- Konzentration auf noch mehr Güterverkehr.
- Anwachsen von Lärm und Verkehrsbehinderungen.
- Umsatzeinbrüche bei Tourismus und Winzern.
- Schließung und Abwanderung von Personal und Unternehmen.
- Minderung der Lebensqualität und Verfall der Infrastruktur.
- Weiterer Zerfall von Baudenkmälern mangels Nutzung.
- Mögliche Aberkennung der Zugehörigkeit zum UNESCO-Welterbe (Rote Liste).
Betroffen sind Anwohner, Winzer, Gastronomen, Firmenchefs und Hoteliers.
Aufgrund des veränderten Verbraucherverhaltens und der daraus resultierenden geringeren Weinnachfrage plus Nachwuchssorgen sind Winzer hart betroffen. Wenn durch Besucherschwund und Personalmangel zusätzlich die Umsätze der Gastronomie und Hotellerie in der Region wegbrechen, könnte das für manche Winzer das Aus bedeuten. Das Erfolgsbündnis Weinbau & Tourismus würde in jedem Fall einen entscheidenden Rückschlag erleiden. In heißen Sommernächten könnten Lärm, Feinstaub und Hitze darüber hinaus zu einer noch nie dagewesenen gesundheitlichen Belastung für die Menschen werden. Die Lage ist dramatisch. Daher gilt es jetzt, diese Entwicklung abzumildern bzw. ihr entgegenzuwirken.
Bereits im September 2025 hat Pro Rheintal in einem umfassenden Exposé an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder Kritik am bestehenden Lärmschutzsystem geübt. Die im Grundgesetz verankerte Schutzpflicht für Leben und Eigentum darf nicht länger den Transportinteressen untergeordnet werden. Die zulässigen Grenzwerte werden seit Jahrzehnten überschritten, wodurch gegen den im Grundgesetz verbürgten Schutz von Gesundheit und Eigentum verstoßen wird. Pro Rheintal fordert deshalb, dass Güterzüge in Wohnbereichen nicht schneller als 50 km/h fahren sollten, um die Lärmbelastung für Anwohner zu reduzieren. Die jetzt drohenden Zusatzbelastungen machen dies zwingend erforderlich. Außerdem würden sich die Transportzeiten nur unwesentlich verlängern. Anstatt in moderne Technik zu investieren, hätten Bahnmanager mit Zustimmung der Regierung Milliarden an Steuergeldern in einen möglichen Börsengang und spekulative Auslandsbeteiligungen gesteckt. Dies darf nicht länger zulasten der Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner gehen.
Die Kritik am bestehenden Lärmschutzsystem wird am 5. Februar 2026 auf einer Veranstaltung des Lions-Clubs Rheingoldstraße in der Stadthalle Boppard vorgestellt und der Presse übergeben. Teilnehmen wird auch der Mainzer Kardiologe Prof. Dr. Thomas Münzel, der die unmittelbare Wirkung von Lärm auf das Herz-Kreislauf-System noch einmal in den Fokus rückt.
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