Start zum Deep Tech Award 2019

Zum vierten Mal lobt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam mit dem Verband der Internet- und IT-Wirtschaft in Berlin und Brandenburg, SIBB e. V., im Rahmen der Landesinitiative Projekt Zukunft und der Kampagne für den IT-Standort Berlin „log in. berlin.“ den Deep Tech Award (DTA) aus.

Der Deep Tech Award wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Verleihung der „Deep Tech Stars“ durch Staatssekretär Christian Rickerts findet am 3. April 2019 in Berlin statt.

Bis zum 28. Februar 2019, 24 Uhr, können sich im Land Berlin niedergelassene Unternehmen mit anwendungsorientierten und erprobten Lösungen und Produkten auf Soft- und/oder Hardwarebasis um die Deep Tech Stars bewerben. Die Bewerbungen sollen sich durch einen hohen Innovationsgrad und großes Zukunftspotenzial auszeichnen. Der Wettbewerb richtet sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen in Berlin.


Staatssekretär Christian Rickerts, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin: „Ob im Energiesektor, der Gesundheitswirtschaft oder im Maschinenbau – Themen wie das Internet der Dinge, Additive Fertigung und Künstliche Intelligenz gewinnen für immer mehr Berliner Unternehmen an Bedeutung. Wir wollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die innovative Lösungen im Bereich Hardware und systemnaher Software anbieten, fördern. Mit der Verleihung des Deep Tech Awards machen wir das zukunftsfähige Potenzial unserer Stadt hier stärker sichtbar.“

Dirk Stocksmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender SIBB e.V. zum Wettbewerb: „Auch der 4. Deep Tech Award setzt wieder die Berliner IT-Unternehmen ins Rampenlicht, die innovative, technologieintensive Lösungen und Produkte entwickeln. Als Querschnittstechnologien leisten sie einen großen Beitrag für Digitalisierung, Wertschöpfung und Innovationsfreude der gesamten Hauptstadtregion. Ihnen eine Bühne sowie Anschub für eine erfolgreiche weitere Entwicklung zu geben, war seit dem Start 2015 die Motivation für den gemeinsamen Wettbewerb von Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und SIBB. Inzwischen konnten einige der Preisträger beeindruckende Erfolgsgeschichten schreiben, zu denen der Deep Tech Award einen Beitrag geleistet hat. Ich bin gespannt darauf, welche Stories mit der 4. Preisverleihung starten werden und wer als Deep Tech Star 2019 auf der Bühne stehen wird.“

Vorjahrespreisträger Lothar Feige von der pikkerton GmbH, der im Jahr 2015 einen Deep Tech Star für das für den Heimgebrauch entwickelte Sturzerkennungssystem SC-100, in Empfang nehmen konnte, ermutigt Unternehmen zu einer Bewerbung: "Für uns war der DTA 2015 in verschiedener Hinsicht ein wichtiger Meilenstein. Wir haben uns erstmals für einen solchen Award beworben. Das Bewerbungs- und Anmeldeverfahren war unkompliziert und durch die attraktive Preissumme äußerst motivierend. Darüber hinaus eröffnete uns die Teilnahme neue Horizonte im Hinblick auf weitere, auch internationale, Awards. Der DTA gab praktisch den Startschuss, unsere Entwicklungen selbstbewusst über weitere Wettbewerbseinreichungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Bis heute konnten wir fünf weitere Preise gewinnen". 

Wettbewerbseinreichungen können aus folgenden Bereichen kommen:

  • Devices, Device Management, Embedded Systems
  • Sensoren und Aktoren
  • Netzwerke (Low-Power/Short-Range, Low-Power/Wide-Area)
  • Prozessoren und Architekturen
  • Betriebssysteme
  • Plattformen
  • Analytische Tools, Algorithmen, Event Stream Processing und Analysemodelle
  • Standards und APIs
  • Sicherheitstechnologien für Devices, Betriebssysteme, Plattformen und Kommunikationswege
  • Künstliche Intelligenz (KI)-Lösungen und Technologien
  • Industrie 4.0-Lösungen und Technologien

In die Bewertung der Jury fließen der Innovationsgrad/ Innovationshöhe, Eigenständigkeit des Wettbewerbsbeitrags, Alleinstellungsmerkmale (USPs), Vorteile oder Mehrwert aus Nutzerperspektive, Marktpotenzial, das Datenschutz- und Datensicherheitskonzept sowie ggf. das Hardware- und Softwaredesign ein.

Das Bewerbungsformular finden Sie hier www.deeptechaward.berlin/bewerbung

Bewertet werden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge von einer hochkarätig besetzten unabhängigen Fachjury. Diese setzt sich zusammen aus (in alphabetischer Reihenfolge):

Veronika Brandt, Head of IoT Business Consulting, Bosch Software Innovations: Veronika Brandt verantwortet das IoT Business Consulting bei Bosch Software Innovations. Ihr Team unterstützt Bosch und externe Kunden bei der digitalen Transformation und der Entwicklung innovativer, vernetzter Lösungen. Brandt ist Co-Autorin des IoT Business Model Builders, eines Vorgehensmodells für die Entwicklung erfolgreicher IoT Geschäftsmodelle. Veronika Brandt hat ihren MBA-Abschluss an der Ludwig-Maximilians-Universität in München absolviert. Sie war bei Bearing Point und Siemens tätig, bevor sie 2010 in die Bosch Gruppe eintrat.

Seneit Debese, CEO und Gründerin, Greta & Starks: 2003 schloss Seneit Debese ihre Hochschulausbildung in Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin ab. Seit 2011 setzte Seneit Debese die Idee für die Entwicklung von zwei Apps für Hörgeschädigte und Sehbeeinträchtigte um, um barrierefreies Kino durch Audiodeskription oder Untertitel zu ermöglichen. Die Anwendungssoftware Greta & Starks wurde über zahlreiche Förderprogramme und Initiativen gefördert und findet in Unternehmen wie Universal oder Disney ihre Anwendung. 2018 wurde Greta & Starks für diese innovative Produktentwicklung mit dem Deep Tech Award ausgezeichnet.

Prof. Dr. Heike Hölzner, Professorin für Entrepreneurship und Mittelstand an der HTW Berlin: Prof. Dr. Heike Hölzner forscht und lehrt an der HTW Berlin im Themenfeld Entrepreneurship und Mittelstand. Ihre Schwerpunkte sind Entrepreneurial Transformation, Deep Tech Startups sowie Blockchain based Business Modell Innovation. Als wissenschaftliche Leiterin des Sirius Minds Instituts berät sie zudem High-Tech-Gründer in der Team- und Geschäftsmodellentwicklung sowie in Finanzierungsfragen.

Prof. Dr.-Ing. Dr. sc. techn. Klaus-Dieter Lang – Fraunhofer IZM: Prof. Klaus-Dieter Lang studierte Elektrotechnik an der Humboldt Universität zu Berlin. 1985 promovierte und 1989 habilitierte er sich zu Themen aus dem Fachgebiet Halbleitertechnik, Aufbau- und Verbindungstechnik und Qualitätssicherung. Seit 1993 ist Prof. Lang am Fraunhofer IZM tätig, zunächst als Gruppen und Abteilungsleiter. Seit 2010 ist er der Leiter des Fraunhofer IZM. 2011 erhielt er den Lehrstuhl „Nano Interconnect Technologies“ und übernahm die Leitung des Forschungsschwerpunktes Technologien der Mikroperipherik an der Technischen Universität Berlin. Prof. Lang ist Mitglied in verschiedenen Gremien und Ausschüssen von Wissenschaft und Forschung und Autor bzw. Mitautor von vier Büchern und mehr als 350 Publikationen.

Michael Pemp: Der Fachgebietsleiter für Informations- und Kommunikationstechnik im Fachbereich „Neue Technologien“ bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe für die IKT Branche, Telekommunikation und Postwesen gilt als ausgewiesener Experte der IT-Branche und IT-Anwendungen in der Berliner Senatsverwaltung. Pemp ist verantwortlich für Grundsatzangelegenheiten der IuK-Technik-Branche, einschließlich des Bereiches Telekommunikationsinfrastruktur und -dienstleistungen. Darüber hinaus ist Michael Pemp Ansprechpartner des Innovationsförderprogramms ProFIT. Michael Pemp ist studierter Wirtschaftsingenieur.

Thomas Schröter, Vorstandsvorsitzender SIBB e.V: Thomas Schröter studierte an der TU Berlin Informatik. Er war über 17 Jahre in der IT-Branche tätig und ist Gründer und Geschäftsführer von Software-Unternehmen mit mehr als 140 Mitarbeitern. Er gewann umfassende internationale Erfahrungen unter anderem durch die Gründung von Unternehmen in Großbritannien, Frankreich und Indien sowie bei der Übernahme eines Unternehmens in den USA. Im Mai 2005 wurde Thomas Schröter in den Vorstand des SIBB e.V. gewählt, seit 2014 ist er Vorstandsvorsitzender. Besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit beim SIBB e.V. ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen der Digitalen Wirtschaft. Hierzu zählen attraktive Förderangebote, eine aktive Investorenszene und der intensive Austausch mit potentiellen Anwenderunternehmen im Rahmen der Digitalisierung. Thomas Schröter initiierte das Forum Finance im SIBB e.V. und ist Vertreter der IT- und Internet-Industrie bei der Bürgschaftsbank zu Berlin Brandenburg (BBB).

Eva Zauke, Leiterin des Accelerators und COO LoB Digital Assets und IoT bei SAP: An der Universität Bonn studierte Eva Zauke Informatik und schloss an der Fernuniversität Hagen ihr Studium in Wirtschaftswissenschaften ab. Nach dem Studium begann sie ihre Karriere bei der Deutschen Bahn. 2005 wechselte sie zu SAP bei und leitete verschiedene Bereiche des Unternehmens, wie z. B. Produktmanagement, Entwicklung und Go-to-Market. Eva Zauke verantwortet den SAP IoT Startup Accelerator – ein Projekt vom SAP, das Teil eines Investment-Programms für Startups und Projekte, die sich mit dem Internet der Dinge beschäftigen, ist.

Über die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ist die Wirtschaftsverwaltung des Landes Berlin. Kernaufgaben sind die Wirtschaftsförderung und die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Die Senatsverwaltung ist zugleich zuständig für die Ressorts Energie und Betriebe.

Über den SIBB e.V.

Der SIBB e.V. ist Interessenverband der IT- und Internetwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Der Verband ist etablierter Partner der gesamten Branche in der Hauptstadtregion und Mitgestalter der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der SIBB e.V. vernetzt die Akteure der Branche und vertritt ihre Interessen in Politik und Gesellschaft. Der Verband sorgt dabei auch für einen aktiven Austausch weit über Branchengrenzen hinaus, wendet sich mit seinem Angebot an Anwender und Anbieter gleichermaßen. Zahlreiche Veranstaltungen des Verbands fördern deshalb den Austausch, Kooperationen und Wissenszuwachs. Zum regelmäßigen Angebot gehören Foren, Netzwerke, Stammtische und kompakte Seminare. SIBB-Kongresse und Messeauftritte bilden die Höhepunkte des Jahres. Zu den mehr als 200 Mitgliedsunternehmen gehören IT-Dienstleister und Software-Anbieter, Telekommunikationsunternehmen, Unternehmen der digitalen Wirtschaft sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Etablierte Institutionen und namhafte Unternehmen finden sich ebenso darunter wie Start-ups.

SIBB region ist das Netzwerk für die IT- und Internetwirtschaft in Brandenburg und Bestandteil des SIBB e.V. und hat seinen Sitz in Wildau. Das Netzwerk SIBB region wird vom Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

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