Tradition mit neuem Klang: Kreuzchor und Philharmonie gemeinsam im Konzertsaal des Dresdner Kulturpalasts

Joseph Haydns „Große Orgel-Solomesse“ und drei der bekanntesten Chorwerke von Johannes Brahms stehen beim ersten gemeinsamen Konzert der Dresdner Philharmonie mit dem Dresdner im neuen Konzertsaal im Kulturpalast auf dem Programm. Nachdem der Kreuzchor bereits in der vergangenen Saison mit Orgel allein im neuen Saal zu erleben war, wird mit diesem Konzert nun eine langjährige Tradition gemeinsamer Konzerte fortgesetzt.

Joseph Haydns liturgisches Werk ist mit 14 Messkompositionen vergleichsweise klein, komponierte er doch in Auftrag von Fürst Esterhazy, der sich vorrangig für Instrumentalwerke interessierte. Die Es-Dur-Messe war seine erste Messe für den Fürsten und erregte schon zu seinen Lebzeiten mit dem Einsatz einer konzertierenden Orgel Aufsehen – zumal Haydn bei der Uraufführung den Orgelpart selbst übernahm. Im Charakter eher heiter, war sie Zeitgenossen durchaus ein Anstoß. Ihre oft lebhaften Tempi, so hieß es, seien eher einem Tanzsaal als einem Gotteshaus angemessen, und die gefühlvollen Arien könnten „die Andacht niemals wecken, sie wohl aber leicht vertreiben“.

Inzwischen zählt die Messe mit ihren kontrastreichen Sätzen, den teilweise intimen Arien und der Chromatik z. B. des Crucifixus-Abschnittes im Credo jedoch zu den beliebtesten Werken ihrer Gattung jener Zeit.


Kreuzkantor Roderich Kreile stehen mit Johanna Winkel (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Sebastian Kohlhepp (Tenor) und Thomas E. Bauer (Bass) ausgewiesene Experten dieses Repertoire solistisch zur Seite. Kreuzorganist Holger Gehring übernimmt den Orgelpart.

Im Gegensatz zu Haydn schuf Johannes Brahms seine Werke aus eigenem Antrieb und mit Texten, die seinen eigenen Überzeugungen entsprachen. Der „Gesang der Parzen“ nach Goethe-Texten, die „Nänie“ nach einem Schiller-Gedicht und das Schicksalslied nach Versen von Hölderlin sind tiefernste Stücke, wobei sich Brahms bei Letzterem erlaubte, den pessimistischen Schluss ins Optimistische zu wenden: er wiederholt das Orchestervorspiel, das das Werk zwar melancholisch, aber keineswegs in verzweifelter Stimmung schließen lässt.

Die Dresdner Philharmonie und der Dresdner Kreuzchor setzen damit im neuen Klangraum eine jahrzehntelange Tradition fort, die auch eng mit dem Kulturpalast verbunden ist, so sang der Kreuzchor bereits bei der Eröffnung des Hauses mit seinem Mehrzwecksaal 1969 unter der Leitung von Kurt Masur – auf dem Programm damals: Beethovens Sinfonie Nr. 9. Im 2017 eröffneten neuen Konzertsaal gastiert der Chor im Rahmen von Konzerten der Dresdner Philharmonie bereits das zweite Mal

Jeweils 45 vor Konzertbeginn findet eine Konzerteinführung statt.

Tickets ab 18 Euro (Schüler und Studierende: 9 Euro) sind über den Ticketservice der Dresdner Philharmonie – auch online – und an den Abendkassen erhältlich.

Programm:

28. SEP 2018, FR, 19.30 Uhr
29. SEP 2018, SA, 19.30 Uhr
Konzertsaal
KULTURPALAST

Kreuzchor und Philharmonie

Joseph Haydn
Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae „Große Orgelsolomesse“ (um 1770)
für Soli, Chor, Orgel solo und Orchester

Johannes Brahms
Drei Werke für Chor und Orchester

„Gesang der Parzen“ op. 89 (1882)
Text aus Johann Wolfgang von Goethes „Iphigenie auf Tauris“

„Nänie“ op. 82 (1881)
Text: Gedicht von Friedrich Schiller

„Schicksalslied“ op. 54 (1871)
Text aus Friedrich Hölderlins Briefroman „Hyperion“

Kreuzkantor Roderich Kreile, Dirigent

Johanna Winkel, Sopran
Sophie Harmsen, Alt
Sebastian Kohlhepp, Tenor
Thomas E. Bauer, Bass

Kreuzorganist Holger Gehring
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Philharmonie

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