Strategische Neuausrichtung | Klassik Stiftung Weimar stellt erste Ergebnisse vor

 

In ihrer strategischen Neuausrichtung hat die Klassik Stiftung Weimar seit Beginn des Jahres bedeutende Schritte getan. In seiner turnusmäßigen Sitzung am gestrigen Donnerstag, 19. November 2020, stimmte der Stiftungsrat den Reformvorschlägen von Präsidentin Ulrike Lorenz zu.


Ein neues Leitbild spiegelt seit heute das neue Selbstverständnis der Stiftung wider und bildet fortan die Basis sowohl für die interne Zusammenarbeit als auch für das Programm und die Außenkommunikation. Die Klassik Stiftung Weimar begreift sich diesem Leitbild gemäß als kulturpolitische Instanz, die das ihr anvertraute Erbe nutzt, um aktuelle gesellschaftliche Debatten zu bereichern und neue anzustoßen. Daher sind Diskursbildung und Vermittlung künftig nicht mehr nur Teilaufgaben, sondern die Arbeitsschwerpunkte der Stiftung. Ihnen gemäß verpflichtet sie sich zu inklusiveren und partizipativeren Angeboten für ein diverseres Publikum sowie zu einer Verstärkung ihrer digitalen Vermittlung und kulturellen Bildungsarbeit. Grundlage für diese größere gesellschaftliche Wirksamkeit sind dabei nicht nur die weiterhin sorgfältige Erhaltung, Erschließung und gezielte Erweiterung der Stiftungsbestände, sondern auch eine kritische Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit. Neben der Fortführung ihrer systematischen Provenienzforschung wird sich die Klassik Stiftung in den nächsten Jahren ebenfalls mit der Geschichte ihrer Vorgängerinstitutionen befassen. Das Leitbild endet mit einem Bekenntnis zu mehr Transparenz, mehr interdisziplinärem Arbeiten und zu mehr nationalen sowie internationalen Forschungskooperationen. Die Konsequenzen für Programmgestaltung und Außenkommunikation der Stiftung werden in einem sich nun anschließenden Markenprozess bis zum Frühsommer 2021 konkretisiert.

Des Weiteren hat der Stiftungsrat gestern Änderungen in der Organisationsstruktur der Klassik Stiftung bestätigt, die sich aus dem im Leitbild formulierten Perspektivwechsel ergeben.

Im Zuge der weiteren Profilierung der stiftungsweit wirksamen Stabsreferate werden künftig Forschung und Bildung in selbstständigen Strukturen arbeiten, um der gewachsenen Bedeutung beider Aufgabenbereiche Rechnung zu tragen.

Leiter des neuen Stabsreferats Kulturelle Bildung ist der bisherige Bildungsreferent Folker Metzger, der auch das Handlungsfeld „Publikumsorientierung“ als Projektleiter übernimmt. Hauptverantwortlich für einen der neuen Arbeitsschwerpunkte der Stiftung setzt er darauf, den gesamten analog und digital gedachten Besuch (Visitor Journey) zum Ausgangspunkt zu nehmen.  Dazu zählt, neben Outreachprogrammen und digitalen Angeboten, insbesondere die Museen als öffentliche Orte zu stärken, in denen möglichst verschiedene Gruppen der Gesellschaft sich treffen, informieren und austauschen. Demzufolge werden die Angebote für einzelne Themenbereiche oder Häuser nicht isoliert, sondern aufeinander aufbauend und verweisend entwickelt. Ziel ist es, – dem Wesen der Stiftung als „Einheit in der Vielfalt“ gemäß – Wissenselemente zu verknüpfen. Wie im neuen Leitbild dargestellt, wird dies über medial vielschichtige sowie mehrheitlich partizipative und inklusive Formate geschehen. Beispielhaft dafür sind die Vermittlungsangebote in den neueren Häusern (Bauhaus-Museum Weimar, Museum Neues Weimar, Haus Am Horn und Nietzsche-Archiv), die stetig weiterentwickelte App Bauhaus+ sowie digitale Bildungsformate auf der Website und den Sozialen Medien der Klassik Stiftung. Als für alle sicht- und spürbarer Quantensprung in der Vermittlung und Publikumsorientierung der Klassik Stiftung wird derzeit das kommende Themenjahr 2021 „Neue Natur“ vorbereitet, dessen Projektleiter Folker Metzger ist.

Leiter des neuen Stabsreferats Forschung / Kolleg Friedrich Nietzsche ist Helmut Heit, bisher Leiter des Kolleg Friedrich Nietzsche. Das Kolleg ist nun dem Stabsreferat zugeordnet. Dem neuen Leitbild gemäß wird die wissenschaftliche Arbeit an den Beständen vermehrt auf Probleme und Theorien der Gegenwart ausgerichtet. Sein Ziel ist es, die nationale sowie internationale Sichtbarkeit und Wirksamkeit der Klassik Stiftung als wissenschaftliches Kompetenzzentrum zu erhöhen Das Nietzsche-Kolleg fungiert als Ideenschmiede, das Stabsreferat insgesamt als Koordinator stiftungsweiter Forschungsaktivitäten. Als Verantwortlicher für die Bündelung wissenschaftlicher Kompetenz in der Klassik Stiftung ist Helmut Heit auch federführend bei der langfristigen Themenarchitektur, die die Stiftung erarbeitet.

Zur vom Stiftungsrat gestern bestätigten Organisationsentwicklung zählt zudem der verstärkte Einsatz und die Professionalisierung von projektbezogenen Matrixstrukturen. Dadurch können die Jahresthemen der Stiftung künftig im Zusammenwirken aller Institutionen weitaus komplexer gestaltet werden. Erstmals umsetzen wird dies die Stiftung im Themenjahr 2021 „Neue Natur“, das sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigt.

Anfang des Jahrs 2021 wird die Stiftung zudem eine neue Abteilung Services schaffen, die alle, teilweise bisher in unterschiedlichen Direktionen verorteten, Aufgabenbereiche in Bezug auf die Besucherinnen und Besucher der Stiftung in sich vereint.

Das Themenjahr 2021 „Neue Natur“ wird die Klassik Stiftung anlässlich der finalisierten Ausführungsplanung für das Grüne Labor am 3. Dezember 2020 um 11 Uhr vorstellen, die großen Infrastrukturprojekte Stadtschloss und Goethes Wohnhaus zur Jahrespressekonferenz am 17. Februar 2021, ebenfalls um 11 Uhr.

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