Radio – erinnern und weitermachen

Eine gelungene Gedenktafel-Enthüllung und ein erlebnisreicher Museumstag in Berlin: Die vom Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum präsentierten Veranstaltungen zu 100 Jahren Rundfunk in Deutschland zogen am Sonntag, 29. Oktober, zahlreiche Technikbegeisterte aller Altersstufen an. Gefeiert und gewürdigt wurde damit die erste öffentlich in Deutschland zu empfangende Rundfunksendung am 29. Oktober 1923.

Am Vormittag hatte der DARC-Distrikt Berlin für Kinder eine spannende Fuchsjagd im Deutschen Technikmuseum organisiert – mittels Peilsendern musste ein Ziel auf dem Außengelände des Museums geortet werden. Für ein älteres Publikum zeichnete eine „Jubiläums-Funkstunde“ mit historischer Musik die Entwicklung der Radiokultur nach. Zu empfangen war die Sendung im Deutschen Technikmuseum mittels historische Radioempfänger, die so manches Glitzern in die Augen von Technikenthusiasten zauberten.

Um 14 Uhr enthüllten der DARC-Vorsitzende Christian Entsfellner und Joachim Breuninger, Direktor des Deutschen Technikmuseums, eine vom DARC gestiftete Gedenktafel am Kollhoff-Tower – also exakt an der Stelle, wo ebenso exakt vor 100 Jahren die Worte erklangen: „Achtung, Achtung! Hier ist die Sendestelle Berlin im Voxhaus – auf Welle 400 Meter.“ Christian Entsfellner betonte die Bedeutung, die die Etablierung des öffentlichen Radioempfangs für die Entwicklung des Amateurfunks hatte: Die Möglichkeit des Erwerbs oder Baus von Empfangsgeräten habe dem Wunsch, auch senden zu können, massiven Vorschub geleistet.

Museumsdirektor Joachim Breuninger knüpfte die inhaltliche Verbindung zu den Sammlungen des Deutschen Technikmuseums, die auch ein Modell des Voxhauses umfassen. Und er spannte den Bogen in die Zukunft: „Wir wollen zeigen, dass Radio nach wie vor Relevanz hat. Immerhin hören noch gut die Hälfte der erwachsenen Deutschen täglich lineares Radio.“ Auch zeuge die Übernahme von Radioformaten in das Internet von der Zukunftsträchtigkeit des Mediums.

Nach dem Festakt fand das Jubiläumsprogramm seine Fortsetzung im Deutschen Technikmuseum. Christian Entsfellner referierte über die Geschichte des Rundfunks in Deutschland, und auch die „Jubiläums-Funkstunde“ war zu empfangen. Um 20 Uhr dann wurde strahlte der DARC vom Kollhoff-Tower die Jubiläums-Radiosendung „Wie vor 100 Jahren“ aus, die wie vor 100 Jahren im Großraum Berlin auf Mittelwelle zu empfangen war.

Über den Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.

Als größter Verband von Funkamateuren in Deutschland hat der DARC e.V. rund 33.000 Mitglieder. Damit ist über die Hälfte der deutschen Funkamateure im Verein organisiert, vertritt die Interessen der Funkamateure bundesweit und engagiert sich bei der Förderung des Amateurfunks auf allen Ebenen – auch international als Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU). Informationen zum DARC finden Sie im Internet unter www.darc.de.

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