Dipl.-Psych. Rolf Brüggemann, Leiter des MuSeele, freut sich über die Möglichkeit, das seinerzeit mit einem Bambi als „künstlerisch wertvollster deutscher Film“ prämierte Werk wiederaufführen zu können: „‘Jonas‘ erzählt die Geschichte eines Einzelgängers in der modernen Großstadt zwischen Kriegstraumata und der empfundenen Kälte der jungen Bundesrepublik. Ein wichtiges Zeitzeugnis, dessen Betrachtung auch knapp 70 Jahre nach Erstveröffentlichung noch sehenswert ist – sowohl in gesellschafts- als auch in psychiatriehistorischer Hinsicht.“ Apropos Bambi-prämiert: Der Award wird bis heute von der Firma Straßacker in Süßen aus Bronze gegossen und mit echtem Gold versiegelt. So ist „Jonas“ gleich in doppeltem Maße von kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung für das Ländle.
Obwohl der experimentelle Essayfilm „Jonas“ heutzutage weitgehend in Vergessenheit geraten ist, sorgte er bei seiner Premiere im Jahr 1957 für einiges an Aufsehen: Der Film war ein Erfolg an den Kinokassen, gilt in formeller und inhaltlicher Hinsicht als Vorläufer des Neuen Deutschen Films und erhielt zur Zeit seiner Veröffentlichung ein positives Kritikerecho. So schrieb beispielsweise die Süddeutsche Zeitung in einer Rezension: „Der mutigste, einsamste und unwiederholbarste deutsche Film unserer Tage. Kein anderer deutscher Film seit Jahr und Tag verfügt über ähnliche Bildkunst.“ Ob dem auch heute noch so ist, können alle Interessierten am 04. März selbst beurteilen. Der 84-minütige Film wird im Rahmen der regulären Öffnungszeiten des MuSeele gezeigt – der Eintritt kostet 2 Euro.
Schon seit mehreren Jahren kooperiert das MuSeele – das Museum für Psychiatrie im Klinikum Christophsbad – mit der Sammlung Domnick: Dabei handelt es sich um eine für die Öffentlichkeit zugängliche Sammlung abstrakter Malerei und Plastiken in Nürtingen. Ein gut kuratierter Kunst-Fundus, den das Nervenärzte-Ehepaar Greta und Ottomar Domnick im Laufe des gemeinsamen Lebens anhäufte.
Alle Infos auf einen Blick:
„Jonas“ – ein experimenteller Essayfilm von Ottomar Domnick (BRD, 1957, 84 Minuten)
MuSeele / DANEBEN
Mittwoch, 04. März 2026, 17:00 Uhr
Eintritt: 2 Euro
Das 1852 gegründete Klinikum Christophsbad in Göppingen ist heute ein modernes Akutplankrankenhaus für Neu-rologie einschließlich regionaler Stroke Unit, Frührehabilitation und Schlaflabor, für Psychiatrie und Psychothera-pie, Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es besteht, zusammen mit der geriatrischen Rehabilitationsklinik in Göppingen und der orthopädischen Rehaklinik Bad Boll, aus sieben Kliniken mit ambulanten, teil- und vollstationären Bereichen.
Angegliedert an das Klinikum ist das Christophsheim, ein spezialisiertes Wohnheim für psychisch u./od. neurolo-gisch kranke Erwachsene. Die vier Standorte des Unternehmens befinden sich in Göppingen, Geislingen und Bad Boll sowie mit MentaCare, unserem Zentrum für Psychische Gesundheit, in Stuttgart. Die Christophsbad Klinik-gruppe ist mit rund 1.050 Betten/Plätzen Arbeitgeber für rund 2.000 Mitarbeitende. Mit dem im Jahr 2022 gegründe-ten Medizinischen Versorgungszentrum Christophsbad (MVZ) stärkt die Klinikgruppe die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung im Landkreis: Im MVZ befindet sich die Praxis für HNO-Heilkunde, die Traumaambu-lanz sowie die medizinischen Versorgungszentren für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. In der Chris-tophsbad Akademie für Psychotherapie (C-AP) am Standort Göppingen können Psychologen mit abgeschlosse-nem Masterstudium ihre Anerkennung als Fachpsychotherapeut im Gebiet Psychotherapie für Erwachsene, Verfah-ren Verhaltenstherapie, erwerben.
Seit 2021 ist das Klinikum Christophsbad Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm für die Fachbereiche Neurologie und Psychiatrie in Kooperation mit dem Alb Fils Klinikum.
Christophsbad GmbH & Co. Fachkrankenhaus KG
Faurndauer Str. 6 – 28
73035 Göppingen
Telefon: +49 (7161) 601-0
Telefax: +49 (7161) 601-511
http://www.christophsbad.de
Interne und Externe Kommunikation
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E-Mail: markus.ortwein-schu@christophsbad.de
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