Ausstellungseröffnung von »Max Slevogt. Eine Retrospektive zum 150. Geburtstag«

max slevogt
eine retrospektive zum
150. geburtstag
28.9.2018 bis 24.2.2019

Das Landesmuseum Hannover besitzt die weltweit bedeutendste Sammlung deutscher Malerei und Grafik des Impressionismus. Diese gründet sich vor allem auf das »Dreigestirn des deutschen Impressionismus«: Max Slevogt, Max Liebermann und Lovis Corinth. Das WeltenMuseum widmet Max Slevogt, dem jüngsten von ihnen und einem Universaltalent in Grafik und Malerei, zu seinem 150. Geburtstag erstmals eine große Ausstellung.

Am 8. Oktober 2018 vor 150 Jahren wurde Max Slevogt in Landshut geboren. Das Landesmuseum Hannover nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die eigenen Bestände, ergänzt um herausragende Leihgaben, in den Mittelpunkt einer Retrospektive zu stellen. Ermöglicht hat dies der Hannoveraner Sammler Konrad Wrede (1865–1947), der den Künstler seit 1904 persönlich kannte. Durch Wrede besitzt Hannover die älteste geschlossen erhaltene Privatsammlung zum Werk Slevogts.


In München studierte der junge Slevogt an der Akademie, bevor er sich dort als freier Künstler niederließ. Seine derb-realistischen Malerei wurde jedoch als »Rinnsteinkunst« verunglimpft und Slevogt konnte in München keinen Erfolg erlangen. Auf Drängen der Berliner Sezession, insbesondere von Max Liebermann, verließ Slevogt München und zog in die preußische Hauptstadt. Auf dem Weg nach Berlin verbrachte Slevogt einige Wochen in Frankfurt. Damals entstand seine berühmte Reihe »Frankfurter Zoobilder«, welche die Aufhellung der Farbpalette sowie die Hinwendung zur Darstellung von Freizeitvergnügungen markiert. Sie bildet den Durchbruch von Slevogts Freilichtmalerei, die später auch im Zyklus der »Ägyptenbilder« und in unzähligen Landschaften aus der Pfalz in Erscheinung tritt.

Grundsätzlich ist die Definition Slevogts als eines Pfälzer Malers des Impressionismus zwar nicht falsch, aber doch zu einseitig. Dagegen steht der Umstand, dass der Künstler zeitlebens nicht nur nach der Natur, sondern ebenso aus der Phantasie heraus produziert hat – in den Münchner Jahren als Realist und Historist, in den Berliner Jahren als Impressionist und Expressionist. »Diese Ambivalenz, akademisch und antiakademisch zugleich zu sein, verhindert jede einseitige Einordnung und Klassifizierung des Künstlers – insbesondere auch als ein bloßer Liebermann-Adept, als der er noch immer rangiert«, so Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.

Die Schau möchte daher nicht nur eine chronologische Überblicksausstellung sein, sondern auch eine neue Bewertung seines Schaffens anbieten. Daher präsentiert die Ausstellung Gemälde und Druckgrafik gleichberechtigt nebeneinander. Die Besucher erwartet eine vielschichtige Schau: Neben dem farbenfrohen und titelgebenden Zoobild »Der Papageienmann« finden sich Werke wie die exotische Geschlechterkampfallegorie »Frauenraub«, die Großstadtkarikatur »Der Selbstmordautomat« und Buchillustrationen zu »Don Quijote« und »Ali Baba«.

»Wir wollen Max Slevogt in unserer Schau neu entdecken und zeigen, dass er mehr war als nur ein Schönwetterimpressionist. Wenn man sich mit seinem Werk beschäftigt, merkt man, wie viel Freude er an Kunst hatte und jede Minute und jedes Medium nutzte, um seine Ideen zu zeichnen«, so Dr. Thomas Andratschke, Kurator der Ausstellung.

»Die Slevogt-Ausstellung zeigt neben anderen eine große Zahl von wunderbaren Bildern aus dem Besitz des hannoverschen Landesmuseums und unterstreicht ein weiteres Mal die Bedeutung unserer Sammlung für das "Dreigestirn des deutschen Impressionismus"«, so Jost Merscher, Vorsitzender der Kunstfreunde Hannover.

Die Sonderausstellung wird begleitet durch ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot:
– Für die Ausstellung liegt ein Audioguide vor, der kostenlos an der Information entliehen werden kann.
– Der »Kulturimbiss« bietet kurze Themenführungen zum Mittag (Mittwochs, 12:00-12:30 Uhr, alle zwei Wochen, Sonderausstellungseintritt)
– »Max Slevogt in meinem Kopf«: In Kooperation mit dem Fachbereich Mode der Hochschule Hannover kann figürliches Zeichnen anhand von Modellen in Kostümen des 19. Jahrhunderts geübt werden (Workshop für Erwachsene, 19.10. und 16.11., 11:00-12:00 und 13:00-15:00 Uhr, mit Anmeldung unter 0511-9807686, Sonderausstellungseintritt) 
– »Max Slevogt – Ein Pflegefall?«: Vortrag von Ausstellungskurator Dr. Thomas Andratschke. Eine Veranstaltung der Kunstfreunde Hannover (25.10., 19:00 Uhr, kostenlos).

Weitere Angebote (auch für Gruppen, Schulklassen und Kindergärten) können Sie unserem Quartalsprogramm oder dem Gruppenflyer (Homepage) entnehmen.

Ausstellungsinformationen:
Eintritt Sonderausstellung »Max Slevogt«
10 € | ermäßigt 8 € | Familien 20 €
inklusive Sammlungen und Audioguide

Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung mit 399 Seiten ist im Michael Imhof Verlag erschienen und im Museumsshop für 29,90 € erhältlich.

Das hauseigene Museumscafé Schönwald’s ermöglicht mit einem exklusiven Slevogt-Menü den Museumsbesuch mit allen Sinnen zu genießen.

Werke in der Ausstellung
Werke gesamt: 150
Leihgaben: 41

Sammlung Max Slevogt im Landesmuseum Hannover
Gemälde: 28 (19 aus der Sammlung Konrad Wrede) Graphik: 23 Handzeichnungen und ein Skizzenbuch, 85 Einzelblattdrucke, 19 Mappen und 22 illustrierte Bücher, insgesamt 2671 Bildmotive.

Weitere Jubiläumsausstellungen:
»Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann &Cassirer« 9.10.2018 bis 10.2.2019
im Landesmuseum Mainz

»Slevogt und Frankreich«
1.9.2018 bis 13.1.2019
im Saarlandmuseum, Saarbrücken

 

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