„Prägende Momente“: Drei Fragen an die Geigerin Ute Klemm, Solistin des Sinfoniekonzerts des Hochschulorchesters in der Weimarhalle

Erneut steht das 20. Jahrhundert im Mittelpunkt eines groß besetzten Sinfoniekonzerts der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar am Donnerstag, 6. Juni um 19:30 Uhr in der Weimarhalle. Neben Werken von Bach und Schostakowitsch (5. Sinfonie) erklingt auch das Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ von Alban Berg. Solistin ist hier die Geigerin Ute Klemm, die mit ihrem Auftritt ihr Konzertexamen in der Weimarer Klasse von Prof. Dr. Friedemann Eichhorn abschließt. Ute Klemm ist bereits seit 2015 festes Mitglied des WDR Sinfonieorchesters.

Liebe Frau Klemm, verpassen Sie gerade etwas in Köln?

Ute Klemm: Ja, letzten Donnerstag ein Konzert mit dem WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste beim „Klavierfestival Ruhr“ in Wuppertal, und am Freitag einen Auftritt mit dem Geiger Frank-Peter Zimmermann als Solist in der Kölner Philharmonie. Es ist wunderbar, dass ich in Weimar sein kann, um das Violinkonzert von Alban Berg zu spielen, aber meine Kollegen haben auch kein schlechtes Los gezogen… wirklich eine tolle Woche mit einem tollen Programm!

Was waren die Höhepunkte Ihres Studiums in Weimar?

Klemm: Ich komme aus Meiningen, bin also selbst Thüringerin und muss sagen: Ein wirklicher Höhepunkt war es, jeden Tag in Weimar die Haustür zu öffnen und quasi im Park zu stehen. Manchmal stand ich auf dem Weg zum Üben mitten im Sonnenaufgang! Wenn ich ehrlich bin: Das fehlt mir schon in Köln… Da bin ich wohl eine unverbesserliche Romantikerin! (lacht) Abgesehen davon gab es so viel, sodass ich nur ein paar Stationen erwähnen kann: Viele Solo- und Kammermusikkonzerte, prägende und schöne Momente bei den Weimarer Meisterkursen im Sommer, und die Auszeichnung durch die Hochschule mit der Leihgabe einer wunderschönen Gagliano-Violine, die ich mehrere Jahre spielen durfte.

Worauf darf sich das Publikum in Alban Bergs Violinkonzert freuen?

Klemm: Auf ein Portrait unserer Zeit, zerrissen und voller Schönheit. Wir sind stets und ständig online, überall erreichbar und doch fühlen wir uns so einsam; Depressionen nehmen zu. Musik ist schon immer die Möglichkeit für uns Menschen gewesen, Schicksalsschläge, Krankheit und Tod an uns heranzulassen und vielleicht sogar zu verarbeiten. Und welches Stück ist dazu in der Lage, wenn nicht das Violinkonzert von Alban Berg? Ja, ich glaube, dass wir durch Musik und Kunst uns und unsere Welt auf gute Weise bereichern und verändern!

Eintrittskarten zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
Platz der Demokratie 2-3
99423 Weimar
Telefon: +49 (3643) 5550
Telefax: +49 (3643) 555188
http://www.hfm-weimar.de

Ansprechpartner:
Jan Kreyßig
Pressesprecher
Telefon: +49 (3643) 555159
E-Mail: jan.kreyssig@hfm-weimar.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel