„Der Dialog muss weitergeführt werden“

Die Vorsitzenden des Forums „Leben in gelingenden Beziehungen“ des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland, Birgit Mock (Zentralkomitee der deutschen Katholiken, ZdK) und Bischof Dr. Helmut Dieser (Deutsche Bischofskonferenz), haben heute (27. März 2021) in Bonn mehr als 2.600 Unterschriften der Initiative #mehrSegen entgegengenommen. Die Unterschriften von Seelsorgerinnen und Seelsorgern wurden von einem der Initiatoren, Pfarrer Burkhard Hose (Hochschulgemeinde Würzburg), übergeben. Die Initiative #mehrSegen, die Pfarrer Hose gemeinsam mit Pfarrer Bernd Mönkebüscher (Erzbistum Paderborn) gegründet hat, wirft einen kritischen Blick auf die am 15. März 2021 von der Kongregation für die Glaubenslehre veröffentlichte Note zum bleibenden Verbot der Segnung von Verbindungen gleichen Geschlechts. „Als Initiatoren bringen wir die Aktion bewusst in den Prozess des Synodalen Weges ein“, sagte Burkhard Hose bei der Übergabe in Bonn.

Bei der Unterschriftenübergabe erklärte Birgit Mock: „Es wird auch weiterhin notwendig sein, die Debatte um die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu führen. Stoppschilder helfen hier nicht weiter. Wir müssen die theologische Auseinandersetzung redlich führen. Hierfür liefert uns auch der verstorbene Theologe Eberhard Schockenhoff in seinem letzten Werk umfassende Ausarbeitungen. Uns ist es ein Anliegen, in der Lehre der Kirche Sexualität als positive Kraft zu verankern. Paare in Liebesbeziehungen, die in Treue und wechselseitiger Wertschätzung leben, zu einer Negierung ihrer Sexualität als Paar zu zwingen, entspricht nicht unserem Menschen- und Gottesbild. Diese offizielle kirchliche Neubewertung von Sexualität ist uns als ZdK auch deswegen wichtig, damit Seelsorgende in Zukunft nicht nur nach ihrem Gewissen entscheiden müssen, wenn sie gleichgeschlechtliche Paare segnen. Als ZdK setzen wir uns dafür ein, dass ein solches Segensritual für alle deutschen Bistümer entworfen wird.“

Bischof Dr. Helmut Dieser sagte: „Mitten im synodalen Bemühen hat die römische Stellungnahme für Irritation und Verärgerung gesorgt. Mein Bemühen, sie in das synodale Suchen und Ringen bei uns einzuordnen, entspricht meiner bischöflichen Verantwortung, für die Einheit aller zu sorgen. Gerade in unserem Forum debattieren wir diese hoch aktuelle Thematik, deren Inhalte wir nach Rom tragen werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort derzeit in einer heftigen Zerreißprobe stehen. Wir möchten ihnen Mut machen, sich an der theologischen Debatte zu beteiligen. Eine Anerkennung der Sexualität mit ihren vielfältigen Dimensionen und Veränderungen im Lebensverlauf kommt letztlich auch der Würdigung einer sakramental geschlossenen Ehe von Mann und Frau zugute.“

Birgit Mock und Bischof Dieser betonen gemeinsam: „Die heute erhaltenen mehr als 2.600 Unterschriften von Seelsorgerinnen und Seelsorgern sind uns Mahnung und Auftrag für die weitere Auseinandersetzung auf dem Synodalen Weg, für die pastorale Realität in Deutschland Verantwortung zu übernehmen und ihr Anliegen in unsere Forums-Debatten aber auch hoffentlich bald in Gespräche mit römischen Stellen einzubringen. Der Dialog muss weitergeführt werden. Wir danken allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern für diese Unterschriften, die letztlich Ausdruck dafür sind, wie tief sie sich in der Kirche verwurzelt fühlen.“
 

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Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen des Laienapostolates und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. Entsprechend dem Dekret des II. Vatikanischen Konzils über das Apostolat der Laien (Nr. 26) ist das ZdK das von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Organ, das die Kräfte des Laienapostolats koordiniert und das die apostolische Tätigkeit der Kirche fördern soll. Die Mitglieder des Zentralkomitees fassen ihre Entschlüsse in eigener Verantwortung und sind dabei von Beschlüssen anderer Gremien unabhängig.

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