2018/2019 – Die Dresdner Philharmonie stellt ihre neue Konzertsaison vor

Mit dem Einzug in ihren neuen Konzertsaal im Dresdner Kulturpalast begann für die Dresdner Philharmonie 2017 eine Erfolgsgeschichte: 1000 Abonnenten mehr als im alten Kulturpalast, fast 90 Prozent Auslastung, 40.000 Besucher mehr als im Jahr zuvor – die Zahlen belegen die enorme Anziehungskraft des exzellenten Konzertsaals ebenso wie die Attraktivität der Programme und die Topqualität des Orchesters. Und sie sind Messlatte für die Konzertsaison 2018/2019, die ganz im Zeichen neuer Nachbarschaften im Kulturpalast steht, sowie für den hohen künstlerischen Anspruch, mit dem die Dresdner Philharmonie ihren Platz unter Deutschlands Spitzenorchestern ausbauen will.

Das Motto „Musik Welt Sprache“, unter das die Dresdner Philharmonie ihr neues Programm gestellt hat, bildet dabei die Klammer für neue Formate und Reihen ebenso wie für einen künstlerischen Leitgedanken: Musik ist zweifellos eine Weltsprache, aber auch Sprache und Musik können eine Einheit bilden, und weder Sprache noch Musik sind denkbar ohne die Welt, in der sie erfahrbar werden. Inspiration in diesem Sinn sind v. a. die neuen Nachbarschaften im Kulturpalast: Die Nähe zu den Städtischen Bibliotheken hat die Reihe „Musik und Literatur“ angeregt, und der Saal des Kabarett-Theaters „Die Herkuleskeule“ wird zur Bühne für die neuen After Concert Lounges.

Chefdirigent Michael Sanderling nimmt mit der Saison 2018/2019 Abschied von der Dresdner Philharmonie. Seine Programme stehen dabei einerseits im Zeichen der Vollendung der Gesamtaufnahme sämtlicher Sinfonien von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch mit dem Orchester, die 2019 gesammelt beim Label Sony Classical erscheinen. Mit der Uraufführung eines Auftragswerks des Composers in Residence, Fazil Say, eröffnen Sanderling und die Dresdner Philharmonie ihre Konzertsaison. Ein Mozart gewidmetes Programm ist ihm ein ebensolches Herzensanliegen wie ein Konzert ganz im Zeichen von Brahms, für das er Martin Helmchen am Klavier gewinnen konnte. Und mit seiner langjährigen engen künstlerischen Partnerin Julia Fischer verabschiedet er sich schließlich vom Dresdner Publikum.


Auch seine letzte Saison wird Michael Sanderling nutzen, um den exzellenten Ruf der Dresdner Philharmonie als musikalische Botschafterin in alle Welt zu tragen. Zu Beginn der Saison leitet er Konzerte des Orchesters in SãoPaulo, Rio de Janeiro, Buenos Aires und Santiago de Chile, im Frühjahr 2019 gastiert er mit der Dresdner Philharmonie in Köln, Budapest und Warschau, besucht die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, und nach Saisonabschluss ist er als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie zum letzten Mal in den bedeutenden Konzertsälen Japans und Südkoreas zu Gast.

Nach seinem erfolgreichen Debüt bei der Dresdner Philharmonie 2016 konnte der türkische Komponist und Pianist Fazil Say als Composer in Residence gewonnen werden. Neben der Uraufführung seiner Sinfonie „Umut“ (Hoffnung) wird er im Auftrag der Dresdner Philharmonie auch ein Schlagzeugkonzert schaffen. Als exzellenter Pianist schließlich ist er in einem Rezital zu erleben.

Christian Tetzlaff gilt als einer der gefragtesten Geiger unserer Zeit. Als Artist in Residence ist er mit drei großen Violinkonzerten von Beethoven, Mendelssohn Bartholdy und Schostakowitsch zu Gast, leitet ein Konzert des Philharmonischen Kammerorchesters und wird der Konzertsaison mit seinen individuellen Interpretationen für existenzielle Hörerfahrungen sorgen.

Nach seinen großen Erfolgen mit der Dresdner Philharmonie in der vergangenen Saison ist Olivier Latry ein weiteres Mal Palastorganist und wird von seinem exzeptionellen Können u. a. als Improvisator an der Orgel zum Stummfilm „Das Phantom der Oper“ überzeugen.

Zahlreiche renommierte und gefragte Dirigenten und Solisten folgen der Einladung der Dresdner Philharmonie in ihren neuen Konzertsaal, dazu zählen gern wieder eingeladene Gäste am Pult wie Marek Janowski, Bertrand de Billy, Cristian Mãcelaru, Juanjo Mena und Dima Slobodeniouk, aber auch vielversprechende Dirigentinnen und Dirigenten wie Karina Canellakis, Tung-Chieh Chuang, John Storgårds und Pablo González, die bei der Dresdner Philharmonie ihr Debüt geben.

Die Liste der eingeladenen namhaften Solisten ist lang und zeugt nicht zuletzt von der Exzellenz des Konzertsaals: So werden Elena Bashkirova, Martin Helmchen und Lucas Debargue am Klavier ebenso von ihrer Weltklasse zeugen wie Asya Fateyeva als Saxophonistin, Håkan Hardenberger als Trompetenstar, oder auch Nils Mönkemeyer als Bratschist und Martin Grubinger, der als Schlagzeuger immer wieder Begeisterung hervorruft.

Ur- und Erstaufführungen sind auch in der kommenden Saison wesentlicher Bestandteil des Programms. Fazil Say als Composer in Residence trägt mit seiner Sinfonie „Umut“ sowie einem Konzert für Schlagzeug und Orchester ebenso dazu bei wie Laurent Petitgirard und Karsten Gundermann mit jeweils neuen Werken, die im Auftrag der Dresdner Philharmonie entstehen.

Von Musik und Literatur wird zum einen die Festwoche zum 2. Jahrestag der Eröffnung des neuen Kulturpalasts im April 2019 geprägt sein. Zudem stehen zahlreiche Konzerte auf dem Programm, die sich vom geschriebenen und rezitierten Wort inspirieren lassen. Ulrich Matthes und das Scharoun Ensemble Berlin sind mit ihrem Programm „Albtraum und Idylle“ zu Gast. Martina Gedeck wird in einem Konzert zum Gedenken an die sich mit den Jahreszahlen 1618 und 1918 verbindenden Kriege Texte von Gryphius bis Kästner lesen. Musik und Literatur aus Israel wird aus Anlass des Jahrestags der Reichspogromnacht im Mittelpunkt eines eigenen Konzerts stehen. Und auch junge Besucher kommen auf ihre Kosten, etwa, wenn Martin Baltscheits erfolgreiches Kinderbuch „52 Hertz oder Der einsamste Wal der Welt“ mit einer eigens dafür geschaffenen Musik in ein szenisches Werk verwandelt wird, mit dem Autor selbst als Sprecher.

Die After Concert Lounges bieten unmittelbar nach ausgewählten Konzerten die Möglichkeit, mit Künstlern wie z. B. Martin Grubinger, Elena Bashkirova und Wayne Marshall ins Gespräch zu kommen und sie auch musikalisch von ungewohnter Seite zu erleben.

Einen bedeutenden Teil nehmen traditionell die Programme der Philharmonischen Chöre im Spielplan des Orchesters ein. Der Philharmonische Kinderchor wird mit einem erweiterten Weihnachtsprogramm (u. a. mit „Bübchens Weihnachtstraum“ von Engelbert Humperdinck) zu erleben sein und gestaltet mit „Der einsamste Wal der Welt“ von und mit Martin Baltscheit ein Familienkonzert. Bereits zum zweiten Mal ist der Philharmonische Kinderchor auch Gastgeber von „Dresdner Schulchöre singen“, einem Angebot für Dresdner Schulklassen, das in einem gemeinsamen Konzert im Kulturpalast mündet. Und auch ein weiteres Chor-Ereignis soll zur Tradition werden: beim 2. Dresdner Chortag werden im Rahmen eines großen Konzerts die Preisträger des Förderpreises der Landeshauptstadt für Dresdner Laienchöre im Konzertsaal geehrt.

In der neuen Konzertsaison baut die Dresdner Philharmonie ihr Angebot für Familien und Schulen weiter aus. Die beiden großen Familienformate werden zu einer Veranstaltungsreihe vereint, nun gibt es für Kinder und Erwachsene insgesamt sechsmal phil zu entdecken sowohl mit Malte Arkona als auch mit Sarah Willis. Beide werden jeweils ihre eigenen Akzente setzen, das Format bleibt jedoch das der unterhaltsamen und informativen Heranführung an klassische Musik mit dem Orchester als Erlebnis.

Mit einem Probenbesuch von fast 500 Kindern im Kulturpalast und einem Tag mit dem Philharmonischen Kammerorchester vor Ort hat sie begonnen: die Kooperation der Dresdner Philharmonie mit der 139. Grundschule in Dresden-Gorbitz. Diese Zusammenarbeit mit einer ganzen Schule in einem Stadtteil mit sozialen Brennpunkten hat für die Dresdner Philharmonie einen besonderen Stellenwert und wird mit eigenen Kooperationsformaten ausgebaut. Daneben gibt es zahlreiche Angebote für Schulklassen, von den traditionellen Schulkonzerten bis hin zu Besuchen beim Orchester und musikalischen Führungen durch den Kulturpalast.

Förderung des professionellen Spitzennachwuchses betreibt die Dresdner Philharmonie nun schon das zweite Jahr mit der Kurt Masur Akademie, ihrer Orchesterakademie. Die Nachfrage auf die Ausschreibung für den zweiten Jahrgang war enorm, und so werden ab August 2018 insgesamt zehn junge Musikerinnen und Musiker ihr Können an den Pulten des Orchesters vervollkommnen. Ihre Meisterschaft stellen sie auch kammermusikalisch unter Beweis, u. a. mit einem Konzert im Saal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Und gefördert wird ihre Ausbildung u. a. durch ein vom gleichnamigen Verein veranstaltetes Konzert mit Management Symphony – einem Orchester höchst ambitionierter Laienmusiker, die Brahms‘ „Deutsches Requiem“ im Konzertsaal zur Aufführung bringen – gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Dresden.

In bewährter Weise setzt die Dresdner Philharmonie ihre Kammerkonzertreihe auf Schloss Albrechtsberg fort. Auch in der Kreuzkirche wird das Orchester in den traditionellen Aufführungen mit dem Dresdner Kreuzchor zu erleben sein. Nicht fortgeführt wird dagegen die Konzertreihe im Deutschen Hygiene-Museum. Zentrale Spielstätte der Dresdner Philharmonie auch für Kammerorchesterkonzerte und „große Kammermusik“ ist der Konzertsaal im Kulturpalast, der mit seiner hervorragenden Akustik alle Erwartungen übertroffen hat.

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Das neue Saisonbuch der Dresdner Philharmonie können Sie hier herunterladen: dresdnerphilharmonie.de/media/content/download/pdf/2018-19/Saisonbuch_2018-2019.pdf

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