Hoch hinaus auf dem Mönchsweg

Im Frühling zeigt sich der Radfernweg Mönchsweg von seiner schönsten Seite: Auf rund 530 Kilometern verbindet er Bremen mit Puttgarden auf Fehmarn und führt durch weite, meist flache Landschaften. Ideal für alle, die entspannt radeln und unterwegs besondere Ausblicke genießen möchten — von historischen Kirchtürmen über stille Aussichtspunkte bis hin zu markanten Leuchttürmen mit Blick auf Deiche, Wiesen und norddeutsche Küste.

Schon in Bremen setzt der Mönchsweg erste Höhepunkte. Nach 265 Stufen auf den Südturm des St. Petri Doms eröffnet sich ein weiter Blick über die Innenstadt und auf den Marktplatz mit Rathaus und Roland, dem Bremer UNESCO-Welterbe. Wer anschließend Natur statt Stadtpanorama genießen möchte, findet in den Borgfelder Wümmewiesen einen schönen Kontrast: Vom Beobachtungsturm am Hollerdeich reicht der Blick über weite Feuchtwiesen, die im Frühling besonders farbintensiv sind und sich gut zur Vogelbeobachtung eignen.

In Niedersachsen verbinden sich entlang der Route Geschichte, Genuss und schöne Ausblicke. In Himmelpforten ist Wehbers Mühle mit ihrer historischen Windmühle und einer ehemaligen Klosterwassermühle ein lohnender Zwischenstopp. Rund um das Gebäude lässt sich das historische Ambiente genießen — ebenso wie der Blick über die Umgebung vom Mühlenturm. Auch die alte Hansestadt Stade bietet ein eindrucksvolles Turmerlebnis: Bei einer Führung auf den Turm der Kirche St. Cosmae et Damiani führen 187 Stufen durch historisches Fachwerk zu rund 350 Jahre alten Glocken. Oben reicht der Blick weit über die Altstadt, das Alte Land und bis zur Elbe.

In Schleswig-Holstein wird die Route noch einmal besonders abwechslungsreich. In Itzehoe, direkt an der Stör und am landschaftlichen Übergang zwischen Elbmarschen und Geest gelegen, lohnt sich der Aufstieg auf den Turm von St. Laurentii, welcher nach einer kurzen Anmeldung möglich ist. Der Turm erhielt Ende des 19. Jahrhunderts seine heutige markante Gestalt. Ein weiterer lohnender Zwischenstopp ist der Kalkberg in Bad Segeberg, dessen Aussichtsplattform schöne Blicke über die Stadt und das Umland eröffnet. Auf dem 167,4 Meter hohen Bungsberg, dem höchsten Berg Schleswig-Holsteins, eröffnet sich vom Fernmeldeturm ein weiter Rundumblick über die seenreiche und sanft hügelige Holsteinische Schweiz. Zum Abschluss setzt auf Fehmarn der Leuchtturm Flügge einen stimmungsvollen Schlusspunkt. Von April bis Ende Oktober ist der Aufstieg möglich. Nach 162 Stufen oder gut 37 Höhenmetern reicht der Blick weit über die Insel und die Ostsee.

So wird der Mönchsweg nicht nur im im Frühling zu einer entspannten Radroute voller besonderer Perspektiven. Zwischen Küste, Kirchen, Natur und Kultur zeigt sich der Norden dabei überraschend abwechslungsreich.

Etappen, Karten und weitere Ideen für Touren und Sehenswürdigkeiten gibt es unter www.moenchsweg.de.

Über Mönchsweg e.V. / c/o Büro Lebensraum Zukunft

Das Motto des Mönchsweges lautet: „Mit Leib und Seele…“, sein Thema ist die Christianisierung Norddeutschlands. Auf den Spuren der ersten Mönche im Mittelalter, die das Christentum nach Schleswig-Holstein brachten, verläuft der thematische Radfernweg auf 530 km von Bremen nach Wischhafen und Glückstadt an der Elbe bis Puttgarden auf Fehmarn.
Die zentrale Geschäftsstelle als Kommunikationsplattform des Vereins nimmt die Aufgaben des Innenmarketings sowie der Vermarktung des Weges wahr. Der Erfolg des Radfernweges auf dem radtouristischen Markt soll so nachhaltig gesichert und ausgebaut werden.
Der Mönchsweg wurde 2007 in Schleswig-Holstein eröffnet. 2014 folgte die Erweiterung durch Niedersachsen nach Bremen. Die Trägerschaft liegt in Schleswig-Holstein beim Verein Mönchsweg e.V., der eng mit der Trägergemeinschaft in Bremen/Niedersachsen zusammenarbeitet.

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