Weidmüller treibt Forschung und Einsatz von Robotiklösungen in China voran

Das Elektrotechnikunternehmen Weidmüller, Spezialist für Verbindungs- und Automatisierungstechnik sowie Technikpartner der Robotation Academy Hannover (RAH), beteiligt sich als Gründungspartner an der Robotation Academy Foshan (RAF) in China. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss globaler Marktführer und lokaler Player – mit dem Focus auf „Smart Production“, also Industrie 4.0. Die feierliche Eröffnung fand am 12. Oktober 2017 in Foshan statt. „Die Robotation Academy wird unsere neue Plattform sein, um unsere umfassenden Robotiklösungen für die Kunden in der Provinz Guangdong zu präsentieren“, erklärt Lance Zhao, Weidmüller Executive Vice President Asien. „Durch die Zusammenarbeit mit den anderen Partnern in Foshan sowie mit der deutschen Roboterakademie in Hannover können wir in Südchina ein Roboter-Ökosystem aufbauen, mit dem wir den Wandel in der lokalen Fertigungsindustrie beschleunigen.“

Weidmüller wird zusammen mit 21 Partnerunternehmen aus der Robotik, Automatisierung und Industrie 4.0 Lehrgänge und Konferenzen für die rasant wachsende Robotikindustrie in der High-Tech-Region Guangdong anbieten. „Wir präsentieren in dem neuen Hightech-Zentrum unter anderem innovative Anschlusslösungen für die Versorgung der Roboter mit Energie, Daten und Signalen von der Feldebene bis in den Schaltschrank“, verdeutlicht Jörg Scheer, Leiter der Division Device and Field Connectivity bei Weidmüller. Dazu gehören Systeme für die berührungslose Energieübertragung, Stromversorgungen, I/O-Systeme, schwere Steckverbinder, Energiemessgeräte, Netzwerkinfrastruktur sowie Energiebussysteme. Mit diesen Technologien wird die Vibrationsbeständigkeit, Ansprechgeschwindigkeit sowie die Leistung und Zuverlässigkeit der elektrischen Verbindungen an den Robotern optimiert. „Die Akademie schafft die Rahmenbedingungen für eine bereichsübergreifende Forschung und Entwicklung, die Möglichkeit konkrete Anwendungen greifbar zu machen und daran zu lernen“, erläutert Scheer.

Das Thema Robotik verändert zurzeit die Wertschöpfungsketten in der Produktion und damit vor allem den Maschinenbau. Aktuelle Zahlen belegen den großen Hebel: Der Branchenverband International Federation of Robotics (IFR) schätzt den Bestand an Industrierobotern bis 2020 auf mehr als drei Millionen Stück. „Bei aktuell etwa 1,8 Millionen Industrierobotern in den Fabriken weltweit wäre das eine deutliche Verdopplung – und zwar in weniger als drei Jahren“, erklärt Scheer. Gleichzeitig werden die Themen Robotik und Industrie 4.0 auch in China immer wichtiger, da das Land mit extrem hohen Lohnzuwächsen zu kämpfen hat und einen Transformationsprozess, weg von der verlängerten Werkbank des Westens, hin zu mehr Automation vorantreibt.


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