Auf den ersten Blick erscheint eine hochwertige Blumenerde aus dem Fachhandel häufig teurer als Erden aus dem Baumarkt oder vom Discounter. Langfristig zahlt sich diese Investition jedoch aus: Pflanzen entwickeln kräftigere Wurzeln und sind weniger anfällig für Stress, Krankheiten oder Ausfälle. Gleichzeitig muss später nachgedüngt werden bzw. seltener umgetopft oder die Erde ausgetauscht werden.
Hochwertige Blumenerde – die wichtigsten Qualitätsmerkmale auf einen Blick:
- Struktur: locker und krümelig
- Geruch: frisch, erdig, ohne faulige oder chemische Noten
- Farbe: dunkelbraun bis schwarz als Hinweis auf hohen Humusgehalt
- Wasserspeicherfähigkeit: nimmt Gieß- und Regenwasser schnell auf, schnelle Wiederbenetzung nach Trockenheit
- Nährstoffgehalt: ausgewogen, idealerweise mit einer Kombination aus sofort wirksamem Dünger und Langzeitdünger (Informationen dazu auf der Verpackung)
- Frei von Schädlingen & Unkrautsamen: keine unerwünschten Pflanzenreste
- Strukturstabilität: sackt nicht zusammen, bleibt dauerhaft luftig und vergießfest
Struktur als Qualitätsmerkmal
Ein zentrales Kriterium hochwertiger Blumenerde ist ihre Struktur. Sie sollte locker, krümelig und gut durchlüftet sein. Eine stabile Struktur sorgt dafür, dass die Erde mit der Zeit nicht zusammensackt, dauerhaft Luft an die Wurzeln gelangt und Staunässe vermieden wird. Minderwertige Erden ohne ausreichende Struktur verdichten sich hingegen schnell, was zu Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und eingeschränkter Nährstoffaufnahme führen kann.
Geruch und Farbe: Hinweise auf Qualität
Hochwertige Erde riecht frisch und angenehm erdig. Faulige oder chemische Gerüche sind ein klares Zeichen für mangelhafte Qualität oder fehlerhafte Lagerung. Auch die Farbe gibt Aufschluss: Dunkelbraune bis schwarze Erden weisen in der Regel auf einen hohen Humusgehalt hin, der für Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaltevermögen entscheidend ist.
Wasserspeicherfähigkeit und die Rolle von Naturton
Eine gute Blumenerde speichert Wasser, ohne Staunässe zu verursachen, und nimmt nach Trockenphasen schnell wieder Wasser auf. Eine wichtige Rolle spielt hierbei frischer Naturton als natürlicher Wasserspeicher und Nährstoffpuffer (z.B. in NATUR ERDE). Im Gegensatz zu Granulaten oder Mehlen ist frischer Ton gleichmäßig im Substrat verteilt. Dadurch kann er seine positiven Eigenschaften nicht nur punktuell entfalten und wird auch nicht so schnell durch Gieß- oder Regenwasser ausgewaschen.
Naturton ist zudem ein natürlicher Rohstoff und stellt eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Wasserspeichergelen dar, die unter UV-Licht an Wirksamkeit verlieren können. Besonders bei torfreduzierten und torffreien Erden übernimmt Ton eine Schlüsselrolle: Er fungiert als Bindeglied zwischen Alternativrohstoffen wie Holzfasern, Rindenhumus und Substratkompost, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit leichter Materialien, verbessert deren Nährstoffhaltevermögen und schützt so vor zu schnellem Austrocknen, Mangelerkrankungen und Nährstoffverarmung.
Ausgewogener Nährstoffgehalt
Hochwertige Blumenerden verfügen über eine solide Grundversorgung mit Nährstoffen. Bewährt hat sich eine Kombination aus sofort verfügbarem Nährsalz und Langzeitdünger, die die Pflanzen sowohl kurzfristig als auch über mehrere Wochen hinweg versorgt. Billigerden sind häufig unzureichend oder unsachgemäß gedüngt, was sich in schwachem Wachstum oder typischen Mangelerscheinungen äußert.
Frei von Schädlingen und Unkrautsamen
Qualitativ hochwertige Blumenerden sind weitgehend frei von Unkrautsamen, Krankheitserregern und pflanzenschädigenden Stoffen.
Nach dem Öffnen eines Erdensacks kann sich jedoch vereinzelt Schimmel zeigen. Ursache ist häufig eine längere Lagerdauer im Handel. Besonders bei torfreduzierten und torffreien Erden tritt dieses Phänomen etwas häufiger auf, da sie einen höheren Anteil an belebten, organischen Ausgangsstoffen enthalten. Der Schimmel ist in der Regel unbedenklich für Pflanzen und Mensch. Durch Auflockern der Erde verschwindet er meist schnell und beeinträchtigt die Qualität des Substrats nicht.
Anforderungen an eine gute Blumenerde
In einem Pflanzgefäß erfüllt Blumenerde mehrere grundlegende Funktionen: Sie stellt ausreichend Wurzelraum zur Verfügung, gibt der Pflanze Halt und versorgt sie mit Wasser sowie Nährstoffen im richtigen Verhältnis. Eine hohe Speicher- und Drainagekapazität stellt sicher, dass Pflanzen weder „ertrinken“ noch „verdursten“. Die Strukturstabilität wiederum stellt sicher, dass die Erde mit der Zeit nicht zusammensackt, also nicht verdichtet. Ebenso wichtig ist die sogenannte Vergießfestigkeit – die Erde darf beim Gießen nicht verschlämmen oder verhärten.
Im Fachhandel kaufen
Es empfiehlt sich, Blumenerde im Fachhandel, etwa in Gärtnereien oder Gartencentern, zu kaufen. Das Personal ist geschult und kann fachkundig beraten. Nichts falsch machen kann man mit Blumenerde von Herstellern, die auch Substrate für den Produktionsgartenbau und den Garten- und Landschaftsbau entwickeln. Deren Blumenerden basieren häufig auf professionellen Mischungen, die aus dem Erwerbsgartenbau übernommen und in Zusammenarbeit mit Forschungs- und Lehranstalten weiterentwickelt wurden, wie beispielsweise NATUR ERDE oder frux.
Praxistipps für nachhaltigen Erfolg
Auch bei hochwertiger Blumenerde ist eine regelmäßige Nachdüngung wichtig. Die Grunddüngung wird im Laufe der Zeit von den Pflanzen aufgebraucht. Hinweise zur richtigen Nachdüngung finden sich auf der Verpackung. Für Pflanzen mit besonderen Ansprüchen empfiehlt sich der Einsatz von Spezialerden. Ebenso entscheidend ist eine angepasste Wasserversorgung: Gegossen wird idealerweise erst dann, wenn die Erde im Pflanzgefäß bereits leicht abgetrocknet ist. Auch die sachgerechte Lagerung angebrochener Erdensäcke trägt zur Erhaltung der Qualität bei. Blumenerde lagert man am besten kühl, trocken, dunkel und vor direkter Sonne geschützt in der Originalverpackung, die fest verschlossen sein sollte, um Schädlinge fernzuhalten. Frost schadet der Erde weniger, extreme Hitze hingegen beschleunigt die Umwandlungsprozesse.
Fazit
Hochwertige Blumenerde zeichnet sich durch eine stabile, lockere Struktur, einen angenehmen Erdgeruch, dunkle Färbung, hohe Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit sowie Freiheit von Schadorganismen aus. Sie bildet die Grundlage für gesunde Wurzeln, kräftiges Wachstum und langanhaltende Blütenpracht.
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