Die Ergebnisse der Studie
Die Studie zeigt: Wer sich für dieses Engagement entscheidet, tut dies vor allem aus ideellen Gründen. Perspektivwechsel (rund 96 % Zustimmung), Toleranz (über 92 %) und ein Beitrag zu einem friedlichen Miteinander (über 90 %) sind sowohl für aktive als auch für potenzielle Gastfamilien die zentralen Beweggründe. Familien mit Kindern im Haushalt haben sogar eine um 48 % höhere Wahrscheinlichkeit, Gastfamilie zu sein. Finanzielle Anreize oder soziales Ansehen spielen dagegen kaum eine Rolle. Die größte tatsächliche Hürde ist dagegen ganz praktischer Natur: fehlender Wohnraum. Haushalte mit einem freien Zimmer haben eine um 81 % höhere Wahrscheinlichkeit, Gastfamilie zu werden.
Die Studie liefert fundierte, datengestützte Informationen
Für Meike Zepp, Mitarbeiterin von Experiment und eine der Hauptverantwortlichen der Studie, zeigen die Ergebnisse der Studie, wie wertvoll Familien für Austauschprogramme sind: „Gastfamilien öffnen nicht nur ihre Haustür, sondern ermöglichen echte Begegnungen und Verständigung. Mit der Gastfamilien-Studie schaffen wir eine fundierte, datengestützte Grundlage, um dieses Engagement langfristig zu stärken. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für Wissenschaft und Praxis und tragen dazu bei, Gastfamilienprogramme als Motor für Bildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Frieden nachhaltig weiterzuentwickeln."
Noch 12 Jugendliche suchen eine Gastfamilie
Aktuell sucht Experiment dringend für 12 Austauschschüler und -schülerinnen aufgeschlossene Gastfamilien – auch in Bonn und Umgebung. Die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren reisen Anfang September nach Deutschland und starten zum neuen Schuljahr ihre Schüleraustausche. Besonders die US-amerikanischen Teilnehmenden des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP), einem Vollstipendium des Bundestags und US-Kongresses, brauchen so bald wie möglich ein Zuhause auf Zeit. Aber auch die anderen Jugendlichen aus Mexiko, Italien, der Slowakei oder Tschechien benötigen dringend Gastfamilien. Alle Austauschschüler und -schülerinnen werden 10 Monate lang in Deutschland sein. Ihre Profile kann man sich unter www.experiment-ev.de/aktuelle-gesuche anschauen und sich direkt bei Experiment als Gastfamilie bewerben.
Die ganze Studie ist jetzt online nachlesbar
Die vollständige Gastfamilien-Studie kann auf der Website der Austauschorganisation unter https://www.experiment-ev.de/gastfamilienstudie-2025 nachgelesen und heruntergeladen werden. Interessierte, die selbst gerne Gastfamilie werden möchten, finden unter https://www.experiment-ev.de/gastfamilie-werden/ weitere Informationen rund um das Thema. Fragen können auch direkt an die zuständige Programm-Managerin Katrin Pohl gerichtet werden (Tel.: 0228 95722-41, Mail: pohl@experiment-ev.de). Zudem wird regelmäßig in kostenlosen Online-Infoabenden über das Gastfamilie-Werden informiert. Anmeldungen sind unter www.experiment-ev.de/events möglich
Das Ziel von Deutschlands ältester gemeinnütziger Austauschorganisation, Experiment, ist seit über 90 Jahren der Austausch zwischen Menschen aller Kulturen, Religionen und Altersgruppen. Experiment ist das deutsche Mitglied der „Federation of The Experiment in International Living“ (FEIL). Jährlich reisen über 2.000 Teilnehmende mit Experiment ins Ausland und nach Deutschland. Kooperationspartner*innen sind u.a. die US-Botschaft, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutsche Bundestag. Mehr Informationen zum Verein gibt es auf: www.experiment-ev.de.
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