Veranstaltungsangebot für Gruppen aufgelegt, die neugierig sind, zu erfahren, welche Rolle Moore beim Klimaschutz spielen. 

„Was meinen Sie: Sind wir schon im Moor?“ „Moor? Stelle ich mir anders vor!“ kommt die Antwort. Hannah Konrad und ihre Führungsgäste stehen auf der Aussichtskanzel „Sauden“ unmittelbar am Ortsrand von Bad Buchau und blicken auf… ja, auf was eigentlich? Sind die Flächen vor ihren Augen wirklich Moor? Tatsächlich haben die meisten Menschen bei Mooren andere Bilder vor dem inneren Auge: mystische Landschaften, dunkle Moortümpel, Moorleichen. „Viele Moore sind aufgrund der großflächigen Abtorfung, Entwässerung und zu intensiven Nutzung als solche heute nicht mehr leicht zu erkennen“, erklärt Konrad, die im Auftrag des NABU-Naturschutzzentrums Federsee zwei Stunden lang an verschiedenen Stationen das spannende Thema beleuchtet, welche Rolle Moore beim Klimaschutz spielen. Denn Moore sind eminent wichtig, wenn es um die Fixierung von Kohlendioxid geht – das zusammen mit Methan und Lachgas der wichtigste  Treiber der Klimaerwärmung ist.

Diese Wahrnehmungslücke zu schließen, den Zusammenhang zwischen eigenem Handeln und den Auswirkungen auf das Klima zu erkennen, die Sensibilisierung für den immensen Beitrag intakter Moore zum Klimaschutz – diese Mammutaufgabe hat sich NABU seit Jahrzehnten auf die Fahnen geschrieben. Zwei neue Bausteine sind nun am NABU-Zentrum Federsee verortet: die Führung „Mythos Moor – faszinierend, unheimlich und wertvoll“ sowie ein Vortrag „Moorschutz und Klimaschutz“. Entwickelt wurden beide Angebote im Rahmen des von der Stiftung Naturschutzfonds geförderten Projekts „Moorschutz am Federsee im Zeichen des Klimawandels“. Im Rahmen der Projektförderung können Gruppen sie in diesem Jahr kostenlos buchen.

„Das Besondere an diesem neuen Führungsformat ist: wir laden ein, aktiv mitzumachen.“ sagt Kerstin Wernicke, die für den NABU die Projektleitung innehat. „Spielerisch überprüfen unsere Gäste mitgebrachte Vorstellungen über Moore. Erkennen die wichtige Rolle feuchter Riedlandschaften. Und vielleicht auch etwas überrascht, dass Moore ganz anders aussehen können als gedacht“ verrät die Biologin. Und ja, etwas Aktivität sei schon gewünscht – die Gäste sollen mitmachen, gemeinschaftlich Aufgaben lösen, gemeinsam über Handlungspotenziale nachdenken. „Diese Führung setzt noch stärker als unsere anderen Angebote wichtige Prinzipien der UNESCO um. Die Bildung für Nachhaltige Entwicklung, BNE, ist darauf ausgerichtet, Menschen zu unterstützen, zukunftsfähig zu denken und zu handeln.“ schildert die NABU-Mitarbeiterin die konzeptionelle Intention. Dabei dürfe Bildung durchaus lebendig und unterhaltsam sein. „Wir machen beispielsweise ein Szenario auf: Wie würden unsere Führungen aussehen, wenn die Klimaerwärmung weiter voranschreitet? Haben wir dann Palmen am Federsee? Führungen in Badeschuhen und Badehose?“ schmunzelt die Naturschützerin.

i: Mit einer Fördersumme von rund 14.000 € unterstützte die Stiftung Naturschutzfonds das Zentrum bei der Entwicklung dieser Veranstaltungsformate, bei der Schulung von Guides zur Durchführung der Angebote sowie bei begleitender Öffentlichkeitsarbeit.

i: www.NABU-Federsee.de). Infos und Buchungen: Tel. 07582/1778-7 (Kerstin Wernicke)

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