Der frühere FDP-Vorsitzende und heutige Auto-Manager Christian Lindner hat die Politik aufgefordert, die Wirtschaft nicht immer weiter mit neuen Gesetzen und Verordnungen zu belasten. „Last uns in Ruhe“, fordert Lindner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG, im Gespräch mit auto motor und sport. „Lasst uns in Ruhe: Nicht immer neue Regeln, Gesetze, Verordnungen, Subventionen und Steuern. Wenn eine neue Regel nichts verbessert, sollte man sie nicht erlassen.“ Unternehmen bräuchten wieder „mehr Freiheit zum Machen“, so der frühere Finanzminister. „Ich habe in meiner politischen Zeit versucht, zusätzliche Belastungen zu bremsen. Aus Unternehmensperspektive erlebe ich noch unmittelbarer, welche Kosten Regulierung verursacht.“
Auch die Eingriffe und Behinderungen des Autoverkehrs sieht Lindner kritisch. „Die Menschen wollen Auto fahren und viele sind darauf angewiesen. Gerade außerhalb der Metropolen ist der öffentliche Verkehr häufig keine gleichwertige Alternative“, kritisiert Lindner. „Politik darf nicht aus der Lebenswirklichkeit einiger Großstadtquartiere ableiten, wie ganz Deutschland mobil sein soll. Das Auto bleibt für Millionen Menschen Voraussetzung für persönliche Freiheit, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.“
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