Weiße Flotte Mülheim zurück auf der Ruhr

Nachdem die Vorsaison sowie der Saisonstart der Weißen Flotte Mülheim an der Ruhr im April aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten, können die Linienfahrten endlich starten. Seit Samstag, 16. Mai, fährt die Weiße Flotte wieder regelmäßig vom Mülheimer Wasserbahnhof nach Essen-Kettwig und zurück. Zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen und um das Risiko einer erneuten Verbreitung des Coronavirus so gering wie möglich zu halten, werden die Touren zunächst unter besonderen Vorkehrungen und mit begrenzter Personenzahl durchgeführt.

Für die MS Friederich Freye heißt es seit Kurzem wieder „Leinen los!”. Das Schiff der Weißen Flotte darf endlich wieder seine gewohnte Strecke vom Mülheimer Wasserbahnhof über die Ruhr nach Essen-Kettwig und zurück antreten. Die Linienfahrten werden derzeit im 2-Stunden-Takt durchgeführt, wochentags ab 11 Uhr, sonntags und an Feiertagen ab 10 Uhr. Gruppen mit bis zu fünf Personen können sich im Vorfeld für eine Fahrt anmelden. Um die Einhaltung der Hygienevorschriften zu gewährleisten, wurden spezielle Vorkehrungen getroffen: Die Steiger Hahnenfähre und Am Damm werden nicht angefahren – der Zustieg ist aktuell an den Hauptanlegestellen am Mülheimer Wasserbahnhof und in Essen-Kettwig sowie am Steiger in Mintard möglich. An Bord wird nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen auf dem Außendeck angeboten. Die Plätze im unteren Salon stehen Gästen nur im Ausnahmefall zur Verfügung. Zudem ist das gastronomische Angebot auf eine Selbstbedienung am Kiosk (Bord-Bistro) beschränkt – Verzehr ist nur am Sitzplatz möglich. Die Einhaltung der Hygienevorschriften sei derzeit „der einzige Weg, überhaupt ein Angebot machen zu können”, erklärt Joachim Exner, Leiter der Betriebe der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Auch die Fahrgäste müssen sich aufgrund der aktuellen Lage an spezielle Regeln halten: Der Zugang zum Schiff ist nur mit einem Mund-Nasen-Schutz gestattet – auf dem Sitzplatz auf dem Außendeck darf dieser abgesetzt werden. Auf den Sitzplätzen im unteren Salon muss der Mund-Nasen-Schutz dauerhaft getragen werden. Die Hände müssen beim Zusteigen an den vorhandenen Spendern desin-fiziert werden. Während der Fahrt ist die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern einzuhalten – eine Ausnahme dieser Regelung besteht nur bei Familien oder Angehörigen derselben Wohngemeinschaft. „Diese Distanz zu halten ist uns wichtig“, sagt Joachim Exner: „da wir sowohl den Betrieb zum Laufen bringen als auch mithelfen wollen dafür zu sorgen, dass unsere Gäste und auch alle Beschäftigten gesund bleiben,” begründet der Leiter der Betriebe der Stadt Mülheim an der Ruhr. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Fahrgästen an Bord besteht derzeit keine Garantie einer Beförderung.


Im Hinblick auf die für Juni geplanten Tageskreuzfahrten kann in der aktuellen Situation noch keine Aussage getätigt werden, ob und inwieweit eine Durchführung möglich ist. Der Verkauf von Tickets für betroffene Fahrten wurde vorerst eingestellt. Weitere Informationen werden zeitnah bekannt gegeben.

Voranmeldungen für die „Linie“ sind im Schifffahrtsbüro der Weißen Flotte Mülheim an der Ruhr möglich. Das Schifffahrtsbüro ist unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet – aktuell montags bis freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr. Es wird um eine vorherige Terminvereinbarung gebeten. Außerdem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vor Ort einzuhalten.

Alle wichtigen Informationen zu den Fahrten der Weißen Flotte Mülheim gibt es auch auf weisse-flotte-muelheim.de.

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