Philipp Sandner: „Finanzmärkte ohne Blockchain sind nicht mehr vorstellbar“

„Ob Kryptowährungen, digitaler Euro oder elektronische Wertpapiere – die Finanzmärkte werden künftig stark von der Blockchain-Technologie geprägt sein“, sagte Professor Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center (FSBC) an der Frankfurt School of Finance & Management, beim jährlichen Empfang der Börse Stuttgart. Der Börsenempfang fand wegen der Corona-Pandemie erstmals rein digital statt: Mehr als 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft folgten der Einladung zu Live-Talks und einem virtuellen Get-together.

„Das Interesse institutioneller Marktteilnehmer an Krypto-Assets steigt und dürfte auch in Investitionsentscheidungen münden. Vor allem die Schweiz ist hier sehr weit. Die Europäische Kommission wird in Kürze eine EU-weit einheitliche Regulierung vorschlagen“, sagte Sandner in der Gesprächsrunde zur digitalen Zukunft der Finanzwelt. Bei der Politik in Brüssel und Berlin sieht Sandner das Thema Blockchain weit oben auf der Agenda – nicht nur wegen der Diskussion um einen digitalen Euro: „Der kürzlich vorgelegte Gesetzentwurf zur Einführung elektronischer Wertpapiere in Deutschland ist ein wichtiger nächster Schritt und wird der digitalen Transformation des Kapitalmarkts weiteren Schub verleihen.“

In der Diskussion mit Professor Sandner betonte Gastgeber und Börsenvorstand Dr. Michael Völter, wie wichtig auch bei digitalen Assets ein verlässlicher, transparenter und fairer Handel ist: „Deshalb fordern wir mit Blick auf die weitere Gesetzgebung, dass für alle Formen digitaler Wertpapiere ein börslicher Handel ermöglicht wird“, sagte Völter. Nur so ließe sich Anlegerschutz konsequent umsetzen: „Börsen sind mit ihrem Know-how dazu prädestiniert, geeignete Handelsbedingungen zu schaffen.“ Auch Alexander Höptner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH, mahnte in der Gesprächsrunde Nachbesserungen bei dem Gesetzentwurf an: „Die Kategorie der elektronischen Wertpapiere schreibt bei der Verwahrung bestehende Monopolstrukturen fort. Das ist ein Hemmnis für mehr Wettbewerb und den Einsatz innovativer Technologien, das vermieden werden sollte.“


Beim ersten digitalen Börsenempfang standen neben der Digitalisierung noch andere Themen im Fokus. Die Gäste konnten sich in Live-Talks mit Vertretern der Börse Stuttgart unter anderem auch zu Nachhaltigkeit im Finanzsektor und den Herausforderungen für die Zertifikatebranche in Zeiten von Corona austauschen.

Über die Boerse Stuttgart GmbH

Die Börse Stuttgart ist die Privatanlegerbörse und der führende Parketthandelsplatz in Deutschland. Private Anleger können in Stuttgart Aktien, verbriefte Derivate, Anleihen, ETFs, Fonds und Genussscheine handeln – mit höchster Ausführungsqualität und zu besten Preisen. Im börslichen Handel mit Unternehmensanleihen ist Stuttgart Marktführer in Deutschland, bei verbrieften Derivaten europäischer Marktführer. Im hybriden Marktmodell der Börse Stuttgart sind Handelsexperten in den elektronischen Handel eingebunden. Sie spenden bei Bedarf zusätzliche Liquidität und sorgen für eine zuverlässige und schnelle Orderausführung. Für Anlegerschutz und Transparenz greifen alle Regulierungs- und Kontrollmechanismen einer öffentlich-rechtlichen Börse. Mit einem Handelsvolumen von rund 69 Milliarden Euro in allen Anlageklassen im Jahr 2019 liegt die Börse Stuttgart an zehnter Stelle in Europa.

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