PEN fordert Abschiebestopp: Journalist droht in Kaschmir Lebensgefahr

Das deutsche PEN-Zentrum bittet die rheinland-pfälzische Landesregierung und das Bundesinnenministerium, den kaschmirischen Journalisten Muhammad Azhar Shah nicht auszuweisen. Shah hat sich nach Informationen des PEN-Zentrums für einen unabhängigen Staat Kaschmir eingesetzt und ist deshalb mit dem Tod bedroht worden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass seine Auslieferung nach Islamabad ihn in Gefahr für Leib und Leben bringt.

„Es darf nicht sein“, so der Vizepräsident des deutschen PEN-Zentrums, Leander Sukov, „dass Deutschland jemanden trotz absehbarer konkreter Gefahren nach Pakistan ausliefert.“ Die für den 18. Januar geplante Auslieferung muss sofort gestoppt werden.


Muhammad Azhar Shah befindet sich zurzeit in Auslieferungshaft in Ingelheim. Seinem Rechtsanwalt liegen Zeitungsartikel aus dem kaschmirischen Landesteil Pakistans vor, die die Grundlage der Todesdrohungen waren.

Eine Petition gegen die Ausweisung hat knapp 40.000 Unterstützerstimmen gewonnen. Sie wurde von Freunden des Journalisten initiiert https://www.change.org/p/reporter-darf-nicht-nach-kaschmir-in-den-tod-abgeschoben-werden.

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