„Geschichten zu erzählen, ist ein Reichtum.“

Gestern Abend fand der 47. Mediengipfel des media:net berlinbrandenburg e.V. statt. Der interdisziplinäre Netzwerkverein der Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft in der Hauptstadtregion feierte zugleich sein 20-jähriges Bestehen. Rund 200 geladene Gäste aus Unternehmen der Branchen sowie aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kamen im Spreespeicher Berlin zusammen.

Offiziell eröffnet wurde der Abend von Jeannine Koch, Vorstandsvorsitzende des media:net. Sie betonte, die Pandemie habe uns vor allem eines gelehrt: „Demut. Demut vor dem, was wir zuvor gar nicht mehr zu schätzen wussten, wie z.B. der Abend im Theater, im Kino und auf dem Konzert.“ Über die Lehren und Chancen dieser herausfordernden Zeit gelte es jetzt zu reden – insbesondere mit dem Fokus auf die Medienwelt und den Umgang mit Information und Desinformation.

Helge Jürgens, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg betonte: „Wir wissen nicht erst seit der Pandemie, wie wichtig es ist, sich Netzwerken anzuschließen.“ Das Teilen von Wissen sei der Schlüssel für die Aufgaben der Zukunft. „Wir vom Medienboard unterstützen das media:net schon viele Jahre verlässlich – und werden es mit großer Freude auch in Zukunft tun.“

Beim folgenden Panel-Talk ging es um die Frage, in welcher Gesellschaft wir künftig leben wollen und welche Rolle dabei die Medien einnehmen werden. Moderator Volker Wieprecht begrüßte auf der Bühne die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und Khesrau Behroz, den Autor & Host des Podcasts „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“ Online zugeschaltet war die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Eva Flecken.

Behroz stellte heraus „Es gab noch nie so guten und diversen Journalismus. Es gab aber auch noch nie so viele Windmühlen, gegen die Journalist*innen ankämpfen müssen.“ Tekkal sieht vor allem bei jungen Menschen ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn es um Politik und Journalismus geht. „Es gibt einen Krieg um Deutungshoheit, der digital geführt wird.“ Es sei wichtig, in Gegenrede zu gehen. Man dürfe sich nicht nur mit Menschen umgeben, die derselben Meinung sind wie man selbst. Flecken verdeutlichte, dass sie durch die Pandemie ein höheres Informationsbedürfnis seitens der Gesellschaft festgestellt habe.

Über den media:net berlinbrandenburg e.V.

Der media:net berlinbrandenburg e.V. ist ein Netzwerk-Verein der Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft. Das media:net gestaltet gemeinsam mit den Mitgliedern des Netzwerks, der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Miteinander auf Augenhöhe in der Metropolregion Berlin-Brandenburg und über die Landesgrenzen hinaus. Es stärkt die Standorte als Arbeitgeberregionen, ist Impulsgeber*in, Unterstützer*in, Macher*in und vernetzt Akteure interdisziplinär auf dem gemeinsamen Weg in die digitale Zukunft.

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