Der Einsatz von alternativen Antriebssystemen im Schienenverkehr ist mit Risiken verbunden, die von einschlägigen Rail-Regelwerken noch nicht in ausreichender Weise berücksichtigt werden. Aus diesem Grund müssen Hersteller und Betreiber auf branchenfremde Standards ausweichen, um Risiken bewerten und Gefahren kontrollieren zu können. Allerdings findet häufig nur eine sicherheitstechnische Bewertung einzelner Komponenten und keine Bewertung des Gesamtsystems statt.
Der Assessment Guide von TÜV SÜD betont die Notwendigkeit einer umfassenden Sicherheitsanalyse – von der Gefährdungsidentifikation über die Ermittlung des Restrisikos bis zur Bewertung des Gesamtsystems. Er befasst sich mit der Integration von alternativen Antriebssystemen in Fahrzeuge, Infrastruktur sowie Betrieb und Wartung und verfolgt mit diesem ganzheitlichen Ansatz das Ziel, die Bewertung von Risiken und Sicherheitsmaßnahmen für alternative Antriebssysteme zu harmonisieren und transparenter zu machen.
Praxisnahe Orientierunghilfe für die sicherheitstechnische Bewertung
Angesprochen sind Fahrzeughersteller und Systemintegratoren, Komponenten- und Batteriehersteller, Zulassungs- und Bewertungsstellen sowie Betreiber und Behörden. Sie bekommen eine strukturierte und praxisnahe Orientierungshilfe für die sicherheitstechnische Bewertung von alternativen Antriebssystemen im europäischen Bahnkontext.
Der Assessment Guide liefert einen Überblick über den regulatorischen Rahmen, beschreibt das Vorgehen bei einer systematischen Sicherheitsanalyse, benennt risikobasierte Zulassungs- und Akzeptanzkritierien und betont dabei die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung des Gesamtsystems und die Notwendigkeit einer unabhängigen Sicherheitsbewertung.
Der Autor des „Assessment Guide for alternative propulsion systems in rail vehicles“ ist Tolga Wichmann, Lead Assessor Alternative Propulsion for Rolling Stock bei der TÜV SÜD Rail GmbH. Tolga Wichmann begleitet die Entwicklung von Schienenfahrzeugen seit fast 20 Jahren. Als Lead Assessor verantwortet er die sicherheitstechnische Beurteilung von Batterie- und Wasserstoffantrieben im Bahnumfeld. Er ist offiziell anerkannter Eisenbahnsachverständiger für den vorbeugenden Brandschutz, die Untersuchung von Brandereignissen sowie für Evakuierungs- und Notfallrettungskonzepte.
TÜV SÜD unterstützt und begleitet Hersteller, Instandhalter und Betreiber bei der sicherheitstechnischen Bewertung alternativer Antriebssysteme – von der frühen Entwicklungsphase bis zur finalen Zulassung sowie bei der Einführung in Betrieb und Instandhaltung. Die Expertinnen und Experten haben umfassende Erfahrungen mit den Gutachten und Bewertungen, die im Assessment Guide beschrieben werden.
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Rund 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de
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