Axel-Bundsen-Preis – Nachwuchsförderung für Lübecker Bau-Studierende

Zum Ende eines Semesters veranstaltet der Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Lübeck regelmäßig die Ausstellung „Profile“ und markiert damit das offizielle Ende des Semesters. In der Ausstellung, die in diesem Jahr noch bis zum 20. Juli in der Zeit zwischen 09.00 und 18.00 täglich im Bauforum an der Stephensonstraße 1-3 in Lübeck besucht werden kann, präsentieren die Absolventinnen und Absolventen aller Studiengänge des Fachbereichs ihre Abschlussarbeiten und stehen Rede und Antwort zu ihren Ideen.

Die Präsidentin der FH Lübeck, Dr. Muriel Helbig und Prof. Dr. Matthias Grottker, Dekan des Fachbereichs Bauwesen, begrüßten die mehr als 350 Gäste im Bauforum an der Stephensonstraße. In diesem Jahr konnten 107 Baustudierende ihr Studium erfolgreich abschließen. Davon präsentierten sich 92 Absolventinnen und Absolventen mit ihren Arbeiten, in der Mehrzahl Masterarbeiten.

Bevor sich die vielen Gäste den Arbeiten widmen konnten, leitete die Prodekanin des Fachbereichs, Prof. Melanie Rüffer das Highlight des Abends ein, die Vergabe des Axel-Bundsen-Preises für den studentischen Ideenwettbewerb 2018.


Der Präsident der Architekten und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein aik-sh und Vorsitzender der Axel-Bundsen-Stiftung, Uwe Schüler, verkündete das Ergebnis des Preisgerichts. Schüler sprach in seiner Begrüßung über die gut funktionierende Partnerschaft von Fachhochschule Lübeck und der aik. Er informierte über den Stiftungszweck und betonte dabei das Alleinstellungsmerkmal der schleswig-holsteinischen aik, die unter einem Dach, sowohl die Interessen der Architektur als auch die des Bauingenieurwesens vertritt und die Aus- und Weiterbildung des Berufsnachwuchses von Architekt*innen und Ingenieur*innen gleichermaßen fördert. Neben der Durchführung von Ideenwettbewerben fördert die Axel-Bundsen-Stiftung Veranstaltungen für den Nachwuchs, Initiativen für den bewussten Umgang mit der gebauten Umwelt und vergibt Stipendien.

In diesem Jahr lautete die Aufgabenstellung für den studentischen Ideenwettbewerb „Sailing Tower – Kieler Hörn“ und wurde von Prof. Andreas Scheuring, FH Lübeck, formuliert. Der Wettbewerb war für alle Bachelor- und Masterstudierende offen und sollte möglichst in fachlich gemischten Kleingruppen aus der Architektur und dem Bauingenieurwesen bearbeitet werden. Eine wechselseitige Betreuung durch die Professoren Hoeft, Schall und Scheuring wurde angeboten. Das Modul, so Schüler, wurde von relativ vielen Studierenden wahrgenommen. Aber schlussendlich wurden nur sechs Arbeiten eingereicht, die auch alle zum Wettbewerbsverfahren zugelassen wurden.

Bereits Ende Januar 2018 tagte die Jury, die sich aus den FHL-Professor*innen Michael Hoeft, Achim Laleik, Guido Neubeck, Melanie Rüffer, Andreas Scheuring sowie den Architekten und aik-Vertretern Uwe Schüler, Präsident und Reinhold Wuttke, Vizepräsident und dem Dipl.-Ing. Kai Trebes, Beratender Ingenieur, zusammensetzte.

Den 1. Preis konnte das Mischteam mit der Architekturstudentin Judith Kahl und dem Bauingenieurstudent Marcel Schuldt für sich entscheiden. Obwohl die Jury einige Anmerkungen zum Traggerüst machte, wie wenig Eleganz, konstruktiv nicht optimal, und dadurch eine gewisse Diskrepanz sah zwischen der filigranen Tribüne und der Massivität der Tragkonstruktion, entschied sie sich dennoch für die Vergabe des ersten Preises. Sie begründete es damit, dass die Hauptansicht vom Wasser aus filigran erscheint und der Wasserbezug sehr gut gelungen sei. Ein Begehen durch die Konstruktion ist möglich; das Bauwerk ist gut positioniert und ragt weit sichtbar über das Wasser hinaus. Insgesamt hat die Arbeit mit der Idee eines aufgespannten Segels überzeugt. So wirkt die asymmetrisch entwickelte Tribüne leicht und elegant, ist geradlinig und bezieht sich darin auch auf das dahinterliegende Gebäude.

Bei dem zweiten Platz handelt es sich um eine Bachelor-Thesis der Architekturstudentin Shadi Espahani. Die Arbeit zeigt einen einfachen, klaren und großzügigen Gestaltungswillen.  Allerdings erscheint die Anzahl der Sitzplätze recht gering, so die Jury und führte zu der Beurteilung, „viel Bauwerk für wenig Plätze“. Eine Treppe könne hochgeklappt werden und gibt so den Weg zum Wasser frei. Obwohl ein Austrittspodest zu kurz und die Anzahl der Sitze zu gering berechnet sei, überzeugte die Arbeit mit der Einfachheit im Sinne von Klarheit. Allerdings gäbe es auch konstruktiven Schwächen.

Auch beim dritten Platz handelt es sich um eine Bachelor-Thesis des Architekturstudenten Bent Zessin. In seiner Arbeit ist der Tower vertikal orientiert. Eine Tribüne öffnet sich zum Wasser hin. Die Erschließung wirkt recht dunkel, die Tribüne eher klein. Die Wirkung sei, so die Jurymeinung, insgesamt eher kompakt-massiv, fast Bollwerk-artig, allerdings reduziere die Faltung das Volumen. Es gibt keinen Raum unter der Tribüne und die Fenster erscheinen banal. Die Jury begründete den dritten Platz mit den Worten: „Die Arbeit besticht ebenfalls durch ihre kompromisslose Klarheit der Form. Die vertikale Erschließung muss ohne Zwischenpodest auskommen, da dies wegen der Form nicht gemacht wurde.

Im Resumée betonte der aik-Präsident noch einmal die sehr engagierte und insgesamt gute Zusammenarbeit von Architektur- und Bauingenieurstudierenden, dies sei besonders hervorzuheben beim ersten Preis. Der zweite Preis, so Schüler weiter, weise auf einen hohen konstruktiven Anspruch hin und die Arbeit des dritten Preises zeige eine konstruktive Eindeutigkeit.

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